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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Heizungsarbeiten | ||||
| Fußbodenheizungsrohr verlegen | m | 8,65 € | - | |
| Demontage und Montage Heizkörper (komplett) | Stk. | 345,60 € | - | |
| Demontage Gas- / Elektrokessel | Stk. | 211,20 € | - | |
| Demontage Warmwasserspeicher | Stk. | 209,30 € | - | |
| Setzen und Montage Plattenheizkörper | Stk. | - | ||
| Montage Badezimmer-Handtuchheizkörper | Stk. | 230,40 € | - | |
| Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizung | m² | 6,70 € | - | |
| Montage Verteiler Fußbodenheizung | Stk. | - | ||
| Montage Gas-Brennwertkessel | Stk. | - | ||
| Montage Thermostatventil und Thermostatkopf | Stk. | 36,50 € | - | |
| Erdung / Potentialausgleich der Anlage | Stk. | - | ||
| Austausch Thermostatventil | Stk. | 36,50 € | - | |
| Austausch Rücklaufventil | Stk. | 36,50 € | - | |
| Montage Umwälzpumpe | Stk. | - | ||
| Vorbereitung für Smart-Thermostat-Anschluss | Stk. | - | ||
| Montage und Anschluss hydraulische Weiche | Stk. | - | ||
| Montage Ausdehnungsgefäß | Stk. | 103,70 € | - | |
| Montage der Zirkulationsleitungen | Stk. | - | ||
| Montage Brauchwasser-Zirkulationspumpe | Stk. | - | ||
| Gewindeschneiden am Rohr | Stk. | 105,60 € | - | |
| Autogenschweißen von Metallrohren | Stk. | 38,40 € | - | |
| Druckprüfung der Heizungsanlage | Std. | 249,60 € | - | |
| Heizungsanlage entleeren | Stk. | - | ||
| Befüllen, Entlüften und hydraulischer Abgleich | Std. | 134,40 € | - | |
| Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpern | lfm | 17,30 € | - | |
| Spülen und Reinigen der Altanlage | Std. | 96,00 € | - | |
| Rohr einfrieren | Stk. | 96,00 € | - | |
| Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen) | Stk. | 124,80 € | - | |
| Heizungsanlage befüllen | Stk. | - | ||
| Heizrohre im Boden einlassen | lfm | 46,10 € | - | |
| Heizrohre im Boden einbetonieren | lfm | 12,50 € | - | |
| Montage Heizkörperhalter | Stk. | 32,65 € | - | |
| Montage Heizkörperventile | Stk. | 32,65 € | - | |
| Heizkörper befüllen und entlüften | Stk. | 23,05 € | - | |
So läuft die Verlegung auf der Baustelle ab
Das eigentliche Verlegen der Rohre ist nur ein Teil der Arbeit. Ob die Heizung später gleichmäßig wärmt, hängt genauso am vorbereiteten Untergrund, an der richtigen Reihenfolge der Schichten und an einer sauberen Druckprobe vor dem Estrich.
Die Schichten unter den Rohren
Auf den ebenen und sauberen Untergrund kommt zuerst die Dämmung, meist EPS-Platten mit einer Festigkeit, die für Fußböden geeignet ist. In Wohnungen und im Mehrfamilienhaus gehört oft eine Trittschalldämmung dazu, damit die Nachbarn unten keine Schritte hören. Über Erdreich oder einem unbeheizten Keller ist die Dämmung deutlich dicker als zwischen zwei beheizten Geschossen. Sonst geht ein Teil der Wärme ungenutzt nach unten verloren.
An allen Wänden, um Stützen und an Türzargen wird ein Randdämmstreifen angebracht. Er trennt den Estrich von den Wänden. Warum ist das so wichtig? Der Estrich dehnt sich beim Aufheizen aus. Ohne den Streifen drückt er gegen die Wand und reißt. Auf die Dämmung kommt je nach System eine Folie, eine Noppenplatte oder eine Schiene, in der das Rohr später hält.
Die Heizkreise verlegen
Das Rohr wird direkt von der Rolle abgewickelt, idealerweise mit einem Abroller, damit es sich nicht verdreht oder knickt. Jeder Heizkreis beginnt am Verteiler, läuft nach Plan durch den Raum und kehrt zum Verteiler zurück. Der Heizungsbauer hält dabei den Verlegeabstand ein, den die Planung vorgibt, üblich sind etwa 10 bis 20 cm. An Außenwänden mit großen Fenstern wird oft eine Randzone mit engerem Abstand verlegt, weil dort die Kälte am stärksten spürbar ist.
Es gibt zwei grundlegende Verlegearten:
- Schnecke (bifilar): Vorlauf und Rücklauf liegen abwechselnd nebeneinander. Dadurch ist die Bodentemperatur gleichmäßiger. In Wohnräumen ist das heute die übliche Lösung
- Mäander (Schlange): Das Rohr läuft in parallelen Bahnen hin und her. Das ist einfacher für kleine und schmale Flächen, allerdings ist der Boden am Anfang des Kreises wärmer als am Ende
Verteiler, Schutzrohre und Beschriftung
Am Verteiler laufen viele Rohre dicht nebeneinander zusammen. Dort werden sie meist in Schutzrohren oder mit Dämmschläuchen geführt, damit der Boden vor dem Verteilerschrank nicht überhitzt. Schutzrohre gehören auch dorthin, wo ein Rohr eine Bewegungsfuge im Estrich kreuzt oder unter einer Türschwelle in den nächsten Raum geht. Jeder Heizkreis wird am Verteiler beschriftet, damit später klar ist, welches Rohrpaar zu welchem Raum gehört.
Druckprobe und Estrich
Vor dem Estrich wird die Anlage mit Wasser gefüllt, entlüftet und unter Druck gesetzt. Prüfdruck und Dauer legen der Systemhersteller und die Planung fest. Fällt der Druck am Manometer nicht ab, wird das Ergebnis in einem Protokoll festgehalten. Der Estrich wird dann eingebracht, während die Rohre weiter unter Druck stehen. Wird ein Rohr dabei beschädigt, merkt man es sofort und nicht erst, wenn die Fliesen liegen.
Verlegesysteme und wann welches passt
Fußbodenheizung ist nicht gleich Fußbodenheizung. Das System entscheidet über das Arbeitstempo, die Aufbauhöhe und darüber, wie gut das Rohr beim Estrichgießen an seinem Platz bleibt.
Nasssysteme im Estrich
- Tackersystem: Die Dämmplatte hat eine bedruckte Folie mit Raster, das Rohr wird mit Kunststoffhaltern per Tacker befestigt. Das geht schnell und passt sich unregelmäßigen Grundrissen gut an. Sind die Halter schlecht gesetzt, kann das Rohr im flüssigen Calciumsulfatestrich aufschwimmen
- Noppenplatte: Das Rohr wird zwischen die Noppen gedrückt und hält von selbst. Die Abstände ergeben sich fast automatisch, und das Rohr schwimmt nicht auf. Die Platte ist steifer, bei verwinkelten Räumen wird mehr geschnitten
- Schienensystem: Kunststoffschienen mit Rillen werden auf der Dämmung befestigt, das Rohr wird eingeklickt. Das eignet sich eher für große, einfache Flächen
Trockensysteme und flache Systeme
Bei Sanierungen im Altbau fehlt oft die Höhe für einen klassischen Aufbau mit Estrich. Dann kommen Trockensysteme in Frage. Das Rohr liegt in Rillen von Dämm- oder Gipsfaserplatten mit Wärmeleitblechen aus Aluminium, die die Wärme verteilen. Darauf kommen Trockenestrichelemente, wie man sie aus dem Trockenbau kennt. Weitere Möglichkeiten sind Dünnschichtsysteme mit kleineren Rohrdurchmessern oder das Einfräsen von Rillen in einen vorhandenen, festen Estrich. Diese Lösungen sind leicht und niedrig, verlangen aber genaues Arbeiten und reagieren schneller auf Temperaturänderungen.
Zementestrich oder Calciumsulfatestrich
Zementestrich verträgt Feuchtigkeit gut und passt auch ins Bad. Über dem Rohr liegen in der Regel mindestens etwa 45 mm. Calciumsulfat-Fließestrich, oft Anhydritestrich genannt, umschließt das Rohr vollständig, leitet Wärme besser und darf nach Herstellerangaben oft dünner ausfallen. Er ist aber empfindlicher gegen Feuchtigkeit, und vor dem Verlegen von Fliesen oder Parkett muss die Restfeuchte genau gemessen werden. Bei Fließestrich ist eine feste Befestigung der Rohre besonders wichtig.
Welche Rohre verwendet werden
In den Boden gehören nur Rohre, die für Fußbodenheizungen gedacht sind und eine Sauerstoffsperre haben. Ohne sie dringt Sauerstoff ins Heizwasser, Metallteile von Heizung, Pumpe und Verteiler korrodieren nach und nach, und es bildet sich Schlamm.
- PE-X (vernetztes Polyethylen): Sehr verbreitet, temperatur- und druckbeständig. PE-Xa, PE-Xb und PE-Xc unterscheiden sich in der Herstellung. Ein geknicktes PE-Xa-Rohr lässt sich laut vielen Herstellern mit Heißluft wieder in Form bringen
- PE-RT: Flexibler und leichter zu biegen, bei Niedertemperatursystemen beliebt
- Mehrschichtverbundrohr PE-RT/Al/PE-RT: Die Aluminiumschicht hält die Form, das Rohr federt nach dem Biegen nicht zurück. Gut bei vielen Bögen, beim Verlegen aber etwas steifer
Üblich sind die Dimensionen 16 × 2 mm und 17 × 2 mm, bei Dünnschichtsystemen kleinere. Ein Heizkreis darf nicht beliebig lang sein. Bei 16-mm-Rohr liegt die Grenze meist bei etwa 100 m, verbindlich sind aber Herstellerangaben und Planung. Ein zu langer Kreis hat einen hohen Widerstand, das Wasser fließt schlecht durch, und der Raum wird nicht richtig warm.
Was vor dem Heizungsbauer fertig sein muss
Die meisten Probleme entstehen, wenn der Heizungsbauer auf eine Baustelle kommt, die noch nicht bereit ist. Vor dem Start sollte Folgendes erledigt sein:
- Planung oder wenigstens Berechnung: Heizlast der Räume, Verlegeabstände, Anzahl und Länge der Heizkreise. Ohne sie wird nach Augenmaß verlegt, und der hydraulische Abgleich ist später kaum möglich
- Fenster und Putz fertig: Der Innenputz sollte erledigt sein, damit niemand mit Gerüst und Mischer über Dämmung und Rohre läuft
- Leitungen im Boden verlegt: Elektro, Wasser und Abwasser im Boden müssen fertig sein und eben eingebettet, am besten in einer Ausgleichsschicht oder in der Dämmebene
- Ebener, sauberer Untergrund: Größere Unebenheiten der Rohdecke müssen vorher ausgeglichen werden, sonst liegt die Dämmung nicht satt auf und der Estrich wird unterschiedlich dick
- Verteilerschrank gesetzt: Mit klarer Höhe und Lage, damit die Rohre ohne Kreuzungen herangeführt werden können
- Höhen bekannt: Fertighöhe des Fußbodens, Stärke des Belags und Anschluss an Schwellen und Türen
- Möblierungsplan: Wo kommen Küche, Badewanne und Einbauschränke hin? Unter feste Einbauten werden meist keine Rohre gelegt
In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vor dem Umbau der Heizung mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG). Der Anschluss einer Fußbodenheizung an die Zentralheizung des Hauses kann den Abgleich der ganzen Anlage und die Heizkostenabrechnung beeinflussen, und ein höherer Bodenaufbau belastet die Decke zusätzlich. Gehört die Verlegung zu einem größeren Umbau, fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes in Ihrem Fall verlangt. Wer dabei auch die Heizung erneuert, sollte die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) mit dem Fachbetrieb klären. Für energetische Sanierungen gibt es Förderprogramme von KfW und BAFA. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen, bevor Sie Aufträge vergeben.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Der Aufwand unterscheidet sich stark, auch bei gleicher Fläche. Das erklärt, warum zwei Angebote für ein scheinbar gleiches Haus weit auseinanderliegen können.
Leichter wird es bei
- Großen, offenen Räumen mit einfachem Grundriss, in denen die Kreise ohne Unterbrechung verlegt werden
- Größeren Verlegeabständen in Räumen mit geringer Heizlast
- Noppenplatten, mit denen die Abstände schnell stimmen
- Vorbereitetem, ebenem und sauberem Untergrund und gutem Zugang zum Geschoss
- Einer klaren Planung mit Verlegeplan, sodass auf der Baustelle nichts erfunden werden muss
Schwieriger wird es bei
- Vielen kleinen Räumen, Fluren, Bädern mit Nischen und Dachschrägen
- Engen Abständen und Randzonen mit mehr Rohr und mehr Bögen
- Sanierungen mit geringer Aufbauhöhe, Trockensystemen oder Fräsen in alten Estrich
- Leitungen anderer Gewerke, die sich im Boden kreuzen
- Arbeiten bei Kälte, weil das Rohr dann hart wird und sich schlechter biegen lässt
- Großer Entfernung der Räume vom Verteiler und langen Zuleitungen
Abstimmung mit den anderen Gewerken
Eine Fußbodenheizung ist Teamarbeit. Die Rohre liegen zwischen Rohbau und Bodenbelag, und jeder Abstimmungsfehler trifft sie.
- Elektrofachkraft: Sie legt die Leitungen zu den Raumthermostaten und zur Regelung am Verteiler. Stellantriebe und Regelung werden elektrisch angeschlossen, das gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Ein vergessenes Leerrohr für den Thermostat bedeutet später Stemmen
- Estrichleger: Er muss wissen, wo Bewegungsfugen hinkommen. Die sind meist bei größeren Flächen, in Türdurchgängen und bei verwinkelten Grundrissen nötig und müssen zur Aufteilung der Heizkreise passen
- Bodenleger und Fliesenleger: Der Belag muss für Fußbodenheizung geeignet sein. Fliesen leiten Wärme gut. Bei Parkett und Vinyl kommt es auf den Wärmedurchlasswiderstand und die Freigabe des Herstellers an. Dicke Teppiche bremsen die Heizung deutlich
- Heizungsbauer für den Wärmeerzeuger: Ein Niedertemperaturkreis braucht einen Mischer oder eine Heizung mit niedriger Vorlauftemperatur, etwa eine Wärmepumpe oder einen Brennwertkessel. Arbeiten an einer Gasheizung darf nur ein Fachbetrieb ausführen, der beim Netzbetreiber eingetragen ist
In der Praxis hat es sich bewährt, vor dem Estrich alle Räume zu fotografieren, mit einem ausgelegten Zollstock oder Maßband im Bild. Muss später für Türstopper, Zarge oder WC-Befestigung gebohrt werden, sieht man so, wo die Rohre liegen.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Geknicktes oder gequetschtes Rohr: Der Kreis hat wenig Durchfluss, der Raum bleibt kühl. Unter dem Estrich ist das schwer zu beheben
- Fehlender Randdämmstreifen: Der Estrich drückt beim Aufheizen gegen die Wand und reißt, außerdem wird Trittschall übertragen
- Ungleich lange Kreise ohne Planung: Kurze Kreise überheizen, lange werden nicht warm. Der Abgleich am Verteiler gleicht das nur teilweise aus
- Rohre zu nah an der Wand oder unter der Küche: Man heizt Flächen, auf denen niemand steht, Lebensmittel und Möbel können zu warm werden
- Aufgeschwommenes Rohr im Fließestrich: Ein schlecht befestigtes Rohr steigt nach oben, die Überdeckung ist zu gering, und der Boden kann darüber reißen
- Keine Druckprobe oder Estrich ohne Druck: Schäden durch Schubkarre, Schaufel oder Trittbelastung fallen erst auf, wenn der Boden fertig ist
- Fehlende Schutzrohre an Fugen: Die Bewegung des Estrichs belastet das Rohr und kann es mit der Zeit beschädigen
- Unbeschriftete Kreise: Beim Einregulieren und bei der Wartung wird geraten, welcher Kreis zu welchem Raum gehört
- Zu schnelles Aufheizen: Volle Heizleistung auf jungen Estrich führt zu Rissen und losen Fliesen
Wie lange es dauert und was danach kommt
Das Verlegen der Rohre ist meist der schnellste Teil der ganzen Fußbodenheizung. Ein eingespieltes Team schafft ein übliches Einfamilienhaus in der Regel in einem bis wenigen Tagen, je nach Fläche, Grundriss und System. Bei Trockensystemen und beim Fräsen dauert es länger.
Deutlich länger dauert, was danach kommt. Der Estrich muss erst abbinden, dann wird nach einem Aufheizprotokoll schrittweise geheizt. Man unterscheidet dabei das Funktionsheizen, das die Anlage prüft, und das Belegreifheizen, das den Estrich für den Belag trocknet. Bei Zementestrich beginnt das Funktionsheizen meist nach etwa drei Wochen, bei Calciumsulfatestrich früher, oft nach rund einer Woche, immer aber nach Angaben des Estrichherstellers. Die Vorlauftemperatur steigt in kleinen Schritten. Vor dem Belag misst der Bodenleger die Restfeuchte, meist mit der CM-Methode. Wer zwei Wochen nach dem Estrich schon Fliesen will, riskiert Risse und hohle Platten.
Anleitung für Heimwerker: Rohre in Noppenplatten verlegen
Das Verlegen in Noppenplatten schaffen auch geschickte und geduldige Heimwerker, wenn ein Verlegeplan mit den Heizkreisen vorliegt. Den Anschluss an die Heizung, die Elektrik der Regelung und den hydraulischen Abgleich überlassen Sie dem Fachbetrieb. Ist eine Gasheizung im Spiel, darf daran nur ein eingetragener Fachbetrieb arbeiten. Lassen Sie die Druckprobe vom Heizungsbauer bestätigen, sonst gibt es im Schadensfall Ärger mit der Gewährleistung.
- Prüfen, ob der Untergrund eben, trocken und sauber ist und alle Leitungen im Boden fertig sind.
- Randdämmstreifen an allen Wänden, um Stützen und an Türzargen anbringen.
- Dämmung und Noppenplatte nach Herstelleranleitung verlegen, Stöße sorgfältig verbinden.
- Den Verlauf der Kreise nach Plan auf der Platte markieren, auch Randzonen und rohrfreie Flächen.
- Rohranfang am Vorlauf des Verteilers anschließen, Rohr ohne Verdrehen vom Abroller abwickeln.
- Rohr zwischen die Noppen drücken, gleichmäßig biegen und den kleinsten Biegeradius nach Herstellerangabe einhalten.
- Rohre am Verteiler und über Bewegungsfugen in Schutzrohren führen.
- Kreisende am Rücklauf anschließen, Kreis beschriften und die Länge anhand der Meterangaben auf dem Rohr notieren.
- Anlage füllen, entlüften und mit dem Heizungsbauer die Druckprobe machen und protokollieren.
- Alle Räume mit Maßband fotografieren und die Rohre während des Estrichgießens unter Druck halten.
Verbinden Sie Rohre im Boden nur, wenn es wirklich nicht anders geht. Ist ein Rohr beschädigt, klären Sie mit dem Heizungsbauer, ob für diesen Rohrtyp ein Pressverbinder für den Einbau im Estrich freigegeben ist.
Prüfung und Abnahme der fertigen Arbeit
Vor dem Estrich ist der letzte Moment, in dem sich alles prüfen und ohne Stemmen korrigieren lässt. Gehen Sie bei der Abnahme diese Punkte durch:
- Randdämmstreifen ringsum vorhanden, auch an allen Zargen und Stützen
- Dämmung liegt satt auf, wackelt nicht und hat keine Lücken
- Verlegeabstände und Randzonen entsprechen der Planung
- Rohre nicht geknickt, gequetscht oder beschädigt, keine unnötigen Verbindungen im Boden
- Keine Rohre unter Küche und festen Einbauten, wenn die Planung das so vorsieht
- Rohre am Verteiler und über Fugen in Schutzrohren
- Kreise am Verteiler beschriftet, Liste mit Räumen und Kreislängen liegt vor
- Druckprobenprotokoll mit Prüfdruck, Dauer und Unterschrift liegt vor
- Anlage steht während des Estrichgießens unter Druck
- Leerrohre für Thermostat- und Regelungsleitungen vorbereitet
- Fotos aller Räume mit sichtbaren Maßen vorhanden
- Aufheizprotokoll vom Heizungsbauer oder Estrichhersteller erhalten
Häufige Fragen
Manchmal ja. Ist der vorhandene Estrich fest und tragfähig, können Rillen eingefräst werden, alternativ kommt ein Dünnschicht- oder Trockensystem in Frage. Prüfen lassen sollten Sie immer den Zustand des Untergrunds, die verfügbare Höhe und die Dämmung darunter, sonst geht Wärme nach unten verloren.
Einen Abstand für das ganze Haus gibt es nicht. Er ergibt sich aus der Heizlast der Räume und der Vorlauftemperatur der Heizung. Üblich sind etwa 10 bis 20 cm, in Bädern und vor großen Fenstern meist enger.
Nur vorsichtig und so wenig wie möglich. Direkt auf die Rohre tritt man nicht, für Schubkarren werden Bohlen ausgelegt. Am sichersten ist es, wenn andere Gewerke den Raum bis zum Estrich kaum betreten.
Ja, das ist eine sehr gute Kombination. Die Fußbodenheizung kommt mit niedriger Vorlauftemperatur aus, und die Wärmepumpe arbeitet bei niedriger Temperatur effizienter. Voraussetzung sind passende Verlegeabstände und ein sauberer hydraulischer Abgleich.
Steht die Anlage unter Druck, zeigt das Manometer den Abfall sofort. Die Stelle wird freigelegt, das Rohr mit einem für den Estrich freigegebenen Verbinder repariert und die Prüfung wiederholt. Deshalb wird nie ohne Druck auf den Rohren gegossen.
Gute Rohre mit Sauerstoffsperre sind für viele Jahrzehnte Betrieb ausgelegt. Verkürzt wird die Lebensdauer vor allem durch hohe Vorlauftemperaturen, schlecht aufbereitetes Heizwasser und Beschädigungen beim Einbau oder durch spätere Bohrungen.
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