Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage Ausdehnungsgefäß

Das Ausdehnungsgefäß gleicht aus, dass sich Heizungswasser beim Erwärmen ausdehnt. In einer geschlossenen Heizung würde ohne Gefäß der Druck stark steigen, und das Sicherheitsventil würde Wasser ablassen. Ein neues Gefäß brauchen Sie beim Einbau einer neuen Heizung, beim Kesseltausch, wenn die Anlage erweitert wird oder wenn das alte Gefä

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
99,50 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
79,50 € - 129,40 €
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Montage AusdehnungsgefäßStk.99,50 €-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.313,20 €-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.187,92 €-
Demontage WarmwasserspeicherStk.200,82 €-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.92,12 €-
Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizungm²6,45 €-
Fußbodenheizungsrohr verlegenm11,98 €-
Montage Verteiler FußbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.35,00 €-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.35,00 €-
Austausch RücklaufventilStk.35,00 €-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.18,42 €-
Autogenschweißen von MetallrohrenStk.36,85 €-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.73,70 €-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.73,70 €-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm16,58 €-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.82,90 €-
Rohr einfrierenStk.62,64 €-
Heizkörperanschlüsse absperren und verschließen (Blindstopfen)Stk.119,76 €-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfm44,22 €-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm11,98 €-
Montage HeizkörperhalterStk.31,32 €-
Montage HeizkörperventileStk.31,32 €-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.25,80 €-
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Wie das Gefäß arbeitet und wann es getauscht werden muss

Ein übliches Membran-Ausdehnungsgefäß (kurz MAG) hat einen Stahlmantel und innen eine Gummimembran. Auf der einen Seite ist Heizungswasser, auf der anderen ein Gas, meist Stickstoff oder Luft. Erwärmt sich das Wasser, drückt es gegen die Membran und das Gas wird zusammengepresst. Kühlt das Wasser ab, schiebt das Gas es wieder zurück in die Anlage. So schwankt der Druck nur wenig.

In manchen Altbauten findet man noch ein offenes Ausdehnungsgefäß am höchsten Punkt des Hauses, oft auf dem Dachboden. Es hat Kontakt zur Luft, Wasser verdunstet und Sauerstoff gelangt ins System. Das fördert Korrosion. Bei einer Sanierung wird deshalb meist auf eine geschlossene Anlage mit MAG umgestellt.

Ein defektes Gefäß zeigt sich meist durch typische Anzeichen:

  • Der Druck am Manometer steigt beim Heizen schnell und fällt nach dem Abkühlen deutlich ab
  • Sie müssen immer wieder Wasser nachfüllen, obwohl nirgends etwas undicht ist
  • Das Sicherheitsventil tropft oder bläst beim Heizen ab
  • Beim Drücken auf das Füllventil an der Gasseite kommt Wasser heraus, dann ist die Membran gerissen

Warum reicht es nicht, das Sicherheitsventil zu tauschen? Das Ventil reagiert nur auf zu hohen Druck. Arbeitet das Gefäß nicht, lässt auch ein neues Ventil genauso Wasser ab wie das alte.

So läuft die Montage ab

Ob Neuinstallation oder Austausch, der Heizungsbauer geht im Grundsatz so vor:

  1. Wasserinhalt der Anlage, Art der Heizung und Gebäudehöhe ermitteln und danach die Gefäßgröße wählen.
  2. Heizung abkühlen lassen, Kessel ausschalten, Druck absenken und bei Bedarf einen Teil des Wassers ablassen.
  3. Altes Gefäß abbauen, wenn es getauscht wird.
  4. Vor dem Anschließen den Vordruck des neuen Gefäßes passend zur Anlagenhöhe und nach Herstellerangaben einstellen.
  5. Gefäß an Wand oder Konsole montieren und über ein Kappenventil anschließen, das sich nicht versehentlich schließen lässt.
  6. Anlage mit aufbereitetem Wasser füllen, Heizkörper und Kessel entlüften und den Fülldruck einstellen.
  7. Heizung starten, den Druck beim Aufheizen beobachten und alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.

Meist wird das Gefäß im Rücklauf angeschlossen, also an der kühleren Leitung, die zum Kessel zurückführt. Dort leidet die Membran weniger unter Hitze. Die genaue Stelle gibt aber die Anleitung des Kessels und die Hydraulik der Anlage vor.

Wie wird der Vordruck eingestellt? Als Faustregel dient die statische Höhe, also der Höhenunterschied zwischen Gefäß und höchstem Heizkörper. Pro zehn Meter rechnet man ungefähr ein bar und gibt eine kleine Reserve dazu, meist etwa 0,2 bar. Im Einfamilienhaus liegt der Vordruck daher oft um ein bar. Der Fülldruck des Wassers wird dann etwas darüber eingestellt, häufig um etwa 0,3 bar. Gemessen wird der Vordruck nur, wenn kein Wasserdruck auf dem Gefäß lastet.

Gefäßarten und die richtige Größe

Entscheidend sind die Art der Heizung und die Wassermenge. Eine Fußbodenheizung enthält viel mehr Wasser als ein paar Heizkörper und braucht ein größeres Gefäß. Ein Festbrennstoffkessel mit Pufferspeicher braucht noch mehr Reserve.

  • Eingebautes Gefäß im Kessel: Die meisten Gas-Wandgeräte haben eines. Für eine kleinere Wohnung kann es reichen, bei Erweiterung oder Fußbodenheizung kommt oft ein zusätzliches Gefäß außen dazu
  • Wandgefäß: die übliche Lösung im Einfamilienhaus, gut erreichbar für die Wartung
  • Standgefäß auf Füßen: für große Wassermengen, etwa bei Pufferspeichern

Vorsicht vor Verwechslung: Gefäße für Trinkwasser und für Solarkreise sind anders gebaut als Heizungsgefäße, die meist rot lackiert sind. Sie dürfen sich nicht gegenseitig ersetzen. Die Größe sollte berechnet und nicht geschätzt werden. Ein zu kleines Gefäß macht dieselben Probleme wie ein defektes.

Muss das eingebaute Gefäß im Gaskessel getauscht werden, ist das ein Eingriff ins Gerät. Das gehört in die Hände des Heizungsbauers oder Kundendienstes, der für diesen Kessel zugelassen ist. Sonst drohen Garantieverlust und ein Sicherheitsrisiko.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist der Tausch gegen ein gleiches Gefäß an derselben Stelle, wenn ein Kappenventil vorhanden ist. Dann lässt sich das Gefäß abtrennen, ohne die ganze Anlage zu entleeren, und die Arbeit ist recht schnell erledigt.

Mehr Aufwand entsteht in diesen Fällen:

  • Es fehlt ein Absperrventil und die ganze Heizung muss entleert werden
  • Das Gefäß sitzt schwer zugänglich oder hoch unter der Decke im Heizraum
  • Rohre müssen angepasst oder Armaturen, Manometer oder Sicherheitsventil ergänzt werden
  • Die alte Anlage ist verschlammt und beim Entleeren löst sich Schmutz
  • Gleichzeitig wird eine hydraulische Weiche eingebaut oder ein alter Speicher entfernt

Eine hydraulische Weiche trennt den Kesselkreis von den Heizkreisen und hilft, wenn mehrere Kreise vorhanden sind, zum Beispiel Heizkörper und Fußbodenheizung. Wird die Anlage ohnehin umgebaut, lohnt es sich, beides zusammen anzuschließen.

Im Mehrfamilienhaus mit zentraler Heizung ist das Ausdehnungsgefäß nicht Sache des einzelnen Eigentümers oder Mieters. Schwankt der Druck oder wird es nicht warm, wenden Sie sich an die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft (WEG).

Typische Fehler beim Einbau

In der Praxis liegt das Problem oft nicht am Gefäß, sondern an der Montage. Diese Fehler sieht man immer wieder:

  • Der Vordruck blieb auf Werkseinstellung und wurde nie an das Haus angepasst
  • Der Vordruck wurde gemessen, während Wasser auf das Gefäß drückte, und das Ergebnis war falsch
  • Das Gefäß ist mit einem normalen Kugelhahn abgetrennt, den jemand schließt, und die Anlage ist ungeschützt
  • Das Gefäß sitzt an einer ungünstigen Stelle, an der Pumpe oder hohe Temperatur darauf wirken
  • Die Größe wurde nach Augenmaß gewählt
  • Das Füllventil zeigt zur Wand und der Vordruck lässt sich nicht prüfen

Nach Herstellervorgaben und der Norm für Heizungsanlagen (DIN EN 12828) muss die Anlage jederzeit abgesichert bleiben. Deshalb darf das Gefäß nicht über ein ungesichertes Ventil absperrbar sein.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Lassen Sie sich bei der Abnahme zeigen, wie das Gefäß angeschlossen ist, und prüfen Sie diese Punkte:

  • Das Gefäß ist fest montiert und das Füllventil ist zugänglich
  • Der Anschluss erfolgt über ein gegen Schließen gesichertes Kappenventil
  • Der Heizungsbauer hat Ihnen Vordruck und Fülldruck genannt
  • Die Verbindungen bleiben auch nach dem Aufheizen trocken
  • Der Druck steigt beim Heizen nur leicht und fällt nach dem Abkühlen auf den Ausgangswert zurück
  • Das Sicherheitsventil tropft nicht
  • Die Heizkörper sind entlüftet und werden über die ganze Fläche warm
  • Sie haben einen Nachweis über die Arbeit und die Anleitung zum Gefäß erhalten

Häufige Fragen

Ist ein Kappenventil vorhanden, wird das Gefäß abgesperrt und nur wenig Wasser läuft aus. Ohne Ventil muss der Druck abgesenkt und meist ein Teil der Anlage entleert werden. Bei der Gelegenheit wird das Ventil üblicherweise nachgerüstet.

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