Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)

Bei einer kompletten Parkettrenovation schleift der Parkettleger den alten Lack samt oberflächlichen Schäden ab, kittet die Fugen und trägt drei Schichten Lack auf: eine Grundierung und zwei Deckschichten. Das lohnt sich, wenn das Parkett zerkratzt, matt, vergilbt ist oder Fugen zwischen den Stäben zeigt, das Holz aber noch fest auf dem U

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
56.70 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
45.30 CHF - 73.75 CHF
Wohnung 60 m²
8506.70 CHF
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Bodenbeläge15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bodenbeläge
Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)m²56.70 CHF-
Herausreissen alter Holzparkette (genagelt, verklebt)m²4.54 CHF-
Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplanm²9.64 CHF-
Verlegung Laminatbodenm²15.12 CHF-
Verlegung Vinylboden (Klick)m²-
Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder)m²23.63 CHF-
Vollflächige Verklebung Holzbodenm²22.68 CHF-
Verlegung elektrischer Fussbodenheizung (Heizmatte)m²-
Verlegung und Verklebung Stabparkettm²-
Parkett verlegen - Chevron-Muster (französisches Fischgrät)m²-
Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbem²-
Parkett schleifen und 3× lackierenm²-
Montage von Sockelleistenlfm7.56 CHF-
Acryl-Verfugung entlang der Sockelleistenlfm2.08 CHF-
Setzen von ÜbergangsprofilenStk.15.12 CHF-
Summe Arbeit
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So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

Vorher muss der Raum leer sein: Möbel, Teppiche und auch die Sockelleisten kommen weg. Dann prüft der Parkettleger den Boden. Sind einzelne Stäbe lose, knarren sie oder zeigen sie Spuren von Feuchtigkeit? Solche Stellen repariert er vor dem Schleifen, sonst versteckt der neue Lack das Problem nur.

  1. Der Grobschliff mit einer grossen Band- oder Walzenschleifmaschine entfernt den alten Lack und gleicht Höhenunterschiede zwischen den Stäben aus.
  2. Ränder und Ecken, wo die grosse Maschine nicht hinkommt, schleift er mit einer kleineren Randschleifmaschine nach.
  3. Beim Kitten mischt er Schleifstaub von Ihrem eigenen Boden mit einem Bindemittel und zieht die Masse mit einem Spachtel über die ganze Fläche. So hat der Kitt fast denselben Farbton wie das Holz.
  4. Wenn der Kitt trocken ist, folgt der Feinschliff, oft mit einer Tellerschleifmaschine. Er nimmt überschüssigen Kitt weg und macht die Oberfläche gleichmässig.
  5. Der Boden wird gründlich abgesaugt, damit keine Staubkörner im Lack landen.
  6. Die Grundierung schliesst die Poren des Holzes und bereitet es auf die weiteren Schichten vor.
  7. Nach dem Trocknen wird die Fläche mit einem feinen Schleifgitter leicht zwischengeschliffen, damit aufgestellte Holzfasern verschwinden.
  8. Zum Schluss kommen zwei Deckschichten. Dazwischen hält er die Trocknungszeit nach Herstellerangabe ein.

Geschliffen wird in mehreren Durchgängen, vom groben zum feinen Korn. Lässt der Parkettleger eine Körnung aus, bleiben die Rillen des groben Papiers im Holz, und der Lack hebt sie erst recht hervor.

Komplett oder nur schleifen und lackieren: der Unterschied

Auf dieser Seite finden Sie zwei verwandte Positionen. Die komplette Renovation umfasst Schleifen, Kitten der ganzen Fläche und drei Schichten Lack. Die Position «Holzparkett schleifen und lackieren» passt vor allem dann, wenn das Parkett ordentlich erhalten ist, kaum Fugen hat und Schleifen und Lackieren genügen. Wie viel gekittet wird und wie viele Schichten drauf kommen, ist in Offerten unterschiedlich. Fragen Sie deshalb vor dem Auftrag nach, was genau enthalten ist.

Welche Variante Sie brauchen, hängt vom Zustand des Bodens ab:

  • Altes Massivparkett mit Fugen und tieferen Kratzern braucht fast immer die komplette Variante mit Kitten
  • Ein weniger abgenutzter Boden ohne Spalten kommt mit Schleifen und Lackieren aus
  • Im Korridor, in der Küche oder im Büro lohnt es sich auch bei der einfacheren Variante, auf mehrere Lackschichten zu bestehen

Entscheidend ist auch die Nutzschicht, also die Holzstärke über der Nut-und-Feder-Verbindung, die man abschleifen kann. Massivparkett verträgt meist mehrere Renovationen. Mosaikparkett und Mehrschichtparkett mit dünner Deckschicht lassen sich nur vorsichtig schleifen und manchmal gar nicht mehr. Laminat und Vinyl kann man nicht schleifen.

Welcher Lack und welche Oberfläche passen

In Wohnungen kommen heute meist wasserbasierte Lacke zum Einsatz. Sie riechen wenig, trocknen schnell und eignen sich auch fürs Kinderzimmer. Zweikomponentenlacke mit Härter halten mehr Abrieb aus. Man wählt sie für Korridore, stark begangene Wohnzimmer oder Büros. Lösemittelhaltige Lacke sind hart, riechen aber stärker und verlangen gründliches Lüften. In Wohnungen verwendet man sie immer seltener.

Der Glanzgrad beeinflusst Aussehen und Pflege:

  • Matt wirkt natürlich, Kratzer und Staub fallen am wenigsten auf
  • Seidenmatt ist ein guter Kompromiss für die meisten Räume
  • Glänzend betont die Holzmaserung, dafür sieht man jede Spur

Eine Alternative zum Lack ist Öl. Es erhält das natürliche Gefühl von Holz und lässt sich stellenweise ausbessern, muss aber regelmässig aufgefrischt werden. Haben Sie eine Fussbodenheizung, fragen Sie den Parkettleger nach elastischem Kitt und einem Lack, den der Hersteller dafür empfiehlt.

Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht

Aufwand und damit Kosten hängen vor allem vom Zustand des Bodens ab. Mehr Arbeit geben:

  • Mehrere Schichten alter, harter oder vergilbter Lack
  • Breite Fugen, lose oder fehlende Stäbe
  • Wasserschäden und ein unebener Untergrund, der zuerst repariert werden muss
  • Harte Hölzer wie Eiche oder Esche, die mehr Schleifpapier brauchen
  • Verwinkelte Räume mit vielen Ecken, Nischen und Übergängen
  • Kleine Flächen, bei denen Vorbereitung und Maschinentransport auf wenige Quadratmeter fallen

Eine leere Wohnung, bereits entfernte Sockelleisten und eine grössere zusammenhängende Fläche beschleunigen die Arbeit. Im Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum lohnt sich ein Blick in die Hausordnung. Informieren Sie Hauswart oder Liegenschaftsverwaltung und die Nachbarn vorab, denn Schleifmaschinen sind laut.

Fehler, die man am Parkett später sieht

In der Praxis zeigt sich ein billiges oder hastiges Vorgehen oft erst nach einigen Monaten. Achten Sie auf diese Punkte:

  • Eine Heimwerker-Schleifmaschine in ungeübten Händen hinterlässt Wellen und durchgeschliffene Mulden, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen
  • Ein ausgelassener Feinschliff hinterlässt Rillen, die unter dem Lack sichtbar bleiben
  • Schleifen ohne Absaugung verteilt Staub in der ganzen Wohnung, und die Partikel landen später im Lack
  • Zu kurze Trocknungszeiten zwischen den Schichten führen zu Abblättern, Blasen oder fleckigen Stellen
  • Nicht befestigte lose Stäbe bewegen sich wieder, und der Lack reisst über den Fugen
  • Zu früh hingelegte Teppiche und Möbel ohne Filzgleiter beschädigen den frischen Lack

Warum spielt der Zeitpunkt eine Rolle? Holz reagiert auf die Luftfeuchtigkeit. Bei sehr trockener oder sehr feuchter Luft verhält es sich anders, und der Kitt in den Fugen kann später reissen. Deshalb plant man die Renovation oft im Frühling oder Herbst. Während der Trocknung heizt man den Raum nicht voll und vermeidet Durchzug.

So prüfen Sie den fertigen Boden

Schauen Sie sich die fertige Arbeit bei Tageslicht und mit Streiflicht an, zum Beispiel mit einer Taschenlampe knapp über dem Boden. Prüfen Sie:

  • Die Oberfläche ist glatt und gleichmässig, ohne Wellen und Schleifkreise
  • An Rändern und in Ecken gibt es keine dunkleren oder raueren Streifen
  • Die Fugen sind gefüllt, und der Kitt passt farblich zum Holz
  • Im Lack sind keine Haare, kein Staub und keine Blasen eingeschlossen
  • Der Glanz ist auf der ganzen Fläche gleich, ohne matte Flecken
  • Die Stäbe knarren beim Gehen nicht und bewegen sich nicht
  • Sie wissen, welcher Lack verwendet wurde und ab wann der Boden belastbar ist
  • Sie wissen, mit welchen Mitteln Sie den Boden reinigen und wie oft die Schutzschicht erneuert werden sollte

Häufige Fragen

In einer normalen Wohnung meist zwei bis vier Tage. Am ersten Tag wird geschliffen und gekittet, an den folgenden Tagen lackiert und getrocknet. Vorsichtig begehen kann man den Boden in der Regel etwa einen Tag nach der letzten Schicht. Möbel kommen erst nach einigen Tagen zurück, volle Belastung und Teppiche verträgt der Lack meist nach rund einer Woche, je nach Hersteller.

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