Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Betonarbeiten: Preis pro m³ und m² 2026 und Ablauf

Zu Betonarbeiten gehören Schalung, Armierung und das Betonieren von Fundamenten, Platten und Treppen, dazu Unterlagsboden und die Bearbeitung von Betonoberflächen. Was Sie am Ende bezahlen, hängt vor allem vom Bauteil, der Schichtstärke, dem Aufwand für die Schalung und davon ab, wie der Beton an seinen Platz kommt.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
73.17 CHF/ m³
Richtwert-Spanne
58.50 CHF - 95.14 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Für das Betonieren von Streifenfundamenten in die vorbereitete Baugrube bezahlen Sie gemäss aktueller Preisliste 73.17 CHF pro m³ Arbeitsleistung. Schalung, Armierung, das Pumpen des Betons und die Oberflächenbearbeitung kommen separat dazu, je nachdem, wie viel davon an Ihrem Bauteil tatsächlich anfällt.

Leistungsarten und ihre Preise

73.17 CHF
pro m³
Streifenfundamente

Meist die erste Betonierarbeit auf der Baustelle, der Beton wird direkt in die vorbereitete und armierte Baugrube eingebracht.

14.64 CHF
pro m²
Magerbeton

Dünne Ausgleichsschicht unter der Bodenplatte oder dem Boden, dient als ebene Unterlage für die Abdichtung und erleichtert die weiteren Arbeiten.

32.93 CHF
pro m²
Schalung für Fundamente und Wände

Die Schalung bestimmt Form und Mass der Konstruktion, sie muss genügend steif sein, um dem Druck des Frischbetons standzuhalten.

640.26 CHF
pro t
Armierung

Die Armierung aus Betonstahl wird gemäss Armierungsplan verlegt, sie gibt der Konstruktion die nötige Zugfestigkeit.

4.94 CHF
pro m²
Armierungsnetze

Werden bei Platten und Unterlagsböden anstelle gebundener Armierung eingesetzt und mit vorgeschriebener Überlappung verlegt.

13.72 CHF
pro m²
Maschineller Unterlagsboden

Der Zementunterlagsboden wird maschinell gepumpt und verteilt, er gleicht den Untergrund unter Bodenbelägen aus.

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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Betonarbeiten24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³73.17 CHF-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²14.64 CHF-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²32.93 CHF-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²10.60 CHF-
Bewehrung bindent640.26 CHF-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100m²4.94 CHF-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150m²5.50 CHF-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm14.64 CHF-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²14.64 CHF-
Maschinenestrich - Zementm²13.72 CHF-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²19.75 CHF-
Montage Ziegeldeckem²34.75 CHF-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm9.15 CHF-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²7.32 CHF-
Pumpen des Betonsm³-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Modellumfang für das Betonieren von Streifenfundamenten (15 m³)
Nur Betonieren in die Baugrube
15 m³ Streifenfundamente, direkt gegen das Erdreich betoniert, ohne Schalung und Armierung
1097.60 CHF
Betonieren mit Armierung
15 m³ Streifenfundamente und 0,3 t gebundene Armierung aus Betonstahl
1289.66 CHF
Betonieren mit Armierung, Schalung und Pumpen
15 m³ Streifenfundamente, Armierung, 20 m² Schalung über Terrain und Pumpen des Betons an den Einbauort
ab 1948.30 CHF
Richtsumme der Arbeit anhand der angegebenen Mengen. Nicht enthalten sind Anlieferung und Preis des Betons selbst, diese verrechnet das Betonwerk separat.

Vorbereitung vor dem Betonieren

01
Baugrube prüfen und säubern

Die Grubensohle muss eben sein, ohne lockeres Erdreich und ohne Schmutz. Sonst setzt sich der Beton später ungleichmässig.

02
Schalung erstellen

Der Fachmann stellt die Schalung nach den Massen aus dem Plan auf und stützt sie mit Spriessen ab. So hält sie dem Druck des frischen Betons stand und weicht nicht aus.

32.93 CHF/m²
03
Armierung verlegen

Der Stahl liegt auf Distanzhaltern. So ist er nach dem Betonieren rundum von Beton umschlossen, so wie es der Plan vorsieht.

640.26 CHF/t
04
Beton anliefern und pumpen

Kommt der Fahrmischer nicht nah genug heran oder ist der Weg weit, bringt eine Pumpe den Beton bis an die Einbaustelle.

05
Beton einbringen und verdichten

Der Beton wird Lage für Lage eingebracht und mit dem Vibrator verdichtet. Das treibt die Luftblasen heraus, und der Beton umschliesst die Armierung vollständig.

Arbeitsablauf

  1. 01Vor dem Betonieren Untergrund, Baugrube oder Schalung prüfen.
  2. 02Schalung nach den Massen aus dem Plan aufbauen.
  3. 03Armierung aus Betonstahl verlegen oder Armierungsnetze einlegen.
  4. 04Beton bestellen und anliefern lassen, bei Bedarf bis an die Einbaustelle pumpen.
  5. 05Beton Lage für Lage einbringen und mit dem Vibrator verdichten.
  6. 06Oberfläche mit der Latte abziehen, begehbare Flächen maschinell abtaloschieren.
  7. 07Frischen Beton während des Aushärtens feucht halten oder abdecken.
  8. 08Schalung erst entfernen, wenn der Beton genügend fest ist.

5 häufige Fehler

01
Betonieren, ohne die Armierung zu prüfen

Fehlen Distanzhalter oder ist die Betonüberdeckung zu gering, rostet der Stahl schneller und an der Oberfläche entstehen Risse.

02
Schalung zu schwach erstellt

Eine schwache Schalung baucht beim Betonieren aus. Das Bauteil verliert Mass und Ebenheit, und nach dem Aushärten ist die Korrektur sehr aufwendig.

03
Beton nicht vibriert

Ohne Verdichten bleiben Lufthohlräume im Beton. Sie machen ihn weniger fest und lassen Wasser ins Bauteil eindringen.

04
Zu früh ausgeschalt

Wer die Schalung entfernt, bevor der Beton genügend fest ist, riskiert Verformungen und Risse an den Kanten.

05
Keine Nachbehandlung nach dem Betonieren

Trocknet Beton an Sonne oder Wind aus, ohne dass ihn jemand feucht hält, erreicht er die geplante Festigkeit nicht, und die Oberfläche sandet ab.

Wann Betonarbeiten eine Berechnung durch den Bauingenieur brauchen

Beton bildet das tragende Gerüst der meisten Gebäude: Fundamente, Decken, Ringanker, Stürze, Treppen und Stützmauern. Bei tragenden Bauteilen zählt nicht, wie viele Jahre jemand schon betoniert. Es zählt die Berechnung des Bauingenieurs. Abmessungen der Fundamente, Betonsorte, Durchmesser und Lage der Armierung stehen in den Plänen. Die Bauleute auf der Baustelle setzen sie um. Wer vor Ort die Armierung durch eine dickere Platte ersetzt oder einen Ringanker weglässt, greift in die Tragsicherheit ein. Eine solche Änderung darf nur der zuständige Bauingenieur freigeben. Grundlage für die Bemessung von Betonbauteilen in der Schweiz ist die Norm SIA 262.

Auch bei kleineren Vorhaben wie einer Garagenplatte, einer Stützmauer im Garten oder einem befestigten Vorplatz lohnt sich ein kurzer Blick vom Fachmann. Eine Stützmauer, die Erddruck und Hangwasser aufnehmen muss, sieht harmlos aus, kann aber bei falscher Ausführung kippen. Wohnen Sie im Stockwerkeigentum und möchten an einer Decke oder tragenden Wand etwas verändern, sprechen Sie früh mit der Liegenschaftsverwaltung. Tragende Bauteile betreffen in der Regel das ganze Haus und nicht nur Ihre Wohnung.

Betonsorte, Konsistenz und was in die Bestellung gehört

Transportbeton wird in der Schweiz nach SN EN 206 bestellt. Die Bezeichnung sagt mehr als nur, wie fest der Beton ist. Ein Eintrag wie C25/30 XC2 C3 Dmax 16 besteht aus vier Teilen: Festigkeitsklasse, Umgebung, in der das Bauteil steht, Konsistenz der frischen Mischung und grösstes Korn der Gesteinskörnung. Viele Betonwerke führen zusätzlich standardisierte Betonsorten, die mit Buchstaben bezeichnet sind. Fragen Sie beim Werk nach, welche Sorte zu Ihrem Bauteil passt.

  • Festigkeitsklasse: Die erste Zahl steht für die Festigkeit eines Prüfzylinders, die zweite für die eines Würfels, beide in MPa. Für Magerbeton genügt meist eine tiefere Klasse. Bei tragenden Bauteilen legt der Bauingenieur die Klasse fest.
  • Umgebung (Expositionsklasse): XC bedeutet Karbonatisierung, also das langsame Nachlassen des Rostschutzes für die Armierung durch Luft und Feuchtigkeit. XF steht für Frost, XD für Chloride aus dem Streusalz. Ein Vorplatz, auf dem Autos parkieren und im Winter gesalzen wird, braucht einen anderen Beton als ein Fundament im trockenen Boden.
  • Konsistenz: Die Klassen sagen, wie flüssig die Mischung ist. Für das Pumpen bestellt man üblicherweise eine weiche bis sehr weiche Konsistenz. Steifer Beton geht nur schwer durch die Pumpe.
  • Gesteinskörnung: Die Korngrösse richtet sich nach der Dicke des Bauteils und nach der Dichte der Armierung. In dünne Bauteile und zwischen enge Armierung gehört ein kleineres Korn.

Häufig sieht man, dass jemand Wasser in den Fahrmischer giesst, damit sich der Beton leichter verteilen lässt. Jeder zusätzliche Liter verschlechtert aber das Verhältnis von Wasser zu Zement, den sogenannten Wasserzementwert. Der Beton wird schwächer und hält Frost schlechter aus. Brauchen Sie eine flüssigere Mischung, bestellen Sie sie direkt im Betonwerk mit Fliessmittel. Bewahren Sie den Lieferschein jedes Fahrmischers auf. Darauf stehen die Betonsorte und die Mischzeit, und er ist der einzige Beleg dafür, was wirklich im Bauteil steckt.

Betonieren organisieren: Menge, Transport, Zufahrt

Eine Baustellenmischmaschine lohnt sich bei Einzelfundamenten, kleinen Flächen und kleinen Ergänzungen. Bei grösseren Mengen reicht sie nicht mehr. Eine Bodenplatte von 14 × 10 m mit 20 cm Stärke hat 28 m³. Das sind vier Fahrmischer zu 7,5 m³, aber Hunderte Füllungen einer normalen Mischmaschine. Von Hand liesse sich eine solche Platte nicht in einem Zug und in gleichbleibender Qualität betonieren.

Beziehen Sie Beton aus dem Werk, überlegen Sie sich vorher Folgendes:

  • Zufahrt für den schweren Fahrmischer, ob der Weg sein Gewicht trägt und ob er wenden kann
  • Reichweite der Schüttrinne, die nur wenige Meter beträgt, sodass für entfernte Stellen, Decken und Arbeiten hinter dem Haus eine Betonpumpe nötig ist
  • Lückenlose Anlieferung, damit die eingebrachte Schicht nicht anzieht, bevor der nächste Fahrmischer kommt
  • Genügend Leute und Werkzeug zum Verteilen, Verdichten und Abziehen
  • Verarbeitungszeit, denn der Beton muss in der Regel innerhalb von etwa 90 Minuten nach dem Mischen eingebaut sein, bei Hitze noch früher

Bestellen Sie die Menge mit einer kleinen Reserve. Eine Baugrube ist nie ganz eben, und die Schalung gibt unter dem Druck des Betons etwas nach. Fehlt am Ende des Tages ein Kubikmeter, entsteht eine Arbeitsfuge dort, wo niemand sie geplant hat.

Fundamente: woran Sie vor dem ersten Kubikmeter denken sollten

Fundamente müssen in die frostfreie Tiefe reichen, also dorthin, wo der Frost im Winter nicht hinkommt. Im Mittelland sind das meist rund 80 cm, in höheren Lagen und in manchen Böden deutlich mehr. Die genaue Tiefe und Breite legt der Bauingenieur fest, je nachdem, wie viel der Baugrund trägt. Die Sohle der Baugrube soll im gewachsenen, ungestörten Boden liegen. Ist sie nach einem Regen aufgeweicht oder schlammig, tragen Sie die nasse Schicht vor dem Betonieren ab.

In die Baugrube gehören schon vor dem Betonieren Dinge, die sich später nur schwer oder gar nicht mehr einbauen lassen:

  • Fundamenterder: ein Stahlband für die Erdung, das nach dem Plan der Elektroinstallation in die Fundamente kommt. Planen und anschliessen darf ihn nur ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV. Seine Kontrolle gehört zur Abnahme der Elektroinstallation.
  • Schutzrohre und Durchführungen: für Abwasser, Wasser, Strom und gegebenenfalls Gas. Eine nachträgliche Kernbohrung durch das fertige Fundament ist aufwendig und schwächt das Bauteil.
  • Schutz vor Radon und Wasser: Bei einer Bodenplatte richtet sich der Aufbau der Abdichtung nach dem Radonrisiko am Standort und nach dem Grundwasserspiegel. Gerade im Jura, in den Alpen und im Tessin ist Radon ein Thema. Die Radonkarte des Bundes gibt eine erste Einschätzung. Der Magerbeton darunter sorgt für eine ebene, tragfähige Unterlage.

Schalung, verlorene Schalung und Decken

Frischer Beton drückt auf die Schalung wie eine dicke Flüssigkeit, von der ein Kubikmeter rund 2,4 Tonnen wiegt. Je höher und schneller man betoniert, desto grösser wird der Druck. Deshalb betoniert man hohe Wände in Lagen. Eine klassische Schalung aus Brettern und Kanthölzern eignet sich für ungewöhnliche Formen, eine Systemschalung mit Rahmen für Wände und wiederkehrende Bauteile. Streichen Sie die Schalflächen mit Schalöl ein. Sonst klebt der Beton an, und beim Ausschalen leidet die Oberfläche.

Verlorene Schalung

Eine verlorene Schalung bleibt im Bauteil und wird nicht entfernt. Dazu gehören Schalungssteine aus Beton oder Polystyrol, die man armiert und ausgiesst, sowie Elementdecken. Eine Elementdecke ist eine dünne vorgefertigte Platte mit eingelegter Gitterarmierung. Sie liegt auf Spriessen auf und wird auf der Baustelle mit Überbeton ergänzt.

Rippendecke mit Füllkörpern

In der Schweiz sind die meisten Decken aus Ortbeton oder als Elementdecken ausgeführt. Bei Umbauten und bei manchen Systemen trifft man aber auf Rippendecken aus vorgefertigten Trägern mit Gitterarmierung und Füllkörpern dazwischen. Die Träger liegen auf dem Mauerwerk mit der Auflagerlänge, die der Hersteller vorgibt, und werden nicht mit Dübeln befestigt. Die Montagespriessen gehören unter die Träger in den Abständen des Herstellers, nicht in die Mitte zwischen zwei Träger. Auf die Füllkörper kommt ein Armierungsnetz, dazu der Ringanker, und anschliessend wird alles mit Überbeton vergossen.

Treppe

Bei einer Treppe bilden senkrechte Stirnbretter die Stufen und bestimmen ihre Höhe. Den ganzen Lauf trägt die schräge Untersicht-Schalung. Alle Stufen müssen gleich hoch sein, und Sie müssen die Stärke des späteren Bodenbelags auf dem Podest und unten am Treppenfuss einrechnen. Wer sich bei der ersten oder letzten Stufe um einen Zentimeter vertut, kann das nach dem Betonieren nur mit grossem Aufwand korrigieren.

Armierung und Betonüberdeckung

Warum steckt Stahl im Beton? Beton hält Druck sehr gut aus, Zug dagegen schlecht. Den Zug übernimmt deshalb der Stahl, und der Beton schützt ihn im Gegenzug vor Rost. Das funktioniert nur, wenn die Armierung von einer genügend dicken Betonschicht bedeckt ist. Diese Überdeckung beträgt je nach Umgebung und Bauteil grob 20 bis 50 mm, bei Beton direkt gegen das Erdreich deutlich mehr. Sie halten sie mit Distanzhaltern ein, bei oberen Netzen in Platten mit Stahlböcken.

Armierungsnetze überlappen sich, meist um eine bis zwei Maschen, je nach Plan. Oft liegen die Netze direkt auf dem Untergrund, und beim Betonieren versucht jemand, sie mit dem Rechen hochzuziehen. Meistens landen sie trotzdem am Boden der Platte, wo sie kaum etwas bewirken. Bei tragenden Bauteilen kontrolliert die Bauleitung oder der Bauingenieur die Armierung vor dem Betonieren und hält das im Bautagebuch fest.

Verdichten und Oberfläche bearbeiten

Stecken Sie den Innenvibrator senkrecht und in regelmässigen Abständen ein. Zwischen zwei Eintauchstellen liegt grob das Acht- bis Zehnfache des Flaschendurchmessers. Vibrieren Sie, bis keine Blasen mehr aufsteigen und sich ein dünner Film aus Zementleim zeigt. Betonieren Sie in Lagen, muss die Flasche auch in die untere Lage reichen, damit sich beide verbinden. Vorsicht bei zu langem Vibrieren an einer Stelle: Die Mischung entmischt sich, das schwere Korn sinkt ab, und oben sammelt sich Wasser mit Feinanteilen.

Platten und Böden verdichtet und zieht man mit einer Vibrierlatte ab, die auf Lehren geführt wird. Begehbare und industrielle Böden glättet man danach mit Flügelglättern. Soll die Oberfläche widerstandsfähiger werden, streut man eine Hartstoffeinstreuung ein. Für diesen Schritt bleibt nur ein kurzes Zeitfenster. Wer zu früh glättet, zieht Wasser aus dem Beton. Wer zu spät glättet, bekommt die Oberfläche nicht mehr geschlossen.

Nachbehandlung, Wetter und Fugen

Beton wird nicht fest, weil er austrocknet. Er erhärtet durch eine chemische Reaktion von Zement und Wasser. Verdunstet das Wasser an der Oberfläche zu früh, stoppt die Reaktion, und die Oberfläche bleibt weich, staubig und mit einem Netz feiner Risse überzogen. Halten Sie den Beton deshalb einige Tage, meist mindestens eine Woche, feucht: durch Benetzen, mit Folie, mit nassem Vlies oder mit einem Nachbehandlungsmittel.

  • Sommer: früh am Morgen betonieren, Untergrund und Schalung anfeuchten und den Beton gleich nach dem Abziehen vor Sonne und Wind schützen.
  • Kalte Jahreszeit: Ab etwa +5 °C und darunter erhärtet Beton viel langsamer. Trifft Frost den frischen Beton, bevor er eine erste Festigkeit erreicht hat, schädigt er ihn dauerhaft. Hilfreich sind wärmerer Beton aus dem Werk, ein Beschleuniger und eine Abdeckung mit Dämmmatten.
  • Ausschalen: Die seitliche Schalung von Wänden und Fundamenten entfernt man meist nach einigen Tagen. Die Spriessen unter Decken bleiben viel länger stehen, grob 21 bis 28 Tage oder so lange, wie der Bauingenieur es vorgibt. Decken ohne seine Einschätzung schon nach 7 bis 14 Tagen auszuspriessen, ist riskant.
  • Schwindfugen: Grosse Platten und Vorplätze teilt man in Felder. Die Fugen schneidet man meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden, etwa auf einen Viertel bis einen Drittel der Plattenstärke. Fehlen die Fugen, sucht sich der Beton seine Risse selbst, und zwar dort, wo es ihm passt.

Unterlagsböden: Zement und Anhydrit

Ein Unterlagsboden trägt nicht. Er verteilt die Last und schafft eine ebene Unterlage für den Bodenbelag. Ein schwimmender Zementunterlagsboden auf Dämmung ist meist rund 50 mm stark. Bei einer Bodenheizung richtet sich die Überdeckung über den Rohren nach den Angaben des Systemherstellers. Ein Anhydrit-Fliessunterlagsboden ist flüssig und verläuft von selbst, deshalb kann er dünner sein. Für dauerhaft feuchte Räume und für draussen eignet er sich aber nicht, und nach dem Erhärten muss man seine Oberfläche anschleifen.

Viele Mängel entstehen, weil der Belag auf einen noch feuchten Unterlagsboden kam. Eine alte Faustregel sagt, dass Zementunterlagsboden grob 1 cm pro Woche trocknet, und das nur bei den ersten vier Zentimetern. Dickere Schichten trocknen deutlich langsamer. Verlassen können Sie sich nur auf eine Messung der Restfeuchte mit der CM-Methode (Ergebnis in % CM). Die Grenzwerte gibt der Hersteller des Belags vor. Bei Zement liegen sie meist um 2 % CM, bei Anhydrit um 0,5 % CM. Eine Bodenheizung muss der Sanitär- oder Heizungsinstallateur vor dem Verlegen nach Protokoll aufheizen, und der Plattenleger oder Bodenleger sollte dieses Protokoll sehen.

Anleitung für Heimwerker: Fundament für einen Zaunpfosten betonieren

Fundamente für einen Zaun, eine Pergola oder einen Gartenunterstand schafft auch ein geschickter Laie. Achten Sie beim Graben auf Leitungen im Boden. Stossen Sie auf eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, hören Sie sofort auf, entfernen Sie sich auf sichere Distanz und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an.

  1. Lage der Leitungen im Boden bei den Werken für Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation erfragen und die Zaunachse mit einer Schnur abstecken.
  2. Loch bis in die frostfreie Tiefe ausheben, im Mittelland meist rund 80 cm, etwa dreimal so breit wie die Kante des Pfostens.
  3. Eine Schicht Kies einfüllen und verdichten, damit Wasser vom Pfostenfuss abläuft.
  4. Pfosten oder Pfostenträger einsetzen, mit der Wasserwaage in zwei Richtungen ausrichten und mit schrägen Latten sichern.
  5. Sackbeton genau nach Anleitung auf der Packung anmischen, ohne zusätzliches Wasser, und dabei Handschuhe und Schutzbrille tragen, weil Zement Haut und Augen reizt.
  6. Beton in Lagen einfüllen, jede Lage mit einem Stab stochern, damit die Luft entweicht, und laufend prüfen, ob der Pfosten senkrecht steht.
  7. Oberfläche mit Gefälle vom Pfosten weg abziehen, damit am Fuss kein Wasser stehen bleibt, und den Beton einige Tage feucht halten und vor Frost schützen.
  8. Zaunfelder erst montieren, wenn der Beton erhärtet ist, grob nach einer Woche, schwere Tore nach Angaben des Herstellers noch später.

So nehmen Sie Betonarbeiten ab

  • Die Lieferscheine entsprechen der Betonsorte und Expositionsklasse aus den Plänen
  • Die Armierung wurde vor dem Betonieren kontrolliert und im Bautagebuch festgehalten
  • Masse, Höhen und Lage der Durchführungen stimmen mit den Plänen überein
  • Die Oberfläche zeigt keine Kiesnester, Hohlstellen oder freiliegende Armierung, und die Kanten sind gerade
  • Die Ebenheit von Platten und Unterlagsböden ist mit einer langen Latte geprüft
  • Schwind- und Dehnfugen sind wie geplant geschnitten oder eingelegt
  • Sie wissen, wie und wie lange der Beton nachbehandelt wurde, und haben Notizen zum Wetter während des Betonierens
  • Bei Unterlagsböden liegt vor dem Verlegen des Belags ein Protokoll der Feuchtemessung vor

Häufige Fragen

Gemäss aktueller Preisliste kostet das Betonieren von Streifenfundamenten in die vorbereitete Baugrube 73.17 CHF pro m³ Arbeitsleistung. Schalung, Armierung und das Pumpen des Betons kommen separat dazu, je nach tatsächlichem Umfang.

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.