Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Heizungssystem leeren

Beim Leeren des Heizungssystems läuft das Heizungswasser aus Heizkörpern, Rohren und Kessel ab. Das ist nötig, wenn an der Anlage etwas getauscht oder repariert wird und das Wasser im Weg wäre: ein neuer Heizkörper, ein undichtes Ventil, ein Kesseltausch oder eine Badsanierung. Ein weiterer Grund ist ein Ferienhaus oder ein leerstehendes

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
36,62 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
25,80 € - 200,82 €
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Heizungsanlage entleerenStk.-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.313,20 €-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.187,92 €-
Demontage WarmwasserspeicherStk.200,82 €-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.92,12 €-
Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizungm²6,45 €-
Fußbodenheizungsrohr verlegenm11,98 €-
Montage Verteiler FußbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.35,00 €-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.35,00 €-
Austausch RücklaufventilStk.35,00 €-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefäßStk.99,50 €-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.18,42 €-
Autogenschweißen von MetallrohrenStk.36,85 €-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.73,70 €-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.73,70 €-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm16,58 €-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.82,90 €-
Rohr einfrierenStk.62,64 €-
Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen)Stk.119,76 €-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfm44,22 €-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm11,98 €-
Montage HeizkörperhalterStk.31,32 €-
Montage HeizkörperventileStk.31,32 €-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.25,80 €-
Summe Arbeit
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Wann das Leeren sinnvoll ist und wann eher nicht

Viele fragen sich, ob man die Heizung jedes Jahr vor dem Winter ablassen sollte. Die Antwort lautet nein. Heizungswasser, das schon lange im System zirkuliert, hat seinen Sauerstoff verloren, und der Kalk hat sich längst abgesetzt. Für Rohre und Kessel ist dieses Wasser schonender als frisches Leitungswasser. Mit jeder neuen Füllung kommen wieder Sauerstoff und Kalk in die Anlage, und das fördert Korrosion und Ablagerungen. Unnötiges Ablassen schadet dem System also eher.

Sinnvoll ist das Leeren vor allem in diesen Fällen:

  • Tausch oder Versetzen eines Heizkörpers, der sich nicht einzeln absperren lässt
  • Reparatur oder Austausch von Rohren, Ventilen, Pumpe oder Kessel
  • Spülen einer verschlammten Anlage, zum Beispiel beim Wechsel vom alten auf einen neuen Kessel
  • Stilllegung eines Gebäudes über den Winter, wenn es nicht frostfrei gehalten wird

Für einen einzelnen Heizkörper muss oft nicht das ganze Haus entleert werden. Hat der Heizkörper ein Thermostatventil und eine absperrbare Rücklaufverschraubung, sperrt der Heizungsbauer ihn ab und lässt nur dieses eine Teil leer laufen.

So geht der Heizungsbauer bei verschiedenen Anlagen vor

Zentralheizung mit Heizkörpern

Das Wasser läuft über den Entleerungshahn (KFE-Hahn) am tiefsten Punkt der Anlage ab. Er sitzt meist am Kessel, im Keller oder unter dem untersten Heizkörper. Auf den Hahn kommt ein Schlauch, der in einen Abfluss oder nach draußen führt. Danach werden die Entlüftungsventile an den Heizkörpern geöffnet, vom obersten Stockwerk nach unten. So kommt Luft in die Rohre, und das Wasser kann ablaufen. Hat die Anlage eine automatische Nachfüllung, wird diese vorher geschlossen, sonst läuft ständig neues Wasser nach.

Fußbodenheizung

Bei der Fußbodenheizung liegen lange Rohrschleifen waagerecht im Estrich. Die Schwerkraft allein bekommt das Wasser dort nicht heraus. Soll die Fußbodenheizung wegen Frostgefahr leer sein, bläst der Heizungsbauer die einzelnen Heizkreise am Verteiler mit Druckluft aus oder spült sie. In allen anderen Fällen werden die Heizkreise meist nur am Verteiler abgesperrt und bleiben gefüllt.

Wohnung im Mehrfamilienhaus

Hängt Ihre Wohnung an der Zentralheizung des Hauses, lassen Sie das Wasser nicht selbst ab. Die Steigleitungen gehören zum Gemeinschaftseigentum. Das Leeren und Füllen organisiert die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft (WEG). Ohne Absprache könnten Sie einem ganzen Hausstrang die Wärme nehmen. Melden Sie sich deshalb vor einem Heizkörpertausch zuerst bei der Hausverwaltung. Anders ist es bei einer Etagenheizung, wie man sie in vielen Altbauwohnungen findet: Dort hat die Wohnung eine eigene Anlage. Am Gasgerät selbst arbeitet aber auch dann nur ein Fachbetrieb.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Schnell geht es bei einer übersichtlichen Anlage mit gut erreichbarem Entleerungshahn, funktionierenden Ventilen und nur einem Stockwerk. Mehr Zeit brauchen diese Situationen:

  • Viele Heizkörper oder mehrere Etagen
  • Heizkörper und Fußbodenheizung in einer Anlage
  • Festsitzende oder undichte Ventile, die beim Öffnen kaputtgehen können
  • Kein Entleerungshahn vorhanden, sodass eine Verschraubung am Heizkörper gelöst werden muss
  • Stark verschlammtes Wasser, das die Hähne verstopft und eine Spülung nötig macht
  • Frostschutzmittel im System, das nicht in die Kanalisation darf, sondern aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden muss, etwa über den Wertstoffhof

Anleitung für Heimwerker: Heizkörperheizung im Einfamilienhaus leeren

Eine einfache Anlage mit Heizkörpern können geübte Laien selbst entleeren. Finger weg vom Gasanschluss und von der Elektrik des Kessels: Das gehört in die Hände des Heizungsbauers beziehungsweise einer Elektrofachkraft. Wenn Sie nicht sicher wissen, wo der tiefste Punkt liegt oder welches Ventil was tut, holen Sie einen Fachbetrieb.

  1. Kessel am Bedienfeld oder an der Sicherung ausschalten und warten, bis die Heizkörper nur noch lauwarm sind.
  2. Automatische Nachfüllung oder das Füllventil zur Kaltwasserleitung schließen.
  3. Schlauch, Eimer, Lappen und Entlüftungsschlüssel bereitlegen.
  4. Schlauch auf den Entleerungshahn am tiefsten Punkt stecken und das Ende tiefer als den Hahn in einen Abfluss oder nach draußen legen.
  5. Entleerungshahn öffnen.
  6. Entlüftungsventile an den Heizkörpern nacheinander öffnen, im obersten Stockwerk beginnen.
  7. Warten, bis kein Wasser mehr kommt, und die tief liegenden Heizkörper prüfen, in denen Wasser stehen bleiben kann.
  8. Bei einer Winterstilllegung auch die Verschraubungen der untersten Heizkörper lösen und die Anlage offen lassen, damit nirgends Wasser zurückbleibt.
  9. Vor dem Befüllen alle Ventile und Hähne schließen und den Vordruck im Ausdehnungsgefäß nach der Anleitung des Kessels prüfen.
  10. Langsam befüllen, über einen Systemtrenner und möglichst mit aufbereitetem Wasser nach Vorgabe des Kesselherstellers, dabei die Heizkörper vom untersten bis zum obersten entlüften.
  11. Druck auf den Herstellerwert bringen, im Einfamilienhaus meist etwa 1 bis 1,5 bar im kalten Zustand.
  12. Kessel einschalten, Anlage aufheizen lassen, erneut entlüften und den Druck kontrollieren.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Heiße Anlage ablassen: Heißes Wasser unter Druck kann Verbrühungen verursachen und Dichtungen sowie Böden beschädigen
  • Nachfüllung vergessen: Das Wasser läuft und läuft, und die Anlage wird nicht leer
  • Restwasser an tiefen Stellen: Bei einer Winterstilllegung reicht wenig Wasser in einem Heizkörper oder Rohrbogen, damit der Frost ihn sprengt
  • Gewalt an alten Ventilen: Ein festsitzendes Ventil bricht leicht ab, ein Ersatzteil oder der Heizungsbauer sollte griffbereit sein
  • Schlecht entlüftet: Es gluckert, die Heizkörper werden nur oben warm und die Pumpe leidet
  • Falscher Druck: Ist er zu niedrig, meldet der Kessel einen Fehler, ist er zu hoch, öffnet das Sicherheitsventil

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Nach dem Befüllen und Einschalten lohnt es sich, die Anlage ein paar Stunden im Blick zu behalten und in den nächsten Tagen den Druck noch einmal zu prüfen. Die Luft löst sich nach und nach, deshalb ist ein zweites Entlüften ganz normal.

  • Der Druck am Manometer liegt im Bereich, den der Kesselhersteller angibt, und fällt nach dem Aufheizen nicht ab
  • Der Kessel zeigt keine Störung, die Pumpe läuft leise
  • Alle Heizkörper werden gleichmäßig über die ganze Fläche warm
  • Nichts gluckert oder zischt
  • Verbindungen, Ventile und Entleerungshahn sind trocken
  • Das Sicherheitsventil tropft nicht
  • Bei Fußbodenheizung sind alle Heizkreise am Verteiler offen und die Durchflussanzeiger zeigen Durchfluss
  • Bei getauschten Teilen wissen Sie vom Heizungsbauer, was er erneuert hat und mit welchem Druck die Anlage gefüllt wurde

Häufige Fragen

In einem kleineren Einfamilienhaus mit Heizkörpern ist das Wasser meist in knapp einer Stunde abgelaufen. Länger dauern das Abkühlen, das Befüllen und das Entlüften. Bei großen oder kombinierten Anlagen kann alles zusammen mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

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