Preisverzeichnis Bauarbeiten: Gas-Brennwerttherme montieren: Ablauf und Abgasanlage
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Heizungsarbeiten | ||||
| Montage Gas-Brennwertkessel | Stk. | 672,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Demontage und Montage Heizkörper (komplett) | Stk. | 345,60 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Demontage Gas- / Elektrokessel | Stk. | 211,20 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Demontage Warmwasserspeicher | Stk. | 209,30 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Setzen und Montage Plattenheizkörper | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Badezimmer-Handtuchheizkörper | Stk. | 230,40 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizung | m² | 6,70 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Fußbodenheizungsrohr verlegen | m | 8,65 € / m | m | Menge eingeben- |
| Montage Verteiler Fußbodenheizung | Stk. | Stk. | - | |
| Erdung / Potentialausgleich der Anlage | Stk. | Stk. | - | |
| Austausch Thermostatventil | Stk. | 36,50 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Austausch Rücklaufventil | Stk. | 36,50 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage Umwälzpumpe | Stk. | Stk. | - | |
| Vorbereitung für Smart-Thermostat-Anschluss | Stk. | Stk. | - | |
| Montage und Anschluss hydraulische Weiche | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Ausdehnungsgefäß | Stk. | 103,70 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage der Zirkulationsleitungen | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Brauchwasser-Zirkulationspumpe | Stk. | Stk. | - | |
| Gewindeschneiden am Rohr | Stk. | 105,60 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Autogenschweißen von Metallrohren | Stk. | 38,40 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Druckprüfung der Heizungsanlage | Std. | 249,60 € / Std. | Std. | Menge eingeben- |
| Heizungsanlage entleeren | Stk. | Stk. | - | |
| Befüllen, Entlüften und hydraulischer Abgleich | Std. | 134,40 € / Std. | Std. | Menge eingeben- |
| Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpern | lfm | 17,30 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Spülen und Reinigen der Altanlage | Std. | 96,00 € / Std. | Std. | Menge eingeben- |
| Rohr einfrieren | Stk. | 96,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen) | Stk. | 124,80 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Heizungsanlage befüllen | Stk. | Stk. | - | |
| Heizrohre im Boden einlassen | lfm | 46,10 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Heizrohre im Boden einbetonieren | lfm | 12,50 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Heizkörperhalter | Stk. | 32,65 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage Thermostatventil und Thermostatkopf | Stk. | 36,50 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Heizkörper befüllen und entlüften | Stk. | 23,05 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
Was die Montage einer Brennwerttherme umfasst
Gemeint ist die Arbeit des Heizungsbauers beim Setzen und hydraulischen Anschließen eines Brennwertgeräts, meist eines wandhängenden Geräts für Wohnung oder Einfamilienhaus. Typisch sind diese Arbeitsschritte:
- Montageschiene oder Anschlusskonsole an der Wand befestigen und das Gerät im Wasser aufhängen,
- Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf anschließen, beim Kombigerät auch Kaltwasserzulauf und Warmwasserausgang,
- Wartungshähne, Schmutzfänger im Rücklauf und gegebenenfalls einen Magnetit- und Schlammabscheider montieren,
- Sicherheitsventil an einen Ablauf anschließen,
- Kondensat über einen Siphon in die Hausentwässerung ableiten,
- Abgasleitung vom Gerät bis zum Schornstein oder durch Dach bzw. Wand nach Planung montieren,
- Heizkreis füllen, entlüften und abdrücken,
- bei der ersten Inbetriebnahme und Grundeinstellung mitwirken.
Üblicherweise nicht enthalten sind: das Gerät selbst, die Abgasleitung als Material, das Abgasrohr für den Schornstein, ein Warmwasserspeicher, die Regelung, der Ausbau der alten Therme und bauliche Arbeiten. Der Gasanschluss der Therme wird von einem beim Netzbetreiber eingetragenen Installationsunternehmen ausgeführt und ist eine eigene Leistung, beschrieben auf der Seite Montage und Anschluss von Gasthermen. Der Stromanschluss über Steckdose oder Festanschluss sowie der Anschluss des Raumthermostats erfolgen nach Anleitung des Herstellers.
Die Inbetriebnahme mit Abgasmessung übernimmt der Fachbetrieb oder der Werkskundendienst des Herstellers, etwa bei Vaillant, Viessmann, Buderus, Wolf oder Bosch. Dabei wird die Verbrennung auf die Gasart eingestellt, die Werte werden protokolliert, und bei vielen Herstellern ist eine Garantieverlängerung an die Registrierung durch einen Fachpartner gebunden. Klären Sie vor der Beauftragung, ob die Inbetriebnahme im Angebot enthalten ist oder gesondert berechnet wird.
Wann eine Brennwerttherme montiert wird
Meist geht es um den Austausch einer alten Therme. Das Gerät fällt aus, Ersatzteile gibt es nicht mehr, oder die Heizung wird im Zuge einer Wohnungssanierung erneuert. Im Neubau wird die Therme nach Putz und Estrich montiert, wenn die Heizungs- und Wasserleitungen liegen und die Abgasanlage vorbereitet ist.
Seit Ende Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz anstelle des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes. Die Pflicht, beim Einbau neuer Heizungen 65 Prozent erneuerbare Energien zu nutzen, entfällt, neue Gasheizungen sind damit wieder zulässig. Für Geräte, die ab Juli 2026 eingebaut werden, steigt jedoch ab 2029 schrittweise der vorgeschriebene Anteil klimaneutraler Brennstoffe wie Biomethan. Das sollte bei der Entscheidung für eine neue Gasheizung mitbedacht werden.
Beim Tausch lohnt es sich, über das Gerät hinaus zu denken. Eine Brennwerttherme kondensiert nur dann voll, wenn das Rücklaufwasser ausreichend kühl zurückkommt. Bei alten Heizkörpern, die auf hohe Vorlauftemperaturen eingestellt sind, kondensiert sie weniger, und die Ersparnis fällt geringer aus als im Prospekt. Hilfreich sind niedrigere Systemtemperaturen, eine witterungsgeführte Regelung und ein hydraulischer Abgleich. Ist eine Dämmung des Hauses geplant, sollte die Leistung der neuen Therme schon darauf abgestimmt werden.
Vor dem Montagetermin sollte geklärt sein:
- Gerät und Leistung. Die Leistung richtet sich nach der Heizlast und dem Warmwasserbedarf. Das alte Gerät ist häufig überdimensioniert.
- Art der Abgasführung. Ob der vorhandene Schornstein mit neuem Abgasrohr genutzt wird, eine konzentrische Leitung über Dach entsteht oder eine andere Lösung. Die Abgasanlage sollte vorab mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger abgestimmt werden.
- Kondensatableitung. Ein Anschluss an die Hausentwässerung in Reichweite der Therme, mit Geruchsverschluss. Fehlt er, wird eine Kondensatpumpe eingesetzt.
- Strom. Steckdose oder Festanschluss nach Anleitung, mit gut erreichbarer Abschaltmöglichkeit.
- Platz und Zugang. Der Hersteller schreibt Mindestabstände zu Wänden und Decke vor, damit Wartung möglich bleibt.
Ablauf der Montage Schritt für Schritt
Altgerät ausbauen und vorbereiten
Wird die Therme getauscht, wird zuerst das Gas abgesperrt, die Anlage oder ein Teil davon entleert und das alte Gerät abgeklemmt und abgenommen. Das ist eine eigene Position, beschrieben auf der Seite Demontage einer Gas- oder Elektrotherme. Dabei lohnt ein Blick auf das Heizungswasser. Schwarzes, schlammiges Wasser zeigt, dass die Anlage vor dem Aufhängen der neuen Therme gespült werden muss.
Anlage spülen
Brennwertgeräte haben einen feinen Wärmetauscher mit engen Kanälen. Schlamm, Magnetit und Rückstände aus Jahrzehnten Betrieb können ihn schon in der ersten Heizperiode zusetzen. Hersteller verlangen deshalb beim Austausch eine Spülung der Altanlage, einen Schmutzfänger oder Abscheider im Rücklauf und Füllwasser in der vorgegebenen Qualität. In der Praxis wird die Spülung manchmal weggelassen, um das Angebot günstiger zu machen, und ein Jahr später geht es um einen Garantiefall, den der Hersteller ablehnt.
Gerät setzen
Montageschiene oder Anschlusskonsole werden nach Schablone an der Wand befestigt. Die Wand muss das Gerät tragen können, bei Trockenbau wird eine Tragkonstruktion eingebaut. Die Therme wird im Wasser und mit den Abständen laut Anleitung aufgehängt. Bei einer Wohnungssanierung stellt sich oft die Frage, ob das Gerät am alten Platz bleibt oder versetzt wird. Ein neuer Standort bedeutet neue Wasser-, Heizungs- und Gasleitungen und eine neue Abgasführung.
Hydraulisch anschließen
Die Therme wird an Vorlauf und Rücklauf der Heizung angeschlossen, beim Kombigerät auch an Kalt- und Warmwasser. An den Anschlüssen werden Wartungshähne gesetzt, damit das Gerät bei der Wartung ohne Entleeren der ganzen Anlage abgesperrt werden kann. In den Rücklauf gehört ein Schmutzfänger oder ein Abscheider mit Magnet. Das Sicherheitsventil wird an einen Ablauf angeschlossen, damit bei Überdruck kein Wasser auf den Boden läuft. Gibt es einen separaten Warmwasserspeicher, wird er über ein Umschaltventil nach Schema des Herstellers eingebunden.
Kondensat ableiten
Aus der Therme läuft Kondensat, im normalen Betrieb eines Einfamilienhauses durchaus einige Liter am Tag. Das Kondensat aus Gasfeuerstätten hat einen pH-Wert zwischen 3,7 und 4,5, ist also leicht sauer. Es wird über Schlauch oder Rohr mit Gefälle und über einen Siphon oder freien Ablauf in die Hausentwässerung geführt, damit kein Kanalgeruch ins Gerät zieht. Die Leitung muss frostsicher verlegt sein. Steht die Therme in einer unbeheizten Garage oder einem kalten Technikraum und friert das Kondensat ein, schaltet das Gerät ab und meldet eine Störung. Bei kleinen Gasgeräten ist in der Regel keine Neutralisation nötig. Erforderlich wird sie bei großen Anlagen, bei Einleitung in eine Kleinkläranlage, bei nicht säurefesten Entwässerungsleitungen oder wenn die örtliche Abwassersatzung es verlangt.
Abgasleitung montieren
Eine Brennwerttherme ist fast immer ein raumluftunabhängiges Gerät mit geschlossener Brennkammer. Das Gebläse saugt die Verbrennungsluft an und drückt das Abgas hinaus. Meist wird ein konzentrisches Luft-Abgas-Rohr verwendet, innen strömt das Abgas, im äußeren Ringspalt die Zuluft. Auch in der Leitung kondensiert Abgas, waagerechte Abschnitte brauchen daher Gefälle zurück zum Gerät, damit das Kondensat in die Therme läuft und nicht nach draußen. Das Material muss für Brennwertbetrieb zugelassen sein, üblich sind Kunststoff (PP) oder Edelstahl. Die Verbindungen haben Dichtungen, und die Leitung wird so befestigt, dass sie sich nicht auseinanderzieht.
Wird das Abgas in einen vorhandenen Schornstein geführt, wird fast immer ein neues Abgasrohr eingezogen. Aluminiumleitungen aus der Zeit alter Heizwertgeräte sind für Brennwertbetrieb nicht geeignet, das saure Kondensat greift sie an. Ein vorhandenes Edelstahlrohr kann nur bleiben, wenn seine Zulassung den Brennwertbetrieb ausdrücklich abdeckt. In der Praxis wird der Schornstein deshalb häufig mit einem Kunststoff-Abgasrohr saniert.
Füllen, prüfen und in Betrieb nehmen
Die Anlage wird gefüllt, entlüftet und abgedrückt. Geprüft werden alle Verbindungen, das Sicherheitsventil und die Kondensatableitung, der Siphon wird mit Wasser gefüllt. Erst wenn der Gasanschluss fertig und geprüft ist und der Bezirksschornsteinfeger die Abgasanlage abgenommen hat, wird das Gerät in Betrieb genommen. Dabei werden Verbrennung, maximale Heizleistung und Heizkurve eingestellt, und der Eigentümer wird in die Bedienung eingewiesen. Die Feinabstimmung der Regelung wird manchmal als eigene Leistung ausgeführt, siehe Heizungssteuerung und Kesseloptimierung.
Gerätevarianten und Abgasführung
Kombitherme
Das Gerät erwärmt das Heizungswasser und im Durchlaufprinzip auch das Warmwasser. Es ist kompakt und in Wohnungen am häufigsten. Bei mehreren Bädern oder wenn Dusche und Küchenarmatur gleichzeitig laufen, kann die Warmwassermenge knapp werden.
Heizgerät mit Speicher
Die Therme übernimmt nur die Heizung, das Warmwasser wird in einem separaten Speicher bereitet. Das passt zu Häusern mit höherem Warmwasserbedarf. Die Lösung braucht mehr Platz, und die Montage ist um den Speicheranschluss aufwendiger.
Arten der Abgasführung
- Konzentrisch über Dach. Häufig im Einfamilienhaus, wenn die Therme im Dachgeschoss oder direkt unter dem Dach hängt.
- Durch die Außenwand. Technisch einfach, aber nur als Ausnahme zulässig. In vielen Bundesländern ist das an Bedingungen geknüpft, etwa dass eine Ableitung der Abgase über Dach nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, und an eine begrenzte Heizleistung. Hinzu kommen Abstände zu Fenstern und Nachbargebäuden, im Mehrfamilienhaus meist auch die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft.
- Im Schornstein mit Abgasrohr. Die Zuluft strömt durch den Spalt zwischen Rohr und Schacht oder über eine eigene Leitung. Beim Gerätetausch im Altbau die gängigste Lösung.
- Gemeinsame Abgasanlage im Mehrfamilienhaus. Hängen mehrere Thermen an einem Luft-Abgas-Schornstein, entscheiden Planung und Bezirksschornsteinfeger für das ganze Haus. Ein neues Gerät muss für diese Anlage geeignet sein, eigenmächtige Änderungen sind dort ausgeschlossen.
Zur Orientierung: Eine wandhängende Gas-Brennwerttherme kostet als reines Gerät laut aktuellen Marktübersichten 2.000 bis 4.000 €, je nach Leistung, Hersteller und Ausstattung. Eine neue Abgasleitung oder die Anpassung des Schornsteins kommt je nach Länge und Lösung meist mit etwa 1.000 bis 2.500 € hinzu.
Häufige Fehler aus der Praxis
- Neues Gerät am alten Aluminiumrohr. In der Praxis wird die Therme manchmal ohne Prüfung an die vorhandene Abgasleitung angeschlossen. Das Kondensat zersetzt das Rohr nach und nach, Abgas oder Kondensat dringen ins Mauerwerk.
- Keine Spülung, kein Schmutzfänger. Schlamm aus der Altanlage setzt den Wärmetauscher zu, und das Gerät arbeitet schlecht, oft schon im ersten Winter.
- Kondensat ohne Siphon oder im Frost. Kanalgeruch im Bad oder ein eingefrorener Schlauch und eine Therme auf Störung.
- Abgasleitung ohne Gefälle zum Gerät. Kondensat tropft aus der Mündung an die Fassade, im Winter bilden sich darunter Eiszapfen.
- Überdimensioniertes Gerät. Es taktet häufig, verschleißt schneller und kondensiert schlechter.
- Zu hohe Vorlauftemperatur. Läuft die Therme dauerhaft mit 75 bis 80 °C, kondensiert sie kaum, und die Ersparnis gegenüber dem Altgerät bleibt klein.
- Sicherheitsventil ohne Ablauf. Beim ersten Überdruck steht Wasser auf dem Boden oder im Schrank.
- Therme im geschlossenen Schrank ohne Abstände. Der Kundendienst kommt nicht an das Gerät heran, und der Hersteller kann bei der Garantie Einwände erheben.
Wer die Therme anschließen darf und was zu erledigen ist
Den hydraulischen Anschluss übernimmt ein Fachbetrieb des Installateur- und Heizungsbauerhandwerks. Arbeiten an der Gasinstallation dürfen nur Unternehmen ausführen, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Viele Heizungsbaubetriebe sind das und erledigen Wasser- und Gasseite zusammen. Nach dem Anschluss wird die Gasleitung auf Dichtheit geprüft und das Ergebnis protokolliert, mehr dazu auf der Seite Gas-Prüfbescheinigung und Gasanlagenprüfung. Vor der Inbetriebnahme nimmt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Feuerstätte und die Abgasanlage ab und stellt darüber eine Bescheinigung aus. Die nötige Anmeldung beim Bezirksschornsteinfeger und, soweit erforderlich, beim Netzbetreiber übernimmt in der Regel der Fachbetrieb.
Ändert sich im Mehrfamilienhaus die Abgasführung über die Fassade, ist ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft und eine Abstimmung mit der Hausverwaltung nötig. Bei größeren Änderungen prüfen Sie bei der örtlichen Bauaufsichtsbehörde, ob eine Genehmigung oder Anzeige erforderlich ist.
Für die Arbeitskosten beim Heizungstausch kann im selbst genutzten Haushalt eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen in Betracht kommen. Für Handwerkerleistungen mindert sich die Einkommensteuer um 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen auf dem offiziellen Portal des Bundesfinanzministeriums oder bei Ihrem Finanzamt. Einen staatlichen Zuschuss für das Gasgerät selbst gibt es derzeit nicht.
Lassen Sie sich zum Abschluss das Prüfprotokoll der Gasinstallation, die Bescheinigung des Bezirksschornsteinfegers, das Inbetriebnahmeprotokoll mit Abgasmesswerten und die Garantieunterlagen aushändigen. Diese Unterlagen brauchen Sie bei Reklamationen und beim späteren Verkauf der Wohnung oder des Hauses.
Wie Sie die fertige Montage prüfen
- die Therme hängt gerade, ist fest montiert und hat ringsum Platz für die Wartung laut Anleitung,
- an den Anschlüssen sind Wartungshähne, im Rücklauf ein Schmutzfänger oder Abscheider,
- das Sicherheitsventil ist an einen Ablauf angeschlossen,
- der Kondensatschlauch hat Gefälle, läuft über einen Siphon, ist nicht geknickt und liegt nicht im Frostbereich,
- der waagerechte Teil der Abgasleitung fällt zum Gerät hin, die Mündung sitzt fest,
- die Durchführung durch Wand oder Dach ist dicht,
- der Anlagendruck entspricht nach dem Füllen der Herstellerangabe und fällt nach einigen Tagen nicht deutlich ab,
- an den Anschlüssen tropft nichts, und die Therme schaltet im Heizbetrieb nicht alle paar Minuten ein und aus,
- Prüfprotokoll Gas, Bescheinigung des Bezirksschornsteinfegers und Inbetriebnahmeprotokoll liegen vor.
Beobachten Sie in den ersten Wochen den Druck am Manometer. Ein langsamer Abfall deutet auf ein Leck oder auf Luft in der Anlage hin, die noch nachentlüftet werden muss. Tropft Kondensat aus der Abgasmündung an die Fassade, hat die Abgasleitung nicht das richtige Gefälle.
Preis der Montage und was ihn beeinflusst
Den aktuellen Arbeitspreis für die Montage einer Gas-Brennwerttherme finden Sie in der NUMIQ Preisliste im Bereich Heizungsarbeiten. Er wird pro Stück angegeben und umfasst die Arbeit des Heizungsbauers einschließlich Kleinmaterial, ohne das Gerät selbst, die Abgasleitung, das Abgasrohr für den Schornstein und weiteres Hauptmaterial. Die Arbeitspreise unterscheiden sich je nach Region und Stadt, in Ballungsräumen liegen sie meist höher als im ländlichen Raum.
Den Endbetrag beeinflussen vor allem:
- ob die Therme am alten Platz bleibt oder versetzt wird und neue Leitungen nötig sind,
- der Zustand der Anlage und der Bedarf an Spülung,
- die Art der Abgasführung, ihre Länge und ob der Schornstein saniert werden muss,
- Entfernung und Höhe des Abwasseranschlusses für das Kondensat, gegebenenfalls eine Kondensatpumpe,
- der Anschluss eines Warmwasserspeichers oder mehrerer Heizkreise,
- zugehörige Arbeiten wie Ausbau des Altgeräts, Gasanschluss, Prüfung der Gasanlage, Abnahme durch den Bezirksschornsteinfeger und Inbetriebnahme.
Häufige Fragen
Meistens ja. Eine Brennwerttherme braucht eine Abgasanlage, die gegen Kondensat beständig und für Überdruck geeignet ist. Alte Aluminiumrohre sind dafür nicht zugelassen. Ob die vorhandene Abgasanlage weiter genutzt werden kann, beurteilt der Bezirksschornsteinfeger.
In die Hausentwässerung, über einen Siphon oder einen freien Ablauf. Der Schlauch braucht Gefälle und darf nicht einfrieren. Liegt kein Abwasseranschluss in Reichweite, wird eine kleine Kondensatpumpe eingesetzt.
Der Tausch am alten Platz mit vorbereiteter Abgasanlage ist meist an einem Tag erledigt. Mit Spülung der Anlage, Schornsteinsanierung oder neuem Standort dauert es länger. Die Abnahme durch den Bezirksschornsteinfeger und die Inbetriebnahme finden manchmal an einem anderen Tag statt.
Ja, wenn das Gerät mit niedriger Rücklauftemperatur arbeitet, witterungsgeführt geregelt wird und nicht überdimensioniert ist. Bei einer alten Anlage, die auf hohe Temperaturen eingestellt ist, fällt die Ersparnis geringer aus.
Nur wenn sein Betrieb im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Arbeiten an der Gasinstallation sind eingetragenen Fachbetrieben vorbehalten, und ohne Dichtheitsprüfung und Abnahme durch den Bezirksschornsteinfeger sollte die Therme nicht in Betrieb gehen.
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