Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Fugen in Beton schneiden

Eine Betonplatte reisst. Das gilt für jede Platte: den Garagenboden, die Bodenplatte des Einfamilienhauses, die Terrasse oder die Zufahrt. Beton verliert beim Erhärten und Austrocknen an Volumen, und bei Temperaturwechseln dehnt er sich aus und zieht sich wieder zusammen.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·23 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 10.10/ lfm
Richtwert-Spanne
CHF 8.08 - CHF 13.13
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.

Betonarbeiten23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Dehnfugen schneidenlfmCHF 10.10-
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³CHF 80.70-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²CHF 16.15-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²CHF 36.35-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²CHF 11.70-
Bewehrung bindentCHF 706.35-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100m²CHF 5.45-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150m²CHF 6.05-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfmCHF 24.20-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²CHF 18.15-
Maschinenestrich - Zementm²CHF 21.20-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²CHF 23.80-
Montage Ziegeldeckem²CHF 40.35-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenbahnm²-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²CHF 9.10-
Pumpen des Betonsm³-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Warum Beton reisst und was der Schnitt dagegen tut

Frischer Beton enthält mehr Wasser, als der Zement zum Erhärten braucht. Das überschüssige Wasser verdunstet nach und nach, und die Platte schwindet. Dabei hält sie der Untergrund von unten fest, am Rand halten sie Wände und Stützen. Es entsteht eine Zugspannung. Beton hält auf Zug wenig aus und reisst deshalb irgendwo auf. Ein Schnitt in den oberen Teil der Platte schwächt sie an dieser Stelle gezielt. Der Riss entsteht dann genau unter dem Schnitt, gerade und versteckt.

Geschnittene Fuge ist nicht gleich Bewegungsfuge

Umgangssprachlich heissen alle Fugen im Beton einfach Dilatationsfugen. Fachleute unterscheiden drei Arten, und es lohnt sich, sie zu kennen, wenn Sie mit einer Firma sprechen:

  • Schwindfugen (auch Scheinfugen oder Sollrissfugen) werden in den frischen Beton geschnitten, und zwar nur in einen Teil der Plattendicke. Um sie geht es in diesem Artikel.
  • Bewegungsfugen (Raumfugen) trennen die Platte über die ganze Dicke von Wänden, Stützen, Treppen oder anderen Bauteilen. Sie entstehen vor dem Betonieren durch einen eingelegten Streifen aus Polyethylenschaum oder ein Fugenprofil, nicht durch Schneiden.
  • Arbeitsfugen entstehen dort, wo das Betonieren unterbrochen und am nächsten Tag weitergeführt wird.

Die Position in der Preisliste betrifft das Schneiden in frisch erhärteten Beton und wird nach Laufmetern Schnitt abgerechnet. Randdämmstreifen an den Wänden, eingelegte Profile und das spätere Füllen der Fugen mit Dichtstoff sind eigene Arbeiten.

Wo und in welchem Abstand geschnitten wird

Die Fugeneinteilung sollte im Projekt festgelegt sein, bei Industrieböden und tragenden Platten immer durch den Bauingenieur. Bei Garage, Terrasse oder Hofplatz arbeiten erfahrene Betonbauer nach einigen bewährten Faustregeln.

Grösse und Form der Felder

  • Ein Feld zwischen den Fugen sollte möglichst quadratisch sein. Das Seitenverhältnis überschreitet in der Regel etwa 1 : 1,5 nicht, lange schmale Streifen reissen quer
  • Je dünner die Platte, desto kleiner die Felder. Als Richtwert gilt eine Feldlänge von etwa dem 25- bis 30-Fachen der Plattendicke, bei 15 cm Platte also Felder um 4 m
  • Aussenflächen, die Sonne und Frost ausgesetzt sind, teilt man kleiner ein als Innenböden
  • Beton mit Stahl- oder Kunststofffasern und dicht bewehrte Platten erlauben grössere Felder, aber immer nach Projekt oder Empfehlung des Betonlieferanten

Stellen, an denen keine Fuge fehlen darf

Warum reisst ein Boden fast immer von einer Stützenecke oder einem Mauerknick aus? In jeder einspringenden Ecke sammelt sich Spannung. Fugen sollen deshalb von Stützenecken ausgehen, von den Knicken eines L- oder T-förmigen Grundrisses, von den Ecken von Schächten, Abläufen und Entwässerungsrinnen sowie von den Kanten der Türöffnungen. Um Stützen herum dreht man die Felder meist zu einer Raute, damit die Fugen genau in die Ecken laufen.

Die Fugen müssen aneinander anschliessen. Ein Schnitt, der mitten im Feld aufhört, wird vom Riss selbst verlängert. Kommen später Platten auf den Boden, lohnt es sich, die Schnitte auf das Plattenformat abzustimmen. So lässt sich die Fuge im Untergrund später sauber in eine Plattenfuge übernehmen.

Der richtige Zeitpunkt: ein Fenster, das sich nicht verschieben lässt

Beim Fugenschneiden entscheidet nicht das Datum, sondern die Stunde. Wird zu früh geschnitten, reisst die Scheibe Gesteinskörner heraus und die Fugenkanten bröckeln. Wird zu spät geschnitten, ist der Beton bereits auf eigene Faust gerissen und der Schnitt bringt nichts mehr. In der Praxis kommt es häufig vor, dass eine Platte, die an einem heissen Sommertag betoniert wurde, schon vor dem nächsten Morgen erste Haarrisse zeigt.

Wovon der Zeitpunkt abhängt

  • Luft- und Untergrundtemperatur: Im Sommer öffnet sich das Fenster viel früher, bei kühlem Wetter verschiebt es sich um viele Stunden
  • Zementart und Betonrezeptur sowie Zusatzmittel, die das Erstarren beschleunigen oder verzögern
  • Wind und Sonne, die die Oberfläche austrocknen
  • Plattendicke und Art der Nachbehandlung nach dem Betonieren

Mit einem üblichen Fugenschneider wird in der Regel etwa 6 bis 24 Stunden nach dem Betonieren geschnitten, bei warmem Wetter eher am unteren Ende. Es gibt auch leichte Maschinen für den sogenannten Frühschnitt, die schon nach wenigen Stunden auf dem Beton arbeiten. Sie schneiden aber weniger tief, und nicht jede Firma hat sie.

Wie man das Fenster vor Ort erkennt

Ein erfahrener Fugenschneider verlässt sich nicht auf die Uhr. Zuerst ritzt er die Oberfläche mit einem Nagel oder Schlüssel: Bleibt die Rille flach und lösen sich keine Körner, ist der Beton bereit. Danach macht er einen kurzen Probeschnitt am Rand der Fläche. Sind die Kanten sauber und zieht die Scheibe keine Steinchen heraus, geht es weiter. Darum muss die Firma die genaue Betonierzeit kennen und bereit sein, auch am Abend, in der Nacht oder am Wochenende zu kommen.

So läuft das Schneiden auf der Baustelle ab

Was vor dem Eintreffen des Fugenschneiders bereit sein muss

  • Fugenplan, idealerweise im Grundriss mit Massen eingezeichnet
  • Bei Bodenheizung der Verlegeplan der Leitungen oder mindestens Fotos der Rohre mit Massen, aufgenommen vor dem Betonieren
  • Angaben zur Plattendicke und zur Lage der Bewehrung
  • Freier Zugang für die Maschine und freie Ränder entlang der Wände
  • Wasseranschluss zum Kühlen der Scheibe und ein Ort, wohin der Schlamm abfliessen kann
  • Bei Elektromaschinen im Innenraum ein Stromanschluss mit ausreichender Absicherung
  • Beleuchtung, falls nach Einbruch der Dunkelheit geschnitten wird

Ablauf Schritt für Schritt

  1. Der Fugenschneider prüft den Beton durch Anritzen und einen Probeschnitt.
  2. Die Fugenlinien werden mit einer Schlagschnur auf die Oberfläche übertragen, bei Bodenheizung auch die Rohrtrassen.
  3. An der Maschine wird die Schnitttiefe passend zur Plattendicke eingestellt.
  4. Jede Linie wird in einem Zug über die ganze Länge geschnitten, ohne Halt in der Mitte, damit keine Stufen entstehen und die Kanten nicht ausbrechen.
  5. An Wänden, wo die grosse Maschine nicht hinkommt, wird der Schnitt mit einer Handtrennmaschine oder einem Winkelschleifer mit Diamantscheibe fertig gemacht.
  6. Der Schlamm aus dem Nassschnitt wird sofort abgespült oder abgesaugt. Trocknet er an, hinterlässt er Flecken und verstopft die Fuge.
  7. Nach dem Schneiden wird die Platte weiter nachbehandelt, also feucht gehalten oder mit Folie abgedeckt. Der Schnitt ändert nichts daran, dass der Beton Feuchtigkeit braucht.

Nass oder trocken schneiden

Die meisten Fugenschneider arbeiten mit Wasserkühlung. Das Wasser schont die Scheibe und bindet vor allem den Staub. Trocken mit Industriesauger schneidet man im Innenraum, wo Wasser und Schlamm Probleme machen würden, etwa beim Nachschneiden eines bestehenden Bodens in einem bewohnten Haus. Betonstaub enthält feinen Quarz, der die Lunge schädigt. Ohne Absaugung oder Wasser wird deshalb nicht geschnitten. Benzinbetriebene Maschinen gehören nicht in geschlossene Räume, die Abgase sind gefährlich.

Tiefe, Breite und Füllung der Fugen

Wie tief geschnitten wird

Der Schnitt muss die Platte so weit schwächen, dass sie genau dort reisst. Bei Betonplatten schneidet man in der Regel etwa ein Drittel der Dicke ein. Beim Frühschnitt mit einer leichten Maschine darf der Schnitt flacher sein, wenn Maschinenhersteller und Projekt das vorsehen. Bei Zement- und Anhydrit-Unterlagsböden rechnet man ebenfalls mit etwa einem Drittel der Dicke. Ein zu flacher Schnitt ist der häufigste Grund, warum der Riss ein paar Zentimeter neben der Fuge entsteht.

Bei bewehrten Platten muss man wissen, wo das Armierungsnetz liegt. Es soll im unteren oder mittleren Bereich der Platte liegen, der Schnitt berührt es dann normalerweise nicht. Liegt das Netz zu hoch, trifft es die Scheibe. Das ist ein Zeichen, dass die Bewehrung nicht korrekt eingebaut wurde. Ob die Bewehrung in den Fugen unterbrochen wird, entscheidet der Bauingenieur, nicht der Fugenschneider.

Breite des Schnitts

Der Grundschnitt mit der Scheibe ist in der Regel etwa 3 bis 5 mm breit. Soll die Fuge später mit einem dauerelastischen Dichtstoff gefüllt werden, wird sie nach einigen Wochen oft mit einem zweiten Schnitt verbreitert. So hat der Dichtstoff genug Platz und kann arbeiten. Das Verhältnis von Breite zu Tiefe der Füllung gibt der Hersteller des Dichtstoffs vor.

Womit die Fugen gefüllt werden

  • Polyurethan- oder Hybriddichtstoff ist die übliche Wahl für Garagen, Terrassen und Höfe. Er folgt der Bewegung elastisch und schützt die Fuge vor Wasser und Schmutz
  • Halbstarre Füllungen aus Epoxid oder Polyurea kommen in Hallen und Lagern zum Einsatz, wo Stapler mit harten Rädern fahren. Ein weicher Dichtstoff würde die Kanten dort nicht stützen, und sie würden abbrechen
  • Ohne Füllung bleiben Fugen in Unterlagsböden und Unterbeton, die später überdeckt werden. Der Schnitt muss dann aber in den Bodenbelag übernommen werden

Vor dem Abdichten kommt in tiefere Fugen eine Rundschnur aus Schaumstoff als Hinterfüllung. So klebt der Dichtstoff nicht am Fugengrund und kann sich frei dehnen. Die Flanken werden nach Herstellerangabe mit einem Primer vorbehandelt. Gefüllt wird erst, wenn der Beton den Grossteil seines Schwindens hinter sich hat, in der Regel frühestens nach einigen Wochen. Eine zu früh gefüllte Fuge öffnet sich weiter, und der Dichtstoff reisst an einer Flanke ab.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht und wie sie mit anderen Gewerken zusammenhängt

Faktoren, die den Aufwand bestimmen

  • Gesamtlänge der Schnitte und Plattendicke: Ein tieferer Schnitt geht langsamer und nutzt die Scheibe stärker ab
  • Härte der Gesteinskörnung: Beton mit hartem Flusskies oder mit Stahlfasern schneidet sich langsamer als Beton mit weicherem Kalkstein
  • Termin: Schneiden in der Nacht, am Wochenende oder auf kurzfristigen Abruf ist für die Firma aufwendiger
  • Gliederung der Fläche: Viele kurze Schnitte, Ecken und Nachschnitte an Wänden brauchen mehr Zeit als einige lange gerade Linien
  • Zugang und Umgebung: Innenräume ohne Wasserablauf, Trockenschnitt mit Absaugung, Transport der Maschine über Treppen
  • Nachschneiden von bestehendem altem Beton, das langsamer geht und oft erst nach dem Auftreten von Rissen gemacht wird
  • Bodenheizung in der Platte, die eine genaue Einmessung und viel Sorgfalt verlangt

Abstimmung mit den Betonbauern

Der Fugenschneider muss wissen, wann das Betonieren beginnt und endet und wann das Abglätten fertig ist. Sinnvoll ist es, ihn gleich zusammen mit der Betonbaufirma zu bestellen oder vorher zu klären, ob die Betonbauer selbst schneiden. Wird in mehreren Etappen betoniert, hat jede Etappe ihr eigenes Zeitfenster.

Bodenheizung

Bei Unterlagsböden mit Bodenheizung plant man die Fugen zusammen mit den Heizkreisen. Kreisgrenzen, Türdurchgänge und grosse Flächen werden schon beim Einbringen mit einem Fugenprofil getrennt. Geschnitten werden nur zusätzliche Schwindfugen, und nur dort, wo keine Leitung liegt. Ein durchtrenntes Heizrohr bedeutet Aufspitzen des Unterlagsbodens und eine aufwendige Reparatur. Ohne verlässlich eingemessene Rohrtrassen wird über einer Bodenheizung deshalb nicht geschnitten.

Bodenleger und Plattenleger

Eine Fuge im Untergrund muss auch im fertigen Boden erscheinen. Bei verklebten Platten lässt der Plattenleger über dem Schnitt eine elastische Fuge mit Silikon offen oder setzt ein Fugenprofil ein. Werden die Platten vollflächig über die Fuge verlegt, wandert der Riss früher oder später in die Platten. Bei schwimmenden Bodenbelägen richtet man sich nach den Vorgaben des Belagsherstellers. Bei verklebtem Parkett werden die Fugen im Untergrund manchmal vor dem Kleben mit Harz kraftschlüssig geschlossen, aber erst, wenn klar ist, dass sie sich nicht mehr bewegen.

Wohnungen und Mehrfamilienhäuser

Das Nachschneiden von bestehendem Beton in einer Wohnung oder in gemeinsamen Räumen ist laut und staubig. Den Termin sprechen Sie mit der Liegenschaftsverwaltung, im Stockwerkeigentum mit der Gemeinschaft, oder mit dem Hauswart ab und informieren die Nachbarn vorher. Das übliche Schneiden von Fugen in einen neuen Boden ist kein Eingriff in die Tragkonstruktion. Soll aber in eine Decke oder eine andere tragende Platte geschnitten werden, entscheidet der Bauingenieur.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu spät geschnitten: Die wilden Risse waren schneller als die Maschine. Die Platte hat dann Schnitte und daneben trotzdem Risse
  • Zu früh geschnitten: Ausgefranste Kanten mit herausgerissenen Körnern, die unter Last weiter abbrechen
  • Zu flacher Schnitt: Der Riss umgeht die Fuge und entsteht ein paar Zentimeter daneben
  • Zu grosse oder lang gezogene Felder: Querrisse mitten im Feld, typisch bei langen Zufahrten
  • Fehlende Fuge aus der einspringenden Ecke: Schräger Riss von der Ecke einer Stütze, eines Schachts oder eines Mauerknicks
  • Schnitt endet mitten in der Fläche: Der Riss läuft in Schnittrichtung weiter bis zum Rand
  • Schlamm nicht abgespült: Graue Flecken auf der Oberfläche und Fugen, die mit angetrocknetem Brei verstopft sind
  • Nachbehandlung nach dem Schneiden abgebrochen: Die Oberfläche trocknet aus, es entsteht ein Netz aus Haarrissen und eine sandende Oberfläche
  • Zu früh abgedichtet: Der Dichtstoff löst sich mit der Zeit von einer Flanke, und Wasser läuft in die Fuge
  • Platten über die Fuge verlegt: Gerissene Platten in einer Linie genau über dem Schnitt, oft erst nach der ersten Heizperiode

Die meisten dieser Fehler lassen sich nicht ganz beheben. Risse kann man mit Harz verfüllen oder aufschneiden und mit Dichtstoff füllen. So sauber wie mit gut getimten Schnitten sieht die Platte danach aber nicht mehr aus.

Anleitung für Heimwerker: Fugen in eine kleine Aussenfläche schneiden

Wenn Sie eine kleine Terrasse, einen Gartenweg oder den Boden eines Gartenhauses betonieren, können Sie die Fugen mit einem gemieteten Fugenschneider mit Wasserkühlung selbst schneiden. Rechnen Sie damit, dass der Beton den Termin bestimmt und nicht der Kalender, und reservieren Sie die Maschine rechtzeitig. Tragende Platten, Böden mit Bodenheizung und grosse Flächen überlassen Sie besser einer Firma. Tragen Sie bei der Arbeit Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe, feste Schuhe und eine Atemschutzmaske.

  1. Vor dem Betonieren den Fugenplan zeichnen, mit möglichst quadratischen Feldern und einer Fuge aus jeder einspringenden Ecke.
  2. Fugenschneider mit Diamantscheibe für frischen Beton für den Betoniertag und den Folgetag reservieren.
  3. Die Lage jeder Fuge am Rand der Schalung markieren, damit sich die Linien nach dem Betonieren schnell übertragen lassen.
  4. Nach dem Betonieren und Abglätten die Oberfläche beobachten und einige Stunden nach dem Erstarren durch Anritzen prüfen.
  5. Die Linien mit der Schlagschnur zwischen den Markierungen an der Schalung anzeichnen.
  6. Die Schnitttiefe auf etwa ein Drittel der Plattendicke einstellen.
  7. Einen kurzen Probeschnitt am Rand machen und prüfen, ob die Kanten ausbrechen.
  8. Das Wasser auf die Scheibe stellen und jede Linie in einem Zug von Rand zu Rand schneiden, ohne in der Mitte anzuhalten.
  9. Die Maschine langsam und gerade führen, nicht mit Kraft nach vorne drücken.
  10. Stellen am Rand, die die Maschine nicht erreicht, mit Winkelschleifer, Diamantscheibe und Führungslatte nachschneiden.
  11. Den Schlamm sofort von der Oberfläche und aus den Fugen spülen.
  12. Die Platte wieder mit Folie abdecken oder je nach Wetter einige Tage feucht halten.
  13. Nach einigen Wochen die Fugen reinigen, Rundschnur einlegen und nach Herstellerangabe mit elastischem Dichtstoff füllen.

Kontrolle der fertigen Arbeit und Abnahme

Den Schnitt selbst können Sie gleich nach der Arbeit prüfen, das eigentliche Ergebnis zeigen aber erst die folgenden Tage. Erscheint nach einiger Zeit unter dem Schnitt ein feiner Haarriss, funktioniert die Fuge genau so, wie sie soll. Problematisch sind Risse ausserhalb der Fugen. Bei der Abnahme lohnt es sich, die ganze Fläche abzugehen und Folgendes zu prüfen:

  • Die Fugeneinteilung entspricht dem vereinbarten Plan oder dem Projekt
  • Die Fugen sind gerade, durchgehend und laufen von Rand zu Rand oder in eine andere Fuge
  • Aus jeder einspringenden Ecke, Stütze, jedem Schacht und jeder Türöffnung führt eine Fuge
  • Die an mehreren Stellen gemessene Schnitttiefe entspricht der Vereinbarung
  • Die Schnittkanten sind sauber, ohne ausgerissene Körner und abgebrochene Stücke
  • Bei Bodenheizung sind die Rohre unbeschädigt, was eine Druckprobe oder Kontrolle der Heizkreise bestätigt
  • Oberfläche und Fugen sind frei von Schlamm und angetrocknetem Brei
  • Auf der Fläche sind keine wilden Risse ausserhalb der Fugen
  • Die Platte wird nach dem Schneiden weiter nachbehandelt
  • Es ist vereinbart, wer die Fugen wann und mit welchem Material füllt
  • Bei einem Boden unter Platten haben Sie die Lage der Fugen für den Plattenleger eingezeichnet

Häufige Fragen

Dann, wenn der Beton fest genug ist, dass die Scheibe keine Körner herausreisst, aber noch nicht gerissen ist. Mit einem üblichen Fugenschneider ist das in der Regel etwa 6 bis 24 Stunden nach dem Betonieren, im Sommer früher, bei Kälte später. Den genauen Moment zeigen Anritzen und ein Probeschnitt.

Ähnliche Arbeiten

Blog

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.