Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Heizungsarbeiten | ||||
| Erdung / Potentialausgleich der Anlage | Stk. | - | ||
| Demontage und Montage Heizkörper (komplett) | Stk. | 313,20 € | - | |
| Demontage Gas- / Elektrokessel | Stk. | 187,92 € | - | |
| Demontage Warmwasserspeicher | Stk. | 200,82 € | - | |
| Setzen und Montage Plattenheizkörper | Stk. | - | ||
| Montage Badezimmer-Handtuchheizkörper | Stk. | 92,12 € | - | |
| Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizung | m² | 6,45 € | - | |
| Fußbodenheizungsrohr verlegen | m | 11,98 € | - | |
| Montage Verteiler Fußbodenheizung | Stk. | - | ||
| Montage Gas-Brennwertkessel | Stk. | - | ||
| Montage Thermostatventil und Thermostatkopf | Stk. | 35,00 € | - | |
| Austausch Thermostatventil | Stk. | 35,00 € | - | |
| Austausch Rücklaufventil | Stk. | 35,00 € | - | |
| Montage Umwälzpumpe | Stk. | - | ||
| Vorbereitung für Smart-Thermostat-Anschluss | Stk. | - | ||
| Montage und Anschluss hydraulische Weiche | Stk. | - | ||
| Montage Ausdehnungsgefäß | Stk. | 99,50 € | - | |
| Montage der Zirkulationsleitungen | Stk. | - | ||
| Montage Brauchwasser-Zirkulationspumpe | Stk. | - | ||
| Gewindeschneiden am Rohr | Stk. | 18,42 € | - | |
| Autogenschweißen von Metallrohren | Stk. | 36,85 € | - | |
| Druckprüfung der Heizungsanlage | Std. | 73,70 € | - | |
| Heizungsanlage entleeren | Stk. | - | ||
| Befüllen, Entlüften und hydraulischer Abgleich | Std. | 73,70 € | - | |
| Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpern | lfm | 16,58 € | - | |
| Spülen und Reinigen der Altanlage | Std. | 82,90 € | - | |
| Rohr einfrieren | Stk. | 62,64 € | - | |
| Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen) | Stk. | 119,76 € | - | |
| Heizungsanlage befüllen | Stk. | - | ||
| Heizrohre im Boden einlassen | lfm | 44,22 € | - | |
| Heizrohre im Boden einbetonieren | lfm | 11,98 € | - | |
| Montage Heizkörperhalter | Stk. | 31,32 € | - | |
| Montage Heizkörperventile | Stk. | 31,32 € | - | |
| Heizkörper befüllen und entlüften | Stk. | 25,80 € | - | |
Was mit Erdung und Potentialausgleich gemeint ist
Im Alltag sagen viele einfach „die Heizung erden“. Technisch steckt aber etwas anderes dahinter. Die Erdung verbindet die Elektroinstallation über einen Erder mit dem Erdreich, zum Beispiel über einen Fundamenterder im Beton oder einen eingeschlagenen Staberder. Der Potentialausgleich verbindet alle leitfähigen Teile im Gebäude miteinander und mit dieser Erdung. Wenn von der Erdung der Heizung die Rede ist, geht es fast immer um den Potentialausgleich.
Warum ist das wichtig? Stellen Sie sich vor, in der Waschmaschine oder im Durchlauferhitzer wird eine Isolierung beschädigt und ein spannungsführender Leiter berührt das Metallgehäuse. Sind die metallischen Teile im Haus sauber verbunden, kann der Fehlerstrom abfließen. Sicherung oder Fehlerstromschutzschalter schalten schnell ab, und zwischen Heizkörper und Wasserhahn entsteht kein Spannungsunterschied, der durch einen Menschen fließen könnte.
Man unterscheidet zwei Ebenen. Der Schutzpotentialausgleich über die Haupterdungsschiene verbindet am Hauseintritt Wasserleitung, Gasleitung, Heizung und metallene Gebäudeteile mit der zentralen Schiene, meist in der Nähe des Hausanschlusses. Der zusätzliche Potentialausgleich betrifft einzelne Räume mit erhöhtem Risiko, etwa Bad oder Heizungsraum. Ob er nötig ist, hängt vom Alter und Aufbau der Anlage ab. In neueren Anlagen mit Fehlerstromschutzschalter ist er im Bad oft nicht mehr vorgeschrieben, das beurteilt die Elektrofachkraft nach DIN VDE 0100.
So läuft die Arbeit ab
Es handelt sich um Arbeit an der elektrischen Schutzmaßnahme. Deshalb gehört sie in die Hände einer Elektrofachkraft, häufig in Abstimmung mit dem Heizungsbauer. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:
- Bestandsaufnahme: Die Elektrofachkraft prüft, ob eine Haupterdungsschiene vorhanden ist, wie der bestehende Potentialausgleich verläuft und welche Teile der Heizung aus Metall sind.
- Planung: Festlegen, welche Bauteile angeschlossen werden und wo die Leitungen verlaufen. Im Neubau ist das Teil der Elektroplanung.
- Schellen setzen: Auf blank gereinigte Rohre kommen Erdungsschellen oder Erdungsbänder, die satt auf dem Metall aufliegen müssen.
- Leitungen verlegen: Ein grün-gelber Leiter mit ausreichendem Querschnitt führt von den Schellen zur Potentialausgleichsschiene. Er wird befestigt und dort geschützt, wo er beschädigt werden könnte.
- Kessel und Technik anschließen: Gehäuse von Kessel, Wärmepumpe, Speicher oder Verteiler werden nach Herstellervorgabe angeschlossen.
- Messen: Die Elektrofachkraft misst die Durchgängigkeit der Schutz- und Potentialausgleichsleiter und hält die Ergebnisse im Prüfprotokoll fest.
Fehlt in einem älteren Haus ein funktionierender Erder, kommen Erdarbeiten und eine Messung des Erdungswiderstands hinzu. Das ist dann eine eigene Leistung der Elektroinstallation.
Was angeschlossen wird und welches Material passt
In den Potentialausgleich kommen bei der Heizung in der Regel:
- Metallische Heizungsleitungen am Eintritt in den Heizungsraum oder am Verteiler
- Das Gehäuse von Kessel, Wärmepumpe oder elektrischem Heizgerät
- Ein metallischer Warmwasserspeicher mit seinen Anschlüssen
- Metallteile im Bad, wenn Planung oder Elektrofachkraft das verlangen
Für die Verbindungen werden Schellen oder Bänder aus einem Material verwendet, das zum Rohr passt. Auf Kupfer gehört eine andere Schelle als auf verzinkten Stahl, sonst korrodiert die Stelle und leitet irgendwann nicht mehr. Der Leiter ist grün-gelb isoliert, sein Querschnitt richtet sich nach den DIN-VDE-Normen. Den konkreten Wert legt die Elektrofachkraft fest, je nachdem, ob es um den Hauptpotentialausgleich oder einen zusätzlichen geht.
Bei der Gasleitung gelten eigene Regeln. Am Hausanschluss sitzt meist ein Isolierstück, das die Leitung draußen von der im Haus trennt. Der Potentialausgleich wird dahinter auf der Hausseite angeschlossen. Greifen Sie nie selbst in die Gasinstallation ein. Riechen Sie Gas, schließen Sie die Hauptabsperreinrichtung, lüften Sie, betätigen Sie keine Schalter und rufen Sie von draußen die Störungsnummer Ihres Gasnetzbetreibers oder die 112 an.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten geht es im Neubau oder bei einer kompletten Heizungserneuerung, wenn die Rohre frei liegen und die Haupterdungsschiene nah am Heizungsraum sitzt. Dann genügen wenige Schellen und kurze Leitungen.
Mehr Aufwand entsteht durch:
- Alte Leitungen, die erst von Farbe und Rost befreit werden müssen
- Rohre in Wand oder Estrich, an die man erst herankommen muss
- Einen weiten Weg zwischen Heizungsraum und Hausanschluss
- Ein Altbau ohne funktionierende Erdung, in dem ein Erder nachgerüstet wird
- Ein Mehrfamilienhaus, in dem Steigleitungen zum Gemeinschaftseigentum gehören und das Vorgehen mit Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden muss
Häufig sieht man diese Situation: Bei einer Sanierung wird ein Teil der Stahlrohre durch Kunststoffrohre ersetzt. Kunststoff leitet nicht, die alte Verbindung ist damit unterbrochen und die Metallabschnitte auf beiden Seiten hängen „in der Luft“. Dann muss der Potentialausgleich ergänzt werden. Wird der Kessel getauscht, gelten für die neue Heizung zusätzlich die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Ist der Potentialausgleich Teil eines größeren Umbaus, klären Sie beim Bauamt, was Ihre Landesbauordnung für das gesamte Vorhaben verlangt.
Typische Fehler
- Schelle auf Farbe oder Rost gesetzt, sodass kein leitender Kontakt entsteht
- Potentialausgleich an den Neutralleiter statt an den Schutzleiter angeschlossen
- Nach dem Umbau auf Kunststoff wird die unterbrochene Verbindung nicht ergänzt
- Ungeeignete Metallkombination an der Schelle, die zu Korrosion führt
- Leiter lose durch den Raum geführt, wo er durch Feuchte oder Stöße leidet
- Verbindungen hinter Fliesen oder Verkleidung verschwunden und nicht mehr prüfbar
- Der Heizungsbauer „legt die Erde dran“ allein, ohne Elektrofachkraft und ohne Messung
Wichtig: Ein Heizungs- oder Wasserrohr ist kein Ersatz für die Erdung der Elektroinstallation. Die Heizung wird an die Schutzmaßnahme angeschlossen, sie stellt sie aber nicht selbst her.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Ob der Potentialausgleich wirklich funktioniert, zeigt nur die Messung, mit bloßem Auge lässt sich das nicht beurteilen. Bei der Abnahme können Sie aber einiges selbst kontrollieren:
- Schellen sitzen fest und auf blankem Metall
- Leiter sind grün-gelb isoliert und auf der ganzen Strecke befestigt
- Kessel, Speicher und alle vereinbarten Metallleitungen sind angeschlossen
- Verbindungen bleiben zugänglich und sind nicht eingemauert
- An der Potentialausgleichsschiene sind die Leiter beschriftet oder dokumentiert
- Die Elektrofachkraft hat die Durchgängigkeit gemessen
- Sie haben ein Prüfprotokoll mit Namen und Betrieb der prüfenden Fachkraft erhalten
Häufige Fragen
Der Heizungsbauer kann die Rohre vorbereiten und beim Setzen der Schellen helfen. Den Anschluss an die Schutzmaßnahme und die Messung übernimmt eine Elektrofachkraft, die das Ergebnis im Prüfprotokoll dokumentiert.
Nicht unbedingt. Ein Metallheizkörper, der nur an Kunststoffrohren hängt, bringt meist kein fremdes Potential in den Raum. Ob ein Anschluss trotzdem sinnvoll ist, beurteilt die Elektrofachkraft nach DIN VDE 0100, abhängig vom Raum und von dem, was sich in der Nähe befindet.
Ja. Der neue Kessel und die angrenzenden Metallleitungen werden in den Potentialausgleich eingebunden, und der elektrische Anschluss des Kessels wird geprüft. Viele Hersteller verlangen das auch für die Gewährleistung.
Oft sieht man an den Rohren beim Kessel oder am Wasserzähler keine Schellen mit grün-gelbem Leiter. Sicherheit gibt aber nur eine Prüfung durch eine Elektrofachkraft, die die Durchgängigkeit misst und kontrolliert, ob das Haus überhaupt eine funktionierende Erdung hat.
Für private Wohnhäuser gibt es meist keine feste Prüffrist, eine regelmäßige Prüfung der Elektroanlage ist trotzdem sinnvoll, ebenso nach jedem Eingriff in Heizung, Wasserleitung oder Verteiler. Löst der Fehlerstromschutzschalter ohne erkennbaren Grund aus oder kribbelt es beim Berühren von Metallteilen, rufen Sie sofort eine Elektrofachkraft.
Ähnliche Arbeiten
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung
Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.