Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Sockelleisten mit Acryl verfugen

Nach dem Verlegen eines neuen Bodens und dem Montieren der Sockelleisten bleibt zwischen Leiste und Wand fast immer ein schmaler Spalt. Keine Wand ist ganz gerade, die Leiste liegt nicht überall satt an, und es entsteht ein Schatten oder eine Ritze, in der sich Staub sammelt. Beim Verfugen mit Acryl wird dieser Spalt mit elastischem Acryl

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
2.08 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
1.58 CHF - 2.80 CHF
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Bodenbeläge15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bodenbeläge
Acryl-Verfugung entlang der Sockelleistenlfm2.08 CHF-
Herausreissen alter Holzparkette (genagelt, verklebt)m²4.54 CHF-
Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplanm²9.64 CHF-
Verlegung Laminatbodenm²15.12 CHF-
Verlegung Vinylboden (Klick)m²-
Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder)m²23.63 CHF-
Vollflächige Verklebung Holzbodenm²22.68 CHF-
Verlegung elektrischer Fussbodenheizung (Heizmatte)m²-
Verlegung und Verklebung Stabparkettm²-
Parkett verlegen - Chevron-Muster (französisches Fischgrät)m²-
Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbem²-
Parkett schleifen und 3× lackierenm²-
Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)m²56.70 CHF-
Montage von Sockelleistenlfm7.56 CHF-
Setzen von ÜbergangsprofilenStk.15.12 CHF-
Summe Arbeit
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Wann und warum die Fuge an der Leiste verfugt wird

Der wichtigste Grund ist die Optik. Ist die obere Fuge geschlossen, wirkt die Leiste wie ein Teil der Wand. Kleine Unebenheiten im Verputz verschwinden, und die Linie entlang des Raumes sieht sauber aus. Dazu kommt ein praktischer Grund: In eine offene Ritze gelangen Staub, Sand von den Schuhen und auch kleine Insekten, und mit dem Staubsauger bekommt man das kaum wieder heraus.

In der Regel wird nur die obere Fuge zwischen Leiste und Wand verfugt. Bei schwimmend verlegten Böden (Laminat, Klick-Vinyl, Parkettdielen) bleibt die Fuge zwischen Leiste und Boden offen. Der Boden muss sich bei Temperatur- und Feuchtigkeitswechseln frei bewegen können, und Dichtstoff würde ihn an der Leiste festhalten. In der Praxis endet das mit gerissenen Fugen oder einer angehobenen Leiste. Bei Plattenbelägen oder verklebten Böden wird die untere Fuge manchmal auch geschlossen. Dort richtet sich das Material danach, ob an dieser Stelle Wasser hinkommen kann.

Acryl oder Silikon: was wohin gehört

In der Kartusche sehen Acryl und Silikon ähnlich aus, sie eignen sich aber für unterschiedliche Stellen.

  • Acryl-Dichtstoff ist nur wenig elastisch, lässt sich überstreichen, haftet gut auf Verputz, Gipsplatten, Holz und gestrichenen Kunststoffen und lässt sich mit Wasser leicht glätten. Er ist für trockene Räume gedacht: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Korridor.
  • Sanitärsilikon ist elastischer und verträgt Wasser besser, lässt sich aber normalerweise nicht überstreichen. Es gehört dorthin, wo sehr oft nass aufgenommen wird oder Wasser spritzen kann, zum Beispiel ins Bad oder neben die Dusche.

Acryl ist also keine wasserdichte Sperre. Normales feuchtes Aufnehmen hält er aus, stehendes Wasser weicht ihn mit der Zeit auf. Bei geölten Holzleisten oder Kunststoffleisten in Holzoptik fällt weisser Acryl auf. Dann wählt man einen Dichtstoff im passenden Farbton oder verfugt nur dort, wo wirklich ein sichtbarer Spalt ist.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Am einfachsten ist eine neue Leiste an einer frisch gestrichenen, geraden Wand: Die Fuge ist schmal und gleichmässig, ein Zug und das Glätten genügen. Mehr Zeit braucht es bei:

  • alten Fugen mit gerissenem Dichtstoff oder Farbresten, die zuerst herausgeschnitten und gereinigt werden müssen,
  • unebenen Wänden, an denen die Fuge stellenweise mehrere Millimeter breit ist und der Dichtstoff in zwei Durchgängen aufgetragen wird,
  • verwinkelten Räumen mit vielen Ecken, Türzargen und Heizungsrohren,
  • dunklen Leisten an hellen Wänden, wo sehr genau oder mit Abdeckband gearbeitet werden muss,
  • dem Wunsch, die Fugen nach dem Trocknen zu überstreichen.

Ist die Fuge breiter, als eine Lage füllen kann, wird zuerst eine Rundschnur aus Schaumstoff in die Tiefe gedrückt und der Acryl erst darauf aufgetragen. Acryl schwindet beim Trocknen etwas. Eine dicke «Wurst» aus Dichtstoff fällt deshalb oft ein oder reisst.

Anleitung für Heimwerker: Fuge an der Sockelleiste mit Acryl schliessen

Diese Arbeit schaffen Sie gut selbst. Sie brauchen eine Kartuschenpistole, eine Kartusche Acryl, ein Cutter-Messer, einen feuchten Schwamm und etwas Geduld. Arbeiten Sie bei Zimmertemperatur. Die minimale Verarbeitungstemperatur steht bei den meisten Herstellern auf der Verpackung.

  1. Alten, gerissenen oder losen Dichtstoff mit dem Messer herausschneiden und abblätternde Farbe entfernen.
  2. Fuge aussaugen, mit einem leicht feuchten Lappen abwischen und trocknen lassen.
  3. Bei Bedarf Abdeckband an Wand und Leiste knapp neben der Fuge aufkleben.
  4. Spitze der Kartusche schräg abschneiden, so dass die Öffnung der Fugenbreite entspricht.
  5. In breite Fugen zuerst eine Rundschnur aus Schaumstoff eindrücken.
  6. Dichtstoff in einem gleichmässigen Zug auf etwa ein bis zwei Metern auftragen, die Pistole ruhig und ohne Anhalten führen.
  7. Fuge sofort mit einem angefeuchteten Finger oder einem Fugenglätter leicht hohl abziehen.
  8. Überschüssigen Dichtstoff mit dem feuchten Schwamm abwischen, solange er nass ist, und das Abdeckband noch frisch abziehen.
  9. Mit dem nächsten Abschnitt weiterfahren und in den Ecken sauber an den vorherigen Zug anschliessen.
  10. Dichtstoff gemäss Herstellerangaben trocknen lassen, meist einige Stunden bis einen Tag, und erst dann überstreichen.

Typische Fehler

In der Praxis sieht man immer wieder dieselben Probleme:

  • Verfugen auf Staub oder Feuchtigkeit. Der Dichtstoff haftet nur auf dem Schmutz und löst sich nach einigen Wochen.
  • Zu viel Material auf einmal. Eine dicke Schicht trocknet langsam, reisst, und die Fuge sieht aus wie herausgedrückte Paste statt wie ein sauberer Übergang.
  • Nicht geglätteter Dichtstoff. Es bleiben Knollen, Ansätze vom Absetzen der Pistole und eine raue Oberfläche, an der Schmutz hängen bleibt.
  • Untere Fuge bei schwimmendem Boden verfugt. Der Boden verliert seinen Bewegungsspielraum, und die Fuge reisst.
  • Acryl im Nassbereich. An Dusche oder Badewanne wird er weich, schwarz und fällt heraus.
  • Überstreichen vor dem Trocknen. Die Farbe reisst auf frischem Acryl, und auf der Fuge entstehen Flecken.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Schauen Sie sich die fertige Fuge im Streiflicht an, zum Beispiel mit einer Taschenlampe, die Sie auf den Boden legen. So sehen Sie jede Unebenheit.

  • Die Fuge ist auf der ganzen Länge gefüllt, ohne Unterbrüche und Löcher
  • Die Oberfläche ist glatt, gleichmässig breit und ohne Knollen
  • Auf Leiste und Wand sind keine eingetrockneten Schlieren
  • In Ecken und an Türzargen schliessen die Züge sauber aneinander an
  • Der Dichtstoff haftet auf beiden Seiten und löst sich bei Fingerdruck nicht
  • Die untere Fuge beim schwimmenden Boden ist offen geblieben
  • In Nassbereichen wurde Silikon verwendet, nicht Acryl
  • Überstrichene Fugen haben einen einheitlichen Farbton ohne Risse

Häufige Fragen

Bei schwimmend verlegten Böden nicht. Der Boden muss sich unter der Leiste frei bewegen können. Verfugt wird nur die obere Fuge zwischen Leiste und Wand. Bei Plattenbelägen oder verklebten Böden kann die untere Fuge geschlossen werden. Das Material besprechen Sie am besten mit dem Bodenleger oder Plattenleger.

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