Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonarbeiten | ||||
| Montage Ziegeldecke | m² | CHF 40.35 | - | |
| Betonieren der Streifenfundamente in den Aushub | m³ | CHF 80.70 | - | |
| Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschicht | m² | CHF 16.15 | - | |
| Betonieren Bodenplatte 100 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 150 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 200 mm | m² | - | ||
| Schalung für Fundamente und Wände herstellen | m² | CHF 36.35 | - | |
| Deckenschalung (System Doka/Peri) | m² | - | ||
| Ausschalen der Decke | m² | CHF 11.70 | - | |
| Bewehrung binden | t | CHF 706.35 | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100 | m² | CHF 5.45 | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150 | m² | CHF 6.05 | - | |
| Treppe betonieren inkl. Schalung | m³ | - | ||
| Treppenschalung montieren | lfm | - | ||
| Treppenschalung ausbauen | lfm | CHF 24.20 | - | |
| Handverlegter Bodenestrich bis 7 cm | m² | CHF 18.15 | - | |
| Maschinenestrich - Zement | m² | CHF 21.20 | - | |
| Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend) | m² | CHF 23.80 | - | |
| Bitumen-Voranstrich | m² | - | ||
| Verlegung Bitumenbahn | m² | - | ||
| Dehnfugen schneiden | lfm | CHF 10.10 | - | |
| Maschinelles Glätten der Betonoberfläche | m² | CHF 9.10 | - | |
| Pumpen des Betons | m³ | - | ||
Was eine Ziegeldecke ist und woraus sie besteht
Die Ziegeldecke ist eine sogenannte teilvorgefertigte Decke. Ein Teil kommt fertig aus dem Werk auf die Baustelle, der Rest entsteht vor Ort beim Betonieren. Am Ende haben Sie eine zusammenhängende Stahlbetonplatte mit einer Untersicht aus Ziegel.
Die wichtigsten Bauteile
- Ziegelträger haben unten eine Ziegelschale, in der ein räumlicher Gitterträger aus Stahl einbetoniert ist. Dieser ragt oben aus dem Träger heraus und verbindet ihn nach dem Betonieren mit der Platte. Die Träger gibt es in verschiedenen Längen, passend zur Spannweite des Raums.
- Deckenziegel sind hohle Füllkörper, die zwischen die Träger gelegt werden. Es gibt sie in mehreren Höhen. Welche Höhe nötig ist, bestimmt der Bauingenieur anhand von Spannweite und Belastung.
- Der Aufbeton ist die Betonschicht über den Ziegeln, meist etwa 4 bis 6 cm dick. Darin liegt ein Armierungsnetz. Der Beton füllt auch die Zwischenräume über den Trägern und bildet so die tragenden Rippen.
- Der Ringanker ist ein Stahlbetonband, das ringsum auf den tragenden Wänden liegt. Er verbindet die Decke mit dem Mauerwerk und steift das ganze Haus aus.
- Die Montagespriessung besteht aus Deckenspriessen und Jochträgern oder Kanthölzern. Sie trägt die Decke, bis der Beton fest genug ist.
Warum gerade Ziegel
Die Untersicht besteht aus dem gleichen Material wie das Backsteinmauerwerk. Der Gipser kann deshalb an der Decke ähnlich arbeiten wie an den Wänden, der Putz haftet gut. Die Decke ist leichter als eine volle Betonplatte gleicher Dicke, was Mauerwerk und Fundamente entlastet. Die Hohlräume dämpfen den Luftschall zwischen den Geschossen etwas. Den Trittschall müssen Sie trotzdem mit einem schwimmenden Unterlagsboden lösen.
Wann die Ziegeldecke passt und wann eine andere Lösung besser ist
Die Ziegeldecke eignet sich gut für einfache Grundrisse von Einfamilienhäusern mit üblichen Spannweiten. Die Träger sind leicht genug, dass zwei Personen sie von Hand tragen und verlegen können. Auf der Baustelle reicht ein Mischer oder ein Fahrmischer mit Betonpumpe.
Vergleich mit anderen Deckensystemen
- Ortbetondecke: Sie bewältigt komplizierte Formen, grössere Spannweiten, Auskragungen und Balkone. Dafür braucht es eine Schalung über die ganze Fläche, mehr Armierung und mehr Beton. In der Schweiz ist sie der Normalfall im Wohnungsbau.
- Vorgespannte Hohldielen: Sie sind schnell verlegt, oft an einem Tag, und sofort begehbar. Nötig sind aber ein Kran, eine gute Zufahrt und sehr genau gemauerte Wände. Für unregelmässige Grundrisse eignen sie sich weniger.
- Elementdecken: Das sind dünne vorgefertigte Betonplatten mit Armierung, auf die der Rest der Deckenstärke betoniert wird. Die Untersicht ist glatter Beton, die Montage erfolgt ebenfalls mit Kran.
- Holzbalkendecke: Sie ist leicht und schnell gebaut. Im Holzbau oder über dem obersten Geschoss unter dem Dach ist sie sinnvoll, sie dämpft Schall aber schlechter und ist weniger steif als eine Betonplatte.
Wo die Ziegeldecke an Grenzen stösst
Für grosse offene Räume ohne Zwischenstützen rät der Ingenieur oft davon ab oder plant höhere Deckenziegel und dichter liegende Träger. Auskragende Balkone lassen sich mit dem System nicht direkt bauen. In der Praxis werden sie als Ortbetonteil ausgeführt und an die übrige Decke angeschlossen. Wenn in einem alten Haus eine Holzbalkendecke durch eine Ziegeldecke ersetzt wird, muss geklärt sein, ob das bestehende Mauerwerk die schwerere Konstruktion trägt. Ohne Beurteilung durch einen Bauingenieur sollten Sie das nicht angehen. In einem Haus im Stockwerkeigentum gehört die Decke zu den gemeinschaftlichen Teilen, sprechen Sie deshalb vorher mit der Verwaltung.
Was bereit sein muss, bevor die Equipe kommt
Eine Decke ist ein tragendes Bauteil. Sie wird nicht nach Augenmass verlegt, sondern nach Plan. Die meisten Probleme entstehen schon, bevor der erste Träger liegt.
Verlegeplan
Zur Decke gehört ein Verlegeplan. Er legt Typ und Länge der Träger fest, ihre Lage, die Höhe der Deckenziegel, die Stellen mit Doppelträgern und Auswechslungen, die Armierung des Ringankers und die Betonsorte. Den Plan erstellt der Bauingenieur oder die technische Abteilung des Herstellers auf Grundlage der Baupläne. Ohne ihn weiss der Lieferant meist gar nicht, welche Träger er liefern soll.
Bereitschaft der Baustelle
- Die tragenden Wände sind auf der geplanten Höhe fertig und waagrecht. Weichen die Wandhöhen ab, liegen die Träger schief und die Decke wird uneben.
- Der Boden unter der Decke, also Bodenplatte oder darunterliegende Decke, muss die Spriessen tragen. Auf weichem Auffüllmaterial ohne Unterlage sinken sie ein.
- Das Material liegt auf der Baustelle und ist geschützt gelagert. Träger gehören waagrecht auf Unterlagshölzer, nicht schräg an eine Wand gelehnt.
- Genügend Spriessen und Jochträger sind vorhanden. Wie viele es braucht, ergibt sich aus Spannweiten und Herstellerangaben.
- Elektroinstallateur und Sanitärinstallateur wissen, wo Leuchten, Abwasserdurchführungen, Lüftung und Kamin hinkommen.
Sicherheit
Gearbeitet wird in der Höhe und über freiem Raum. Deckenränder brauchen einen Seitenschutz, Treppenöffnungen werden abgedeckt oder abgesperrt. Der Baustrom und alle elektrischen Anschlüsse auf der Baustelle gehören in die Hände eines Elektroinstallateurs mit Bewilligung nach NIV. Die Verlegung der Decke selbst ist keine Laienarbeit. Bei Eigenleistung können Sie als Helfer mitarbeiten, Ablauf und Kontrolle sollten aber erfahrene Fachleute und die Bauleitung übernehmen.
Wie die Montage Schritt für Schritt abläuft
Auflager vorbereiten
Auf die Mauerkrone wird dort, wo die Träger aufliegen, ein Mörtelbett aufgetragen. Es gleicht kleine Unebenheiten aus. Der Träger muss satt aufliegen, nicht nur auf einer Steinkante. Die Auflagerlänge geben Hersteller und Ingenieur vor, meist etwa 12 bis 15 cm auf jeder Seite.
Spriessung stellen
Vor dem Verlegen oder gleich danach kommt die Montagespriessung unter die Träger. Quer zu den Trägern laufen Jochträger oder Kanthölzer auf Deckenspriessen. Den Abstand bestimmt der Hersteller, üblich sind etwa 1,5 bis 1,8 m. Bei längeren Spannweiten wird die Spriessung in der Mitte leicht überhöht, damit die Decke unter Last gerade wird. Diese Überhöhung gibt der Plan vor, nicht die Schätzung der Equipe.
Träger verlegen
Die Träger werden im Achsabstand verlegt, der sich aus der Breite der Deckenziegel ergibt. Man legt die ersten zwei Träger, setzt an beiden Enden je einen Deckenziegel als Lehre dazwischen und richtet danach die weiteren aus. Unter Trennwänden, die quer zu den Trägern stehen, muss man nichts ändern. Unter Wänden parallel zu den Trägern verlangt der Plan oft Doppelträger. Bei Öffnungen für Treppe, Kamin oder Schacht braucht es eine Auswechslung: Die Träger werden unterbrochen und die Last auf verstärkte Nachbarträger oder einen Ortbetonbalken übertragen.
Deckenziegel einlegen
Die Ziegel werden trocken, ohne Mörtel, dicht aneinander zwischen die Träger gelegt. Die Randziegel beim Ringanker werden verschlossen, damit kein Beton in die Hohlräume läuft. Ziegel mit gebrochener Unterseite gehören nicht in die Decke, sie könnten später samt Putz herunterfallen. Direkt auf den Ziegeln läuft niemand. Die Arbeiter legen Laufbretter oder Bohlen, die das Gewicht auf die Träger verteilen.
Ringanker schalen und armieren
Aussen wird der Ringanker geschalt, oder man verwendet Ziegelschalen mit eingelegter Wärmedämmung. Die Dämmung verhindert an dieser Stelle eine Wärmebrücke. In den Ringanker kommt die Armierung nach Plan, meist vier Längseisen mit Bügeln. Auf die Ziegel wird das Armierungsnetz auf Distanzhaltern gelegt, damit es im Beton liegt und nicht ganz unten.
Leitungen und Durchbrüche
Jetzt ist die letzte Gelegenheit für Deckendosen, die in die Ziegel gesetzt werden, für Leerrohre im Aufbeton und für Aussparungen oder Rohre für Durchbrüche. Was hier vergessen geht, muss später in die fertige Decke gebohrt werden. Bohren in armierte Rippen ist immer ein Risiko.
Kontrolle vor dem Betonieren
Vor dem Betonieren sollten Bauleitung oder Bauingenieur Armierung und Auflager prüfen. Halten Sie die Kontrolle im Bautagebuch fest. Nach dem Betonieren lässt sich nichts mehr korrigieren.
Betonieren
Kurz vor dem Betonieren werden die Ziegel gründlich mit Wasser genässt. Trockener Ziegel würde dem Beton das Wasser entziehen, und der Beton in den Rippen könnte nicht richtig erhärten. Der Beton in der geplanten Sorte wird gleichmässig verteilt, nicht auf einen Haufen gekippt. Verdichtet wird mit dem Vibrator, vor allem in den Rippen und im Ringanker, wo leicht Luftlöcher bleiben. Danach wird die Oberfläche mit einer Latte abgezogen.
Nachbehandlung
Die ersten Tage nach dem Betonieren entscheiden über die Qualität. Die Oberfläche wird feucht gehalten, durch Benetzen oder Abdecken mit Folie, in der Regel mindestens eine Woche, bei Hitze und Wind länger. Unter etwa 5 °C wird ohne Wintermassnahmen nicht betoniert.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Der Aufwand kann von Baustelle zu Baustelle stark schwanken, auch wenn die Deckenfläche gleich gross ist.
Erleichtert
- Einfacher rechteckiger Grundriss mit gleichen Spannweiten und nur einem Trägertyp
- Genau gemauerte, waagrechte Wände ohne Nacharbeit
- Gute Zufahrt für Fahrmischer und Betonpumpe
- Rechtzeitig geliefertes Material, nahe beim Haus gelagert
- Fertiger Verlegeplan und klare Lage der Leitungen
Erschwert
- Verwinkelter Grundriss, schräge Wände und viele verschiedene Trägerlängen
- Viele Durchbrüche, Auswechslungen und Doppelträger
- Hohe Geschosse, die längere Spriessen und Gerüste verlangen
- Kombination mit Ortbetonteilen wie Balkon oder Unterzug
- Enge Platzverhältnisse oder Hanglage, wo der Beton umständlich hingebracht werden muss
- Umbau, bei dem die Decke in altes Mauerwerk eingebaut wird, oft mit unebener Mauerkrone und Abbrucharbeiten
- Ungünstiges Wetter, Hitze oder Kälte, das zusätzliche Nachbehandlung verlangt
Wenn Sie Offerten vergleichen, prüfen Sie, was die Position pro m² genau umfasst. Manchmal ist nur das Verlegen von Trägern und Ziegeln enthalten, anderswo auch Spriessung, Ringanker, Armierung und Betonieren. Der Unterschied im Leistungsumfang ist oft grösser, als er auf den ersten Blick wirkt.
Zusammenspiel mit den anderen Handwerkern
An der Decke treffen viele Berufe zusammen. Je besser sie sich vorher absprechen, desto weniger muss später in die fertige Konstruktion gespitzt werden.
- Maurer: Er mauert die Wände genau auf die geplante Höhe. Die Deckenhöhe beeinflusst Treppe, Raumhöhe und Fensterhöhe im oberen Geschoss.
- Bauingenieur: Er erstellt den Verlegeplan und prüft die Armierung vor dem Betonieren.
- Elektroinstallateur: Er setzt Deckendosen und Leerrohre vor dem Betonieren.
- Sanitärinstallateur und Heizungsinstallateur: Sie markieren Durchbrüche für Abwasser, Wasser und Heizung, damit später nicht gebohrt werden muss.
- Kaminbauer: Er gibt Grösse der Öffnung und Abstände zu brennbaren Materialien vor.
- Betonwerk: Es liefert den Beton in der richtigen Sorte und Konsistenz zur vereinbarten Zeit. Die Equipe muss bereitstehen, bevor der Fahrmischer kommt.
- Folgearbeiten: Nach der Decke folgen das nächste Geschoss oder der Dachstuhl, später Unterlagsboden und Deckenputz. Der Gipser putzt direkt auf den Ziegel, eine ebene Decke spart ihm viel Arbeit.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
In der Praxis wiederholen sich immer die gleichen Fehler. Die meisten entstehen aus Zeitdruck oder weil an der Spriessung gespart wird.
- Zu wenig Spriessen oder zu grosse Abstände: Die Träger biegen sich unter dem frischen Beton durch, und die Decke bleibt dauerhaft durchgebogen. Man sieht es an einer unebenen Untersicht und an Rissen im Putz.
- Zu kurzes oder unebenes Auflager: Der Träger kann sich verdrehen oder die Mauerkante ausbrechen. Später erscheinen Risse in der Ecke zwischen Wand und Decke.
- Trockene Ziegel beim Betonieren: Der Beton in den Rippen verliert Wasser, erhärtet schlecht und wird weniger fest. An der Oberfläche entstehen Haarrisse.
- Armierungsnetz am Boden: Ohne Distanzhalter sinkt das Netz auf die Ziegel und wirkt nicht. Die Deckenoberfläche kann reissen.
- Schlecht verdichteter Beton: In Rippen und Ringanker bleiben Kiesnester und Hohlräume. Die Konstruktion ist schwächer, die Armierung kann rosten.
- Offene Randziegel: Beton läuft in die Hohlräume, die Decke wird unnötig schwer, und der Beton fehlt dort, wo er hingehört.
- Zu früh ausgespriesst oder zu früh belastet: Paletten mit Backsteinen auf der jungen Decke oder Spriessen, die nach ein paar Tagen entfernt werden, führen zu Durchbiegung und Rissen.
- Vergessene Durchbrüche: Nachträgliches Bohren kann die Armierung einer Rippe durchtrennen. Bei grösseren Öffnungen braucht es den Ingenieur.
- Wand parallel zu den Trägern ohne Verstärkung: Der Träger gibt unter der Last der Wand mit der Zeit nach, und in der Wand zeigt sich ein Riss.
Wie lange es dauert und wann die Spriessung weg darf
Das Verlegen von Trägern und Ziegeln geht schnell. Bei einem üblichen Einfamilienhaus schafft eine erfahrene Equipe ein Geschoss meist in ein bis zwei Tagen. Schalung und Armierung des Ringankers, Armierungsnetz und Leitungen brauchen einen bis zwei weitere Tage. Das Betonieren eines Geschosses ist in der Regel an einem Tag erledigt.
Am längsten dauert das Warten. Beton erreicht seine geplante Festigkeit nach etwa 28 Tagen. Dann wird die Spriessung in der Regel entfernt, sofern Ingenieur oder Hersteller nichts anderes vorgeben. Manche Abläufe erlauben ein schrittweises Lösen früher, aber nur nach Plan. Bei kühlem Wetter erhärtet der Beton langsamer, die Frist wird länger. Begehen können Sie die Decke vorsichtig schon nach wenigen Tagen. Schweres Material sollten Sie aber erst lagern, wenn die Vorgaben des Ingenieurs erfüllt sind.
Wollen Sie gleich das nächste Geschoss mauern, fragen Sie den Ingenieur, ab wann das geht und ob die Spriessen stehen bleiben müssen. Auf eine gespriesste Decke zu mauern ist üblich, muss aber abgesprochen sein.
Anleitung für Heimwerker: was Sie als Bauherr selbst übernehmen können
Die Decke selbst verlegen und betonieren sollten Fachleute. Es gibt aber Aufgaben rund um die Montage, die Sie gut selbst erledigen können und die viel zur Qualität beitragen. Arbeiten Sie auf der Decke nur, wenn die Ränder gesichert sind.
- Mit Bauleitung und Lieferant den Liefertermin abstimmen und einen ebenen, befahrbaren Lagerplatz vorbereiten.
- Unterlagshölzer bereitlegen, damit Träger waagrecht und vom Boden abgehoben gelagert werden.
- Mit dem Elektroinstallateur die Lage aller Deckenleuchten auf dem Plan festlegen und vor Ort markieren.
- Durchbrüche für Abwasser, Lüftung und Heizung mit den Installateuren auf dem Plan eintragen.
- Gelieferte Deckenziegel auf Brüche prüfen und beschädigte Stücke aussortieren.
- Nach dem Betonieren die Oberfläche mindestens eine Woche lang feucht halten, bei Hitze mehrmals täglich.
- Die Decke in dieser Zeit freihalten und kein Material darauf abstellen lassen.
- Betonierdatum, Wetter und Ausspriessdatum im Bautagebuch notieren.
Kontrolle und Abnahme der fertigen Decke
Konzentrieren Sie sich bei der Abnahme auf das, was später schwer zu reparieren ist. Ein Teil wird vor dem Betonieren geprüft, ein Teil nach dem Ausspriessen. Es lohnt sich, die Bauleitung dabeizuhaben.
- Typ, Länge und Lage der Träger entsprechen dem Verlegeplan
- Die Träger liegen mit der vorgegebenen Auflagerlänge im Mörtelbett
- Doppelträger und Auswechslungen sind dort, wo der Plan sie verlangt
- Die Deckenziegel sind ganz, dicht verlegt und die Randziegel verschlossen
- Armierung des Ringankers und Armierungsnetz liegen nach Plan auf Distanzhaltern
- Die Kontrolle der Armierung vor dem Betonieren ist im Bautagebuch festgehalten
- Deckendosen und Durchbrüche sitzen an den vereinbarten Stellen
- Der Lieferschein bestätigt die vorgeschriebene Betonsorte
- Die Oberfläche des Aufbetons ist eben, ohne grössere Risse und Kiesnester
- Die Untersicht ist nach dem Ausspriessen eben und ohne sichtbare Durchbiegung
- Am Übergang zwischen Decke und Wänden sind keine Risse zu sehen
- Die Spriessung wurde erst zum Termin nach Plan oder Ingenieur entfernt
Häufige Fragen
Bei Eigenbauten helfen Bauherren oft mit, aber die Decke ist ein tragendes Bauteil. Sie brauchen einen Verlegeplan vom Ingenieur, eine erfahrene Equipe, die Spriessung und Armierung beherrscht, und eine Kontrolle durch die Bauleitung vor dem Betonieren. Ohne Erfahrung sollten Sie die Leitung dieser Arbeit nicht übernehmen.
Ziegel saugt Wasser auf. Ein trockener Deckenziegel würde dem frischen Beton das Wasser entziehen, das dieser zum Erhärten braucht. Der Beton in den Rippen wäre dann weniger fest und würde sich schlechter mit den Trägern verbinden.
In der Regel etwa 28 Tage, bis der Beton seine geplante Festigkeit hat. Die genaue Frist bestimmen Ingenieur oder Systemhersteller. Bei kühlem Wetter dauert es länger.
In die Deckenziegel können Sie normal bohren und dübeln, etwa für eine Leuchte, wenn Sie Dübel für Hohlbaustoffe verwenden. In Träger und armierte Betonrippen sollten Sie keine grösseren Löcher bohren. Bei Durchbrüchen über wenige Zentimeter fragen Sie den Ingenieur.
Eine Decke zwischen zwei beheizten Geschossen wird nicht wärmegedämmt, dort braucht es nur Trittschalldämmung unter dem Unterlagsboden. Eine Decke unter einem unbeheizten Estrich braucht dagegen eine Wärmedämmung, ebenso der Ringanker, damit keine Wärmebrücke entsteht. Dicke und Material legt die Planung fest. Für energetische Verbesserungen bei bestehenden Häusern lohnt sich ein Blick auf das Gebäudeprogramm Ihres Kantons.
Sie ist weniger verbreitet als Ortbetondecken oder Elementdecken, kommt aber bei Backsteinbauten und Einfamilienhäusern vor. Ob sie für Ihr Projekt passt, hängt von Grundriss, Spannweiten und Zufahrt ab. Klären Sie das früh mit Ihrem Bauingenieur und dem Baumeister.
Ähnliche Arbeiten
So wird ein Unterlagsboden bis 7 cm von Hand eingebracht: Vorbereitung, Zement oder Anhydrit, Trocknungszeit und Kontrolle bei der Abnahme.
Wie ein maschineller Zementunterlagsboden entsteht, was vorher bereit sein muss, welche Stärke passt, wie lange er trocknet und wie Sie ihn abnehmen.
Wie ein Anhydrit-Fliessunterlagsboden eingebracht wird, was vorher bereit sein muss, wie lange er trocknet und wann die Bodenheizung starten darf.
So läuft das maschinelle Glätten eines Betonbodens ab: richtiger Zeitpunkt, Einstreuung, Fugenschnitt, Nachbehandlung und Abnahme.
So wird eine Bodenplatte mit 100, 150 oder 200 mm betoniert: Untergrund, Armierung, Einbau, Nachbehandlung, typische Fehler und Abnahme.
So werden Streifenfundamente direkt gegen das Erdreich betoniert: Vorbereitung, Beton und Bewehrung, Ablauf, Nachbehandlung, typische Fehler und Abnahme.
Blog
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Arbeit
Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.