Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Rohreinfrieren

Beim Rohreinfrieren wird eine Leitung dort vorübergehend „abgesperrt“, wo kein Ventil sitzt. Der Fachbetrieb spannt einen Kühlkopf um das Rohr, und das Wasser darin gefriert zu einem festen Eispfropfen. Dahinter kann man dann gefahrlos arbeiten, zum Beispiel einen Heizkörper, ein Ventil oder ein beschädigtes Rohrstück tauschen. Die Heizun

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
62,64 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
50,10 € - 81,50 €
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Rohr einfrierenStk.62,64 €-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.313,20 €-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.187,92 €-
Demontage WarmwasserspeicherStk.200,82 €-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.92,12 €-
Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizungm²6,45 €-
Fußbodenheizungsrohr verlegenm11,98 €-
Montage Verteiler FußbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.35,00 €-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.35,00 €-
Austausch RücklaufventilStk.35,00 €-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefäßStk.99,50 €-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.18,42 €-
Autogenschweißen von MetallrohrenStk.36,85 €-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.73,70 €-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.73,70 €-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm16,58 €-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.82,90 €-
Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen)Stk.119,76 €-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfm44,22 €-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm11,98 €-
Montage HeizkörperhalterStk.31,32 €-
Montage HeizkörperventileStk.31,32 €-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.25,80 €-
Summe Arbeit
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So läuft das Rohreinfrieren ab

Die eigentliche Arbeit dauert nicht lange, entscheidend ist die Vorbereitung. Der Eispfropfen hält nur, wenn das Wasser in der Leitung steht und nicht heiß ist. In der Praxis sieht der Ablauf ungefähr so aus:

  1. Der Fachbetrieb prüft Material, Durchmesser und Zustand der Leitung und sucht ein gerades, unbeschädigtes Stück zum Einfrieren aus.
  2. Bei der Heizung werden Kessel und Umwälzpumpe abgeschaltet, eventuell wird der betroffene Strang abgesperrt. Das Wasser muss abkühlen, denn warmes Wasser friert deutlich langsamer.
  3. Die Kühlköpfe werden am Rohr befestigt. Bei kleinen Leitungen reicht meist einer, bei größeren setzt man manchmal zwei direkt nebeneinander.
  4. Das Gerät kühlt, bis sich innen ein vollständiger Pfropfen gebildet hat. Bei üblichen Durchmessern im Wohnbereich dauert das je nach Material meist einige Minuten, bei manchen Rohren auch deutlich länger.
  5. Der Fachbetrieb prüft vorsichtig, ob der Pfropfen hält: Er löst eine Verbindung dahinter und beobachtet, ob noch Wasser nachläuft.
  6. Dann folgt die eigentliche Reparatur. Das Gerät läuft die ganze Zeit weiter und hält den Pfropfen.
  7. Danach wird die Kühlung abgeschaltet, der Pfropfen taut langsam auf, und die Anlage wird wieder in Betrieb genommen, nachgefüllt und entlüftet.

Wann Einfrieren sinnvoll ist und wann nicht

Am meisten bringt das Verfahren dort, wo Entleeren viel Arbeit und unnötiges Risiko bedeuten würde. Typische Fälle sind:

  • Heizkörper ohne Absperrventile tauschen oder abbauen
  • Ein altes, undichtes Ventil oder einen Hahn ersetzen
  • Einen neuen Abzweig anschließen, etwa bei der Sanierung von Bad oder Küche
  • Ein undichtes Rohrstück reparieren
  • In einer einzelnen Wohnung arbeiten, wenn das Haus eine gemeinsame Heizungsanlage hat

Warum vermeiden viele das Entleeren? In älteren Anlagen lösen sich beim Ablassen und Wiederbefüllen Ablagerungen, die später Ventile und Heizkörper zusetzen. Die Anlage zieht leichter Luft, muss länger entlüftet werden, und im Winter kühlen in der Zwischenzeit die Räume aus. Bei größeren Anlagen kommt eine große Menge Wasser samt eventueller Zusätze hinzu.

Einfrieren funktioniert aber nicht überall. Enthält das Heizwasser Frostschutzmittel, bildet sich der Pfropfen schlecht oder gar nicht. Schwierig ist auch ständiger Durchfluss, etwa in einer Hausanschlussleitung unter vollem Druck, der sich nicht senken lässt. Auch stark korrodierte Rohre halten den Temperaturwechsel unter Umständen nicht aus. Dann schlägt der Fachbetrieb einen anderen Weg vor, zum Beispiel das teilweise Entleeren eines einzelnen Strangs.

Im Mehrfamilienhaus ist der Steigstrang Gemeinschaftseigentum. Bevor jemand daran arbeitet, auch wenn er ihn nur einfriert, sprechen Sie den Termin mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab. Oft muss kurz die Pumpe im Heizungskeller oder an der Fernwärme-Übergabestation abgeschaltet werden, und das geht nur mit deren Zustimmung.

Welche Geräte zum Einsatz kommen

Üblich sind drei Arten von Geräten. Welche der Fachbetrieb wählt, hängt vom Durchmesser, vom Material und davon ab, wie lange der Pfropfen halten muss.

  • Elektrische Rohrgefriergeräte arbeiten ähnlich wie ein Kühlschrank. Die Kühlköpfe hängen an einem Kompressor und halten den Pfropfen auch über längere Zeit. Sie eignen sich für Leitungen in Wohnung und Haus
  • Kohlendioxid aus der Druckflasche nutzt man für kurze Eingriffe an kleinen Durchmessern. Das ist einfach, hält den Pfropfen aber nur, solange Gas in der Flasche ist
  • Flüssigstickstoff kommt bei großen Durchmessern und anspruchsvollen Anlagen zum Einsatz, etwa in Technikräumen oder Gewerbegebäuden

Stahl- und Kupferrohre lassen sich problemlos einfrieren. Kunststoff- und Mehrschichtverbundrohre leiten Wärme schlechter, das Einfrieren dauert länger und muss genauer überwacht werden. Manche Rohrhersteller geben dafür eigene Einschränkungen vor. Es lohnt sich also zu klären, woraus Ihre Leitungen bestehen.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Wie aufwendig der Einsatz wird, und damit auch, was er am Ende kostet, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Durchmesser und Material: Ein dünnes Kupferrohr friert schnell ein, dickwandiger Stahl oder größere Durchmesser brauchen stärkere Geräte und mehr Zeit
  • Zugang zum Rohr: Frei verlegte Leitungen sind ideal, Rohre im Schlitz, hinter Fliesen oder dicht an der Wand müssen erst freigelegt werden
  • Durchfluss stoppen: Lässt sich die Pumpe abschalten und die Anlage abkühlen, läuft alles glatt. Bei ständigem Durchfluss dauert es länger oder klappt gar nicht
  • Zustand der Leitung: Rostige oder schon mehrfach reparierte Rohre verlangen ein vorsichtigeres Vorgehen
  • Folgearbeiten: Eingefroren wird fast immer zusammen mit dem Tausch eines Heizkörpers, Ventils oder Rohrstücks. Wie lange diese Arbeiten dauern, bestimmt, wie lange der Pfropfen halten muss

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Die meisten Probleme entstehen nicht beim Einfrieren selbst, sondern durch schlechte Vorbereitung. Häufig sieht man diese Situationen:

  • Die Heizung ist noch heiß oder die Pumpe läuft, der Pfropfen bildet sich nicht oder gibt während der Arbeit nach
  • Die Stelle ist ungeeignet, etwa ein Bogen, eine Verbindung oder ein beschädigtes Stück, wo das Rohr am schwächsten ist
  • Zwei Stellen hintereinander werden eingefroren, dazwischen bleibt ein geschlossener Abschnitt. Das Eis dehnt sich aus, der Druck im eingeschlossenen Stück kann steigen und das Rohr beschädigen
  • Gelötet oder geschweißt wird zu nah am Pfropfen, die Wärme taut ihn auf. Deshalb hält man Abstand oder nimmt Pressverbindungen
  • Das Auftauen wird mit offener Flamme beschleunigt, was das Rohr verformen oder später zu Undichtigkeiten führen kann

Beim Auftauen gilt eine einfache Regel: Den Pfropfen langsam schmelzen lassen und erst dann vollen Druck geben und die Pumpe einschalten.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Wenn der Heizungsbauer oder Installateur fertig ist, prüfen Sie, ob die Anlage genauso gut läuft wie vorher. Gehen Sie bei der Abnahme diese Punkte durch:

  • Die neue oder getauschte Verbindung ist trocken und tropft auch nach einigen Stunden Betrieb nicht
  • An der Stelle des Pfropfens sind keine Verformungen oder Risse zu sehen
  • Der Druck am Manometer von Kessel oder Anlage liegt im Bereich, den der Kesselhersteller angibt
  • Die Heizkörper sind entlüftet und werden gleichmäßig warm
  • Die Umwälzpumpe läuft, und in den Leitungen ist kein Blubbern oder Zischen zu hören
  • Der Fachbetrieb hat Ihnen erklärt, was genau getauscht wurde und was Sie tun sollen, falls später Feuchtigkeit auftaucht

Häufige Fragen

Solange das Gerät kühlt, bleibt der Pfropfen bestehen. Nach dem Abschalten beginnt er zu tauen, bei kleinen Durchmessern recht schnell. Deshalb werden alle Teile und Werkzeuge vorher bereitgelegt, und die Arbeit hinter dem Pfropfen läuft ohne unnötige Pausen.

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