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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Heizungsarbeiten | ||||
| Austausch Rücklaufventil | Stk. | 36,50 € | - | |
| Demontage und Montage Heizkörper (komplett) | Stk. | 345,60 € | - | |
| Demontage Gas- / Elektrokessel | Stk. | 211,20 € | - | |
| Demontage Warmwasserspeicher | Stk. | 209,30 € | - | |
| Setzen und Montage Plattenheizkörper | Stk. | - | ||
| Montage Badezimmer-Handtuchheizkörper | Stk. | 230,40 € | - | |
| Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizung | m² | 6,70 € | - | |
| Fußbodenheizungsrohr verlegen | m | 8,65 € | - | |
| Montage Verteiler Fußbodenheizung | Stk. | - | ||
| Montage Gas-Brennwertkessel | Stk. | - | ||
| Montage Thermostatventil und Thermostatkopf | Stk. | 36,50 € | - | |
| Erdung / Potentialausgleich der Anlage | Stk. | - | ||
| Austausch Thermostatventil | Stk. | 36,50 € | - | |
| Montage Umwälzpumpe | Stk. | - | ||
| Vorbereitung für Smart-Thermostat-Anschluss | Stk. | - | ||
| Montage und Anschluss hydraulische Weiche | Stk. | - | ||
| Montage Ausdehnungsgefäß | Stk. | 103,70 € | - | |
| Montage der Zirkulationsleitungen | Stk. | - | ||
| Montage Brauchwasser-Zirkulationspumpe | Stk. | - | ||
| Gewindeschneiden am Rohr | Stk. | 105,60 € | - | |
| Autogenschweißen von Metallrohren | Stk. | 38,40 € | - | |
| Druckprüfung der Heizungsanlage | Std. | 249,60 € | - | |
| Heizungsanlage entleeren | Stk. | - | ||
| Befüllen, Entlüften und hydraulischer Abgleich | Std. | 134,40 € | - | |
| Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpern | lfm | 17,30 € | - | |
| Spülen und Reinigen der Altanlage | Std. | 96,00 € | - | |
| Rohr einfrieren | Stk. | 96,00 € | - | |
| Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen) | Stk. | 124,80 € | - | |
| Heizungsanlage befüllen | Stk. | - | ||
| Heizrohre im Boden einlassen | lfm | 46,10 € | - | |
| Heizrohre im Boden einbetonieren | lfm | 12,50 € | - | |
| Montage Heizkörperhalter | Stk. | 32,65 € | - | |
| Montage Heizkörperventile | Stk. | 32,65 € | - | |
| Heizkörper befüllen und entlüften | Stk. | 23,05 € | - | |
Wozu die Rücklaufverschraubung da ist und warum sie kaputtgeht
Die Aufgabe der Armatur
Das warme Wasser vom Kessel oder von der Wärmepumpe fließt über den Vorlauf in den Heizkörper. Dort sitzt das Thermostatventil mit dem Thermostatkopf. Das abgekühlte Wasser fließt über den Rücklauf zurück, und genau dort sitzt die Rücklaufverschraubung. Im Handel heißt sie auch absperrbare oder regulierbare Heizkörperverschraubung. Sie erfüllt zwei Aufgaben:
- Sie sperrt den Heizkörper ab. Zusammen mit dem geschlossenen Vorlauf lässt er sich dann abnehmen, ohne die ganze Heizung zu entleeren.
- Sie erlaubt eine Voreinstellung. Damit wird die Wassermenge durch den Heizkörper begrenzt, damit nahe Heizkörper den weiter entfernten nicht das warme Wasser wegnehmen.
Die Voreinstellung erfolgt über eine innenliegende Spindel, meist mit einem Innensechskantschlüssel, unter einer Abdeckkappe. Im Alltag verstellt sie niemand. Der Heizungsbauer stellt sie beim hydraulischen Abgleich ein, danach arbeitet die Verschraubung jahrelang still vor sich hin.
Warum die Verschraubung getauscht wird
- Sie tropft an der Spindel, also dort, wo die Stellschraube aus dem Gehäuse kommt. Packung oder O-Ring verlieren mit den Jahren ihre Elastizität.
- Sie ist an der Überwurfmutter zum Heizkörper undicht, meist nach vielen Jahren oder nach zu kräftigem Nachziehen.
- Sie lässt sich nicht schließen oder hält geschlossen nicht dicht, weil der Sitz mit Ablagerungen zugesetzt ist.
- Das Gehäuse ist gerissen, zum Beispiel nach Frost in einem unbeheizten Haus oder nach Überdrehen.
- Der Heizkörper wird erneuert und die alte Armatur passt in Maß oder Anschluss nicht mehr.
- Beim hydraulischen Abgleich zeigt sich, dass die alte Verschraubung gar keine Voreinstellung hat.
In der Praxis kommt es oft vor, dass eine Verschraubung jahrzehntelang nicht bewegt wurde. Beim ersten Versuch dreht sich die Spindel, aber das Wasser fließt weiter, oder es beginnt genau an der Spindel zu tropfen. Deshalb lohnt es sich, diese Armaturen ab und zu zu schließen und wieder zu öffnen, auch wenn gerade nichts zu reparieren ist.
Rücklaufverschraubung, Thermostatventil oder kompletter Ventilsatz
Im Preisverzeichnis stehen drei verwandte Positionen, die leicht verwechselt werden. Der Unterschied liegt darin, welche Seite des Heizkörpers betroffen ist und wie viel erneuert wird.
- Rücklaufverschraubung tauschen (diese Seite): Ein einzelnes Teil auf der Rücklaufseite wird ersetzt, ohne Thermostatkopf. Das Thermostatventil im Vorlauf bleibt. Das passt, wenn das Problem nur auf dieser Seite liegt und der Vorlauf in Ordnung ist.
- Thermostatventil tauschen: Hier geht es um die Vorlaufseite, also das Ventilunterteil und meist auch den Thermostatkopf. Anderes Teil, andere Funktion, andere Einstellung.
- Heizkörperventile montieren: Ventile werden an einem neuen Heizkörper oder einer neuen Leitung gesetzt, in der Regel beide Seiten zugleich und oft mit Anschluss an die Rohrleitung von Grund auf.
Wann reicht der Rücklauf allein? Wenn das Thermostatventil jünger ist, dicht hält und sauber regelt. Ist das Vorlaufventil genauso alt und in ähnlichem Zustand, sollten Sie überlegen, beide gleichzeitig zu tauschen. Der größte Aufwand steckt im Absperren und Entleeren und später im Befüllen und Entlüften. Das fällt einmal an, egal ob ein oder zwei Ventile getauscht werden. Kombinieren Sie aber nicht unüberlegt Neu und Alt: Ein neues Thermostatventil eines anderen Herstellers kann eine andere Baulänge haben, und dann muss die Leitung auf beiden Seiten angepasst werden.
Ein Sonderfall sind Ventilheizkörper mit Anschluss unten in der Mitte oder unten seitlich, bei denen Vor- und Rücklauf in einem gemeinsamen Anschlussblock sitzen, oft Hahnblock oder H-Block genannt. Dort lässt sich eine einzelne Rücklaufverschraubung meist nicht tauschen, ersetzt wird der ganze Block. Sagen Sie vorher Bescheid, wenn Sie so einen Heizkörper haben, damit der Heizungsbauer das richtige Teil mitbringt.
Was vor dem Termin mit dem Heizungsbauer vorbereitet sein sollte
Im Einfamilienhaus
Mit eigener Heizungsanlage entscheiden Sie selbst, wann entleert und befüllt wird, das macht die Terminplanung einfach. Hilfreich ist:
- freier Zugang zum Heizkörper, Möbel abgerückt, Gardinen abgenommen
- eine abgenommene Heizkörperverkleidung oder Fensterbank, falls sie im Weg ist
- die Information, ob im System reines Heizungswasser, ein Frostschutzgemisch oder ein Zusatzmittel ist
- ein Platz, wohin das abgelassene Wasser kann, und Zugang zum Entleerungshahn (KFE-Hahn)
- ein Foto der alten Verschraubung mit den Aufschriften, wenn Sie es vorab schicken möchten
Frostschutzgemisch gehört nicht in den Abfluss. Es wird in Behältern aufgefangen und meist wiederverwendet oder nach Herstellerangabe ergänzt. Das kostet Zeit und braucht Kanister, planen Sie es also mit ein. Bei modernen Anlagen achten viele Kesselhersteller außerdem auf die Wasserqualität beim Nachfüllen. Fragen Sie den Heizungsbauer, ob für Ihre Anlage aufbereitetes Füllwasser nötig ist.
In der Wohnung mit Zentralheizung
Im Mehrfamilienhaus gehören die Heizungsstränge in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Über das Entleeren entscheidet die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft (WEG). Lässt sich der Heizkörper nicht zuverlässig von beiden Seiten absperren, muss der ganze Strang entleert werden, und das betrifft auch die Nachbarn über und unter Ihnen. Deshalb:
- Termin früh mit der Hausverwaltung abstimmen, außerhalb der Heizperiode ist es deutlich einfacher
- klären, wer den Strang absperrt, entleert und befüllt und wer bei den Nachbarn entlüftet
- nachfragen, ob im Haus bestimmte Ventile vorgeschrieben sind, etwa wegen des hydraulischen Abgleichs oder wegen der Heizkostenverteiler
Als Mieter sprechen Sie zuerst mit dem Vermieter, denn die Heizkörperarmaturen gehören zur Mietsache. Der Tausch gegen eine gleichwertige Verschraubung ist übliche Instandhaltung. Soll mehr verändert werden, etwa der Heizkörper versetzt oder die Leitung umgebaut, klären Sie mit der Hausverwaltung und im Zweifel beim Bauamt, ob nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes etwas zu beachten ist.
Eine Alternative zum Entleeren des Strangs ist das Einfrieren der Leitung. Der Heizungsbauer erzeugt mit einem Vereisungsgerät einen Eispfropfen im Rohr und tauscht die Verschraubung ohne Entleeren. Das funktioniert bei Kupfer und Stahl in üblichen Durchmessern, bei Kunststoff meist nicht, und nicht jeder Betrieb hat ein solches Gerät.
Welche Verschraubungen es gibt und wie das passende Ersatzteil gewählt wird
Bauform: Durchgang oder Eck
Die Eckform kommt zum Einsatz, wenn die Leitung aus der Wand oder dem Boden rechtwinklig zum Heizkörperanschluss kommt. Die Durchgangsform passt, wenn die Leitung in der Achse des Anschlusses liegt, meist von der Seite. Das Ersatzteil sollte dieselbe Bauform haben, sonst muss die Leitung umgebaut werden. Bei Heizkörpern mit Anschluss unten seitlich sieht man häufig Eckformen, bei alten Gliederheizkörpern mit Rohren aus der Wand eher Durchgangsformen.
Anschluss an die Leitung
- Stahlrohr mit Gewinde: Verschraubung mit Innengewinde, meist halbzöllig. Abgedichtet wird mit Hanf und Dichtpaste oder mit Dichtfaden.
- Kupferrohr: Verschraubung mit Außengewinde und Klemmringverschraubung für den passenden Rohrdurchmesser.
- Kunststoff- und Mehrschichtverbundrohr: meist Eurokonus mit Klemmverschraubung für genau diese Rohrgröße und diesen Rohrtyp. Hanf hat hier nichts verloren, es dichten Konus und O-Ring.
Das Einschraubteil am Heizkörper
Am Heizkörper wird die Verschraubung über ein Einschraubteil, auch Tülle genannt, befestigt. Es wird in den Heizkörper geschraubt, und die Verschraubung wird mit der Überwurfmutter dagegen gezogen. Das Einschraubteil gehört meist zum neuen Teil und wird mitgetauscht. Das alte kann eine abgenutzte Dichtfläche haben, auf der die neue Armatur nicht sauber sitzt.
Zusatzfunktionen
- Voreinstellung: heute Standard, bei älteren Verschraubungen nicht selbstverständlich. Für den hydraulischen Abgleich unverzichtbar. Wer Fördermittel von KfW oder BAFA für die Heizung nutzen möchte, sollte wissen, dass ein Abgleich dort oft eine Rolle spielt. Die aktuellen Bedingungen stehen bei den Förderstellen.
- Entleerung: Manche Verschraubungen haben einen kleinen Entleerungsanschluss für einen Schlauch. Beim späteren Abbau des Heizkörpers erleichtert das die Arbeit erheblich.
- Absperren ohne Verlust der Einstellung: Bei besseren Ausführungen sind Absperrung und Voreinstellung getrennt. Nach dem Schließen und Öffnen muss dann nicht neu eingestellt werden.
Die größte Aufmerksamkeit verdient die Baulänge, also der Abstand vom Heizkörper bis zum Rohranschluss. Ist die neue Verschraubung länger oder kürzer als die alte, passt das Rohr nicht mehr. Bei Kupfer und Kunststoff lässt sich das durch Biegen oder Kürzen ausgleichen, bei Stahl oft nur durch Umbau eines Rohrstücks. Messen Sie also die alte Verschraubung aus und wählen Sie Ersatz mit ähnlichen Maßen.
So läuft der Tausch Schritt für Schritt ab
- Bestandsaufnahme: Der Heizungsbauer prüft Armaturentyp und Leitung und ob sich das Thermostatventil im Vorlauf schließen lässt. Hält auch der Vorlauf nicht dicht, muss ein größerer Teil der Anlage entleert werden.
- Voreinstellung notieren: Vor dem Ausbau wird ermittelt, wie viele Umdrehungen die alte Verschraubung geöffnet war, damit die neue ähnlich eingestellt wird. Gibt es eine Berechnung zum hydraulischen Abgleich, sollten die Werte bereitliegen.
- Heizung ausschalten und absperren: Die Heizung wird ausgeschaltet, das Wasser kühlt ab, der Vorlauf wird geschlossen. Danach wird je nach Lage der Heizkörper, ein Strang oder die ganze Anlage entleert, oder die Leitung wird eingefroren.
- Ausbau: Überwurfmutter am Heizkörper und Verschraubung an der Leitung werden gelöst. Bei alten Armaturen ist es wichtig, Rohr und Einschraubteil mit einem zweiten Schlüssel gegenzuhalten, damit sich das Rohr in der Wand nicht verdreht und keine andere Verbindung aufgeht.
- Altes Einschraubteil herausdrehen: Dafür gibt es einen Spezialschlüssel. Sitzt es fest, helfen vorsichtiges Erwärmen oder ein Löser, nie rohe Gewalt am Heizkörper.
- Reinigen: Die Gewinde im Heizkörper und am Rohr werden von alter Dichtung und Rost befreit. Geprüft wird, ob das Rohrgewinde beschädigt ist.
- Neues Einschraubteil und Verschraubung setzen: Das Einschraubteil wird je nach Ausführung mit O-Ring oder Gewindedichtung abgedichtet. Die Verschraubung wird an die Leitung angeschlossen und die Überwurfmutter mit Gefühl angezogen.
- Befüllen und entlüften: Vorlauf und neue Verschraubung werden geöffnet, die Anlage wird befüllt, der Heizkörper und bei Bedarf weitere werden entlüftet. Der Anlagendruck wird auf den Wert laut Kesselhersteller gebracht.
- Dichtheit prüfen und einstellen: Die Verbindungen werden kalt und dann bei laufender Heizung kontrolliert. Die Voreinstellung wird gesetzt und die Kappe aufgesteckt.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Der einfache Fall
- Das Thermostatventil im Vorlauf schließt dicht, nur der Heizkörper wird entleert.
- Die Leitung ist aus Kupfer oder Kunststoff und lässt sich etwas anpassen.
- Die neue Verschraubung hat dieselbe Baulänge wie die alte.
- Der Heizkörper ist frei zugänglich, ohne Verkleidung und Einbaumöbel.
- Im System ist sauberes Wasser ohne Frostschutz.
Der aufwendige Fall
- Alte Stahlleitung mit festgerosteten Gewinden. Das Rohrgewinde kann beim Ausbau beschädigt werden, dann muss ein Stück abgeschnitten, neu Gewinde geschnitten oder ein Übergangsstück gesetzt werden.
- Ein festsitzendes Einschraubteil, bei alten Stahl- und Gussheizkörpern im Altbau keine Seltenheit.
- Der Vorlauf schließt nicht, also muss die ganze Anlage oder der Strang entleert werden.
- Eine Wohnung im Mehrfamilienhaus, in der auf die Hausverwaltung gewartet und auch bei Nachbarn entlüftet werden muss.
- Schlamm und Ablagerungen in der Anlage, die beim Öffnen losbrechen und die neue Verschraubung zusetzen. Dann lohnt es sich, die Anlage zu spülen und den Schmutzfänger oder Abscheider am Kessel zu prüfen.
- Rohre, die direkt am Heizkörper unter Putz verschwinden und sich nicht verschieben lassen.
Wie lange es dauert
Der reine Tausch einer Verschraubung mit passenden Maßen dauert in der Regel etwa ein bis zwei Stunden. Mehr Zeit kosten Entleeren, Befüllen und Entlüften, vor allem wenn das ganze Haus entleert wird. Mit Anpassungen an der Stahlleitung oder einem festsitzenden Einschraubteil kann sich die Arbeit auf einen halben Tag ausdehnen. Nichts muss trocknen oder aushärten, geheizt werden kann direkt nach Befüllen und Entlüften. Allerdings löst sich noch einige Tage Luft aus dem Wasser. Entlüften Sie die Heizkörper nach ein paar Tagen erneut und kontrollieren Sie den Druck.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Voreinstellung vergessen: Die neue Verschraubung bleibt voll geöffnet, der Heizkörper zieht mehr Wasser als vorgesehen. Entfernte Räume werden dann nicht mehr richtig warm, oder die Armatur rauscht und pfeift.
- Überwurfmutter zu fest angezogen: Das Messing reißt, manchmal erst nach Wochen. Ein Haarriss wird zuerst nur feucht und tropft später.
- Falsche Abdichtung: Hanf oder Band auf dem Eurokonus oder auf dem Dichtkonus des Einschraubteils. Die Verbindung wird undicht, weil das Material die Dichtflächen nicht aufeinander lässt.
- Vor- und Rücklauf vertauscht: Das Thermostatventil gehört in den Vorlauf. Werden beim gleichzeitigen Tausch beider Armaturen die Seiten verwechselt, regelt der Thermostat schlecht und das Ventil kann schlagen. Den Vorlauf erkennen Sie daran, dass dieses Rohr im Betrieb wärmer ist.
- Unzureichend entlüftet: Der Heizkörper wird nur unten warm, gluckert, oder die Heizung schaltet wegen zu niedrigem Druck ab.
- Druck nicht kontrolliert: Nach dem Befüllen fehlt Druck, oder es wurde zu viel nachgefüllt. Bei Erwärmung öffnet dann das Sicherheitsventil und unter dem Kessel tropft es.
- Rohr verdreht: Beim Lösen ohne Gegenhalten dreht sich das Rohr mit und eine Verbindung in Wand oder Estrich wird undicht. Auffallen tut das erst durch feuchten Putz.
Anleitung für Heimwerker: Rücklaufverschraubung im Einfamilienhaus tauschen
Haben Sie ein Einfamilienhaus mit eigener Heizung, Leitungen aus Kupfer oder Kunststoff und eine Ersatzverschraubung mit gleichen Maßen, können Sie den Tausch selbst übernehmen. Lassen Sie die Finger davon im Mehrfamilienhaus ohne Absprache mit der Hausverwaltung, bei alter Stahlleitung mit festgerosteten Gewinden und bei Frostschutzgemisch, wenn Sie es nicht auffangen können. Bedienen Sie die Heizung nur nach Anleitung, Eingriffe in ihre Elektrik gehören in die Hand einer Elektrofachkraft, Arbeiten an der Gasseite in die eines Fachbetriebs. Bei Gasgeruch verlassen Sie das Haus und rufen von draußen den Netzbetreiber oder den Notruf 112.
- Heizung ausschalten und das System abkühlen lassen.
- Voreinstellung der alten Verschraubung ermitteln und notieren, dazu die Umdrehungen bis zum Schließen zählen.
- Thermostatventil im Vorlauf schließen, den Kopf auf Null drehen oder eine Absperrkappe aufsetzen.
- Lappen unter den Heizkörper legen und eine flache Wanne bereitstellen.
- Heizkörper oder den betroffenen Anlagenteil entleeren, mit geöffnetem Entlüftungsventil läuft das Wasser schneller ab.
- Überwurfmutter und Rohrverschraubung lösen, dabei mit einem zweiten Schlüssel gegenhalten.
- Altes Einschraubteil herausdrehen und das Gewinde im Heizkörper reinigen.
- Neues Einschraubteil mit der Dichtung nach Herstellerangabe einschrauben.
- Verschraubung an die Leitung anschließen, Rohrverschraubung und Mutter mit Gefühl anziehen, ohne Schlüsselverlängerung.
- Voreinstellung nach notiertem Wert oder nach Herstellerangabe einstellen.
- Anlage befüllen, Heizkörper entlüften und den Druck nach Kesselanleitung einstellen.
- Heizung einschalten und die Verbindungen warm, nach dem Abkühlen und am nächsten Tag prüfen.
Wird das Rohrgewinde beim Ausbau beschädigt oder bleibt eine Verbindung nach dem Anziehen undicht, rufen Sie einen Heizungsbauer. Weiteres Nachziehen macht die Lage meist schlimmer.
Prüfung und Abnahme der fertigen Arbeit
Eine fertige Verschraubung sieht unspektakulär aus. Nehmen Sie sich trotzdem bei der Abnahme ein paar Minuten Zeit und schauen Sie nach einigen Heiztagen noch einmal nach. Prüfen Sie:
- Trockene Verbindungen am Einschraubteil, an der Überwurfmutter und an der Rohrverschraubung
- Trockene Spindel, auch nach Schließen und erneutem Öffnen
- Verschraubung lässt sich ohne Kraftaufwand schließen und öffnen
- Aufgesetzte Kappe und Angabe, auf welchen Wert voreingestellt wurde
- Gleichmäßig warmer Heizkörper bei laufender Heizung, ohne Gluckern
- Anlagendruck nach Kesselangabe direkt nach dem Befüllen und nach einigen Tagen
- Unbeschädigte Leitung und unbeschädigter Putz an der Rohrdurchführung
- Trockener Boden unter dem Heizkörper und unter dem Kessel
- Im Mehrfamilienhaus eine Bestätigung der Hausverwaltung, dass der Strang befüllt und entlüftet ist
Häufige Fragen
Nicht immer. Schließt das Thermostatventil im Vorlauf zuverlässig, wird meist nur der Heizkörper mit einem kurzen Rohrstück entleert. Ist der Vorlauf undicht, muss ein Strang, die ganze Anlage oder in der Wohnung der Steigstrang entleert werden. Eine Alternative ist das Einfrieren der Leitung, wenn das Rohrmaterial es zulässt.
Im Einfamilienhaus ja, die Heizung steht nur ein paar Stunden still. Im Mehrfamilienhaus ist es schwieriger, weil das Entleeren des Strangs auch die Nachbarn betrifft. Hausverwaltungen planen solche Arbeiten deshalb lieber außerhalb der Heizperiode. Tropft die Armatur stark, wird sofort gehandelt.
Bei manchen älteren Ausführungen lässt sich die Stopfbuchse leicht nachziehen und das Tropfen hört auf. Hilft das nicht, oder ist die Armatur an der Mutter undicht oder schließt nicht mehr dicht, ist der Tausch die vernünftigere Lösung. Wiederholtes Nachziehen an altem Messing endet oft mit einem Riss.
Nein, solange das Vorlaufventil dicht ist und regelt. Ist es genauso alt und zeigt ähnliche Probleme, lohnt sich der Tausch beider Armaturen zusammen, weil Entleeren und Entlüften nur einmal anfallen. Für den Tausch des Thermostatventils gibt es im Preisverzeichnis eine eigene Position.
Der Heizkörper bekommt mehr Wasser als vorgesehen, den anderen fehlt es dann. Typisch sind schlechter beheizte, weiter entfernte Räume oder eine rauschende Armatur. Deshalb wird vor dem Ausbau die alte Einstellung notiert oder die neue Verschraubung nach dem hydraulischen Abgleich eingestellt.
Im Einfamilienhaus geht es um normale Instandhaltung Ihrer Anlage. Im Mehrfamilienhaus gehören die Heizungsstränge zum Gemeinschaftseigentum, stimmen Sie den Tausch also vorher mit Hausverwaltung oder WEG ab, als Mieter mit dem Vermieter. Bei größeren Änderungen an der Leitung fragen Sie zusätzlich beim Bauamt nach.
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