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Einbetonieren der Heizungsrohre

Beim Einbetonieren der Heizungsrohre werden die verlegten Rohre einer Fußbodenheizung mit Estrich überdeckt. Umgangssprachlich heißt das „einbetonieren“, fachlich ist es eine Estrichschicht und kein Beton. Diese Schicht schützt die Rohre, verteilt die Wärme über die ganze Fläche und bildet den tragfähigen Untergrund für Fliesen, Vinyl ode

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
11,98 €/ lfm
Richtwert-Spanne
9,50 € - 15,60 €
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm11,98 €-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.313,20 €-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.187,92 €-
Demontage WarmwasserspeicherStk.200,82 €-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.92,12 €-
Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizungm²6,45 €-
Fußbodenheizungsrohr verlegenm11,98 €-
Montage Verteiler FußbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.35,00 €-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.35,00 €-
Austausch RücklaufventilStk.35,00 €-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefäßStk.99,50 €-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.18,42 €-
Autogenschweißen von MetallrohrenStk.36,85 €-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.73,70 €-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.73,70 €-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm16,58 €-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.82,90 €-
Rohr einfrierenStk.62,64 €-
Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen)Stk.119,76 €-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfm44,22 €-
Montage HeizkörperhalterStk.31,32 €-
Montage HeizkörperventileStk.31,32 €-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.25,80 €-
Summe Arbeit
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So werden die Rohre Schritt für Schritt eingebettet

Das eigentliche Vergießen geht schnell. Die meiste Arbeit steckt in der Vorbereitung. In der Praxis läuft es meist so ab:

  1. Untergrund prüfen. Die Rohdecke oder Bodenplatte muss eben, sauber und trocken sein. Auf erdberührten Flächen oder über unbeheizten Räumen wie Keller oder Garage braucht es eine funktionierende Abdichtung.
  2. Wärmedämmung verlegen. Unter die Rohre kommen Dämmplatten aus EPS, an feuchteren Stellen XPS, oder Systemplatten mit Noppen. Die Dämmung sorgt dafür, dass die Wärme nach oben in den Raum geht und nicht nach unten verloren geht.
  3. Randdämmstreifen anbringen. Er läuft um alle Wände, Stützen und Türzargen. So kann sich der Estrich beim Aufheizen frei ausdehnen und reißt nicht.
  4. Rohre verlegen. Üblich sind Rohre aus PE-RT oder PE-X mit Sauerstoffsperre. Sie werden schneckenförmig oder mäanderförmig im Abstand laut Planung verlegt und mit Halteklammern oder in den Noppen fixiert, damit sie beim Gießen nicht aufschwimmen.
  5. Druckprüfung durchführen. Vor dem Estrich drückt der Heizungsbauer die Heizkreise ab und prüft, ob alles dicht ist. Während des Einbaus bleibt die Anlage unter Druck. Beschädigt eine Schaufel oder ein Schlauch ein Rohr, fällt das sofort auf.
  6. Estrich einbringen. Zementestrich wird verteilt, verdichtet und mit der Latte abgezogen. Fließestrich auf Calciumsulfatbasis wird gepumpt und verläuft weitgehend von selbst. Estrich wird nicht gerüttelt wie Konstruktionsbeton, er wird gleichmäßig verteilt und geglättet.
  7. Bewegungsfugen setzen. Große Flächen, verwinkelte Räume und Türdurchgänge werden durch Fugen getrennt. Die Fugen sollen einzelne Heizkreise voneinander trennen und Rohre nur so oft kreuzen wie unbedingt nötig.

Warum so viele Schichten? Jede hat eine Aufgabe: Die Dämmung hält die Wärme, der Randstreifen erlaubt Bewegung, der Estrich speichert und verteilt die Wärme. Fehlt eine davon, heizt der Boden schlechter oder nimmt mit der Zeit Schaden.

Zementestrich oder Calciumsulfatestrich: was passt

Für Fußbodenheizungen kommen vor allem zwei Estricharten zum Einsatz. Beide funktionieren gut, wenn die Vorgaben des Herstellers eingehalten werden.

  • Zementestrich verträgt Feuchtigkeit und eignet sich auch für Bad und Erdgeschoss. Über dem Rohr liegen nach DIN 18560 in der Regel mindestens etwa 45 mm. Der Mischung werden oft Fasern und ein Zusatzmittel für Heizestriche beigegeben. Er trocknet langsamer.
  • Calciumsulfat-Fließestrich, oft noch Anhydritestrich genannt, umschließt die Rohre sehr gut und leitet die Wärme gut weiter. Er kann dünner ausfallen, die genaue Dicke gibt der Hersteller vor. Er ist feuchteempfindlich, braucht in Nassbereichen eine sorgfältige Abdichtung, und seine Oberfläche wird vor dem Verlegen des Belags meist angeschliffen.

Bei niedrigem Bodenaufbau oder engem Zeitplan spricht viel für Fließestrich. Bei feuchter Umgebung oder wenn Sie eine robuste, bewährte Lösung wünschen, fällt die Wahl meist auf Zementestrich. Entscheiden sollten Sie auf Grundlage der Heizungsplanung und des geplanten Bodenbelags.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Der Aufwand hängt vor allem vom Zustand des Untergrunds und von der Zugänglichkeit der Baustelle ab.

  • Einfacher ist es im Neubau mit ebener Decke, großen offenen Flächen und guter Zufahrt für Estrichpumpe oder Mischer.
  • Aufwendiger ist es bei der Sanierung, wenn der alte Boden bis auf die tragende Schicht entfernt und der Untergrund ausgeglichen werden muss.
  • Viele kleine Räume, Nischen und Schwellen bedeuten mehr Fugen und mehr Handarbeit.
  • Ein oberes Stockwerk ohne Aufzug oder ein enger Zugang erschwert den Materialtransport.
  • Eine dickere Estrichschicht braucht mehr Material und verlängert die Trocknung.

In einer Wohnung im Mehrfamilienhaus spielen außerdem das Gewicht des neuen Aufbaus und der Trittschall zu den Nachbarn eine Rolle. Sprechen Sie vor Beginn mit der Hausverwaltung bzw. der Eigentümergemeinschaft (WEG). Wer im Altbau Heizkörper durch eine Fußbodenheizung ersetzt, sollte auch prüfen lassen, ob die Decke den zusätzlichen Aufbau trägt.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Estrich ohne Druckprüfung. Eine undichte Verbindung unter dem Estrich bedeutet, dass der Boden wieder aufgestemmt werden muss.
  • Fehlender oder zu früh abgeschnittener Randstreifen. Der Estrich drückt dann gegen die Wände und reißt.
  • Schlecht befestigte Rohre. Sie schwimmen auf, darüber bleibt zu wenig Estrich.
  • Zu geringe Überdeckung. Der Boden wird streifenweise warm, und der Estrich über den Rohren bricht leicht.
  • Zu schnelles Trocknen. Volle Heizleistung direkt nach dem Einbau oder Durchzug im Sommer führen zu Rissen.
  • Belag auf feuchtem Estrich. Parkett wölbt sich, Fliesenkleber hält nicht richtig.

Trocknung und erstes Aufheizen

Nach dem Einbau braucht der Estrich Ruhe. In den ersten Tagen sollten Sie ihn vor Zugluft, direkter Sonne und Frost schützen. Die Heizung wird erst nach der Wartezeit eingeschaltet, die der Estrichhersteller angibt. Bei Zementestrich sind das üblicherweise rund drei Wochen, bei Calciumsulfatestrich meist früher, etwa nach einer Woche.

Dann folgt das Funktionsheizen nach DIN EN 1264: Die Vorlauftemperatur wird schrittweise erhöht, einige Tage gehalten und danach langsam wieder gesenkt. Häufig schließt sich ein Belegreifheizen an, das den Estrich weiter trocknet. Der Ablauf wird in einem Aufheizprotokoll festgehalten. Bis der Boden belegreif ist, dauert es deutlich länger, bei dickem Zementestrich oft mehrere Wochen. Ob es so weit ist, entscheidet nicht der Kalender, sondern die Feuchtemessung, meist als CM-Messung, die der Bodenleger oder Fliesenleger vor dem Verlegen durchführt.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Lassen Sie sich bei der Abnahme Folgendes zeigen oder übergeben:

  • Protokoll der Druckprüfung vor dem Estricheinbau
  • Verlegeplan der Rohre mit Maßen oder Fotos vor dem Vergießen
  • Randdämmstreifen rundum in allen Räumen und Fugen laut Planung
  • Ebene Oberfläche ohne Risse, Ausbrüche und Hohlstellen beim Abklopfen
  • Angaben zu Estrichart, Dicke und Einbaudatum
  • Aufheizprotokoll mit Temperaturen und Datum
  • Nachweis der Feuchtemessung vor dem Verlegen des Belags

Häufige Fragen

Das Einbringen von Estrich ist körperlich anstrengend, und Fehler lassen sich nur durch Aufstemmen beheben. Druckprüfung, Anschluss an den Heizkreisverteiler und Funktionsheizen gehören in die Hände des Heizungsbauers. Für den Estrich selbst lohnt sich ein erfahrener Estrichleger.

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