Preisverzeichnis Bauarbeiten: Luft-Wasser-Wärmepumpe montieren
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Kúrenárske práce | ||||
| Montage Luft-Wasser-Wärmepumpe | Stk. | 1.824,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
Was die Montage einer Wärmepumpe umfasst
Unter Montage versteht die Preisliste die Arbeit des Heizungsbauers beim Aufstellen und Anschließen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Typisch sind diese Arbeitsschritte:
- Aufstellen des Außengeräts auf dem vorbereiteten Fundament, Sockel oder einer Wandkonsole, mit Ausrichten und Schwingungsdämpfern,
- Montage des Innengeräts, des Hydraulikmoduls oder einer Kompakteinheit mit integriertem Speicher,
- hydraulische Verbindung von Außen- und Innenteil sowie Anschluss an den Heizkreis und die Warmwasserbereitung,
- Montage der zugehörigen Armaturen, etwa Schmutzfänger, Absperrungen, Sicherheitsventil und Entlüftung,
- Ableitung des Kondensats vom Außengerät,
- Befüllen, Entlüften und Druckprüfung des Kreislaufs,
- Erstinbetriebnahme, Grundeinstellung der Regelung und Einweisung der Eigentümer.
Nicht enthalten sind in der Regel: die Wärmepumpe selbst, Speicher, Pufferspeicher, das Betonfundament, Erdarbeiten für Leitungen, die Elektrozuleitung und die Prüfung der Elektroinstallation. Den elektrischen Anschluss übernimmt ein Elektrofachbetrieb, der beim Netzbetreiber im Installateurverzeichnis eingetragen ist. Bei einer Split-Anlage, bei der auf der Baustelle Kältemittelleitungen verbunden werden, darf den Kältekreis nur Fachpersonal mit Sachkundenachweis für fluorierte Treibhausgase öffnen und befüllen. Bei einem Monoblock ist das Kältemittel ab Werk im Außengerät eingeschlossen, zwischen den Geräten fließt nur Wasser.
Die Inbetriebnahme übernimmt bei vielen Herstellern wie Vaillant, Viessmann, Stiebel Eltron, Buderus oder Wolf der Werkskundendienst oder ein autorisierter Partner. Davon hängt oft auch eine verlängerte Garantie ab. Klären Sie vor der Unterschrift, wer die Inbetriebnahme macht und ob sie im Angebot enthalten ist.
Wann montiert wird und was vorher fertig sein muss
Im Neubau wird die Wärmepumpe meist nach Putz und Estrich montiert, wenn das Haus geschlossen ist und die Heizungsleitungen liegen. Bei einer Sanierung wird die Wärmepumpe oft an bestehende Heizkörper angeschlossen. Dann sollte zuerst geprüft werden, ob die Heizkörper das Haus auch mit niedrigerer Vorlauftemperatur warm bekommen. Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit niedriger Vorlauftemperatur, ideal mit Fußbodenheizung. Alte Heizkörper, die auf 70 bis 80 °C ausgelegt sind, reichen an sehr kalten Tagen unter Umständen nicht aus. Ein hydraulischer Abgleich gehört bei der Umstellung deshalb fast immer dazu.
Bevor das Montageteam kommt, sollten diese Punkte erledigt sein:
- Heizlastberechnung des Hauses. Ohne sie wird die Leistung nur geschätzt. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig, eine zu kleine läuft im Winter lange mit dem elektrischen Heizstab.
- Fundament oder Konsole für das Außengerät. Streifen- oder Punktfundament oder ein Sockel, in einer Höhe über der üblichen Schneedecke.
- Wanddurchführung. Kernbohrung oder Schutzrohr für Leitungen und Kabel, ideal schon im Rohbau vorgesehen.
- Kondensatableitung. Kiesbett oder Anschluss an die Regen- oder Hausentwässerung. Ein Außengerät gibt im Winter nach Herstellerangaben bis zu mehrere Dutzend Liter Kondensat am Tag ab.
- Stromversorgung. Eine eigene, abgesicherte Zuleitung nach Herstellervorgaben und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Wärmepumpen gelten dort als steuerbare Verbrauchseinrichtung, oft ist ein eigener Zählerplatz oder ein Wärmepumpentarif möglich.
- Platz für das Innengerät. Ein Technikraum mit Zugang zu den Leitungen, einem Abfluss für das Sicherheitsventil und Platz für Wartung.
Ablauf der Montage Schritt für Schritt
Standort des Außengeräts
Die wichtigste Entscheidung der ganzen Montage. Das Gerät braucht freie Luftzufuhr, und die ausgeblasene kalte Luft darf nicht wieder angesaugt werden. Hersteller raten von Ecken und engen Nischen zwischen zwei Wänden ab, weil Reflexionen den Schall verstärken. Ungünstig sind auch Plätze unter einem Schlafzimmerfenster, an der Terrasse oder direkt an der Grundstücksgrenze. Wo Schnee oder Eis vom Dach rutschen kann, braucht das Gerät eine Überdachung. Beim Kältemittel R290, das viele neuere Monoblöcke nutzen, legt der Hersteller einen Schutzbereich um das Gerät fest, in dem zum Beispiel keine Schächte, Lichtschächte, Lüftungsöffnungen oder Kellerabgänge liegen dürfen. Der Schallrechner des Bundesverbands Wärmepumpe hilft, den Abstand zum Nachbarn schon in der Planung abzuschätzen.
Aufstellen auf Fundament oder Konsole
Das Gerät wird auf ein Betonfundament, einen Sockel oder eine tragfähige Wandkonsole gestellt. Es muss waagerecht stehen, unter den Füßen gehören Schwingungsdämpfer. Eine Wandkonsole ist ein Kompromiss. Sie spart Platz, kann aber bei leichten Wänden oder an einer Schlafzimmerwand Körperschall ins Haus übertragen. Die meisten Heizungsbauer bevorzugen deshalb ein eigenes Fundament am Boden.
Hydraulischer Anschluss
Zwischen Außen- und Innengerät werden gedämmte Leitungen verlegt. Draußen braucht die Dämmung Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung. An den Anschlüssen werden flexible Schläuche gegen Vibrationen und ein Schmutzfänger montiert, der den Wärmetauscher vor Schmutz aus dem System schützt. Beim Anschluss an eine alte Anlage lohnt es sich, das Heizungssystem vorher zu spülen und einen Schlammabscheider mit Magnet einzubauen. Schlamm aus alten Heizkörpern ist eine häufige Störungsursache.
Anschluss an Heizung und Warmwasser
Je nach Planung wird die Wärmepumpe direkt an den Heizkreis angeschlossen oder über einen Pufferspeicher oder eine hydraulische Weiche. Für das Warmwasser werden ein Umschaltventil und ein Speicher mit ausreichend großem Wärmetauscher verwendet. Ein üblicher Speicher für einen Gaskessel hat oft einen zu kleinen Wärmetauscher, das Wasser wird dann mit dem Heizstab nachgeheizt. Hersteller geben außerdem ein Mindestvolumen im System und einen Mindestdurchfluss vor, der immer gesichert sein muss, auch wenn die Thermostatventile geschlossen sind.
Kondensat und Frostschutz
Das Kondensat wird in ein Kiesbett unterhalb der Frostgrenze, in die Regenentwässerung oder über einen Siphon in die Hausentwässerung geleitet. Der Teil der Leitung im Freien braucht Frostschutz, oft ein Heizband. Wird die Hydraulik draußen nicht gegen Frost geschützt und bleibt die Wärmepumpe bei einem Stromausfall stehen, kann das Wasser im Wärmetauscher einfrieren. Abhilfe schaffen Frostschutzmittel, Frostschutzventile oder eine Systemtrennung nach Herstellervorgabe.
Befüllen, Druckprüfung und Inbetriebnahme
Der Kreislauf wird mit aufbereitetem Heizungswasser befüllt, entlüftet und einer Druckprüfung unterzogen. Der Elektrofachbetrieb schließt die Stromversorgung an, danach nimmt der Techniker die Wärmepumpe in Betrieb. Eingestellt werden die Heizkurve, also die Abhängigkeit der Vorlauftemperatur von der Außentemperatur, die Warmwasserbereitung, die Legionellenschaltung und die Zeitprogramme. Zum Schluss wird das Inbetriebnahmeprotokoll ausgefüllt.
Monoblock oder Split und weitere Varianten
Monoblock
Der gesamte Kältekreis sitzt im Außengerät. Ins Haus führen nur Wasserleitungen. Die Montage ist einfacher, und ein Sachkundenachweis für Kältemittel ist nicht nötig. Nachteil: Die Wasserleitungen im Freien müssen gegen Frost geschützt werden, und der Abstand zwischen den Geräten ist begrenzt.
Split
Der Verdichter steht draußen, der Wärmetauscher zwischen Wasser und Kältemittel drinnen. Zwischen den Geräten verlaufen Kältemittelleitungen, die nicht einfrieren. Der Kreis wird aber auf der Baustelle verbunden, evakuiert und befüllt, und das darf nur zertifiziertes Fachpersonal. Split-Anlagen werden oft gewählt, wenn das Außengerät weiter vom Haus entfernt steht.
Hybridanlage
Die Wärmepumpe arbeitet zusammen mit dem bisherigen Gaskessel, der nur bei strengem Frost oder hohem Warmwasserbedarf zuschaltet. Bei Sanierungen kann das ein sinnvoller Zwischenschritt sein, solange das Haus noch nicht gedämmt ist.
Die Gerätepreise unterscheiden sich stark nach Leistung und Marke. Für übliche Einfamilienhausleistungen liegen sie bei mehreren tausend Euro, dazu kommen Speicher, Pufferspeicher und Zubehör. Eine genaue Summe ergibt erst ein Angebot für das konkrete Haus.
Häufige Fehler aus der Praxis
- Leistung nach Schätzung. In der Praxis wird die Wärmepumpe oft nach Wohnfläche oder nach der Leistung des alten Kessels ausgewählt. Alte Kessel sind meist deutlich überdimensioniert, und ein gedämmtes Haus braucht viel weniger Wärme.
- Außengerät am falschen Platz. Unter dem Schlafzimmerfenster, in der Ecke zwischen zwei Wänden oder gegenüber der Terrasse des Nachbarn. Der Schall wird dann nachträglich und teurer gelöst.
- Kondensat einfach auf den Boden. Das Wasser gefriert im Winter, unter dem Gerät wächst Eis, das den Verdampfer oder den Weg beschädigen kann.
- Außengerät ohne Abstand zum Boden. Schnee blockiert die Ansaugung oder den Kondensatablauf, die Wärmepumpe tut sich beim Abtauen schwer.
- Alte Anlage nicht gespült. Schlamm und Magnetit setzen Schmutzfänger und Wärmetauscher schon in der ersten Saison zu.
- Zu kleiner Wärmetauscher im Speicher. Das Warmwasser braucht lange, der Heizstab heizt nach, der Stromverbrauch steigt.
- Thermostatventile in jedem Raum ohne Überströmung. Die Wärmepumpe hat keinen gesicherten Mindestdurchfluss und meldet Störungen.
- Werkseinstellungen. Die Heizkurve bleibt unnötig hoch, und die Wärmepumpe läuft mit schlechterer Jahresarbeitszahl als möglich.
Genehmigung, Regeln und Förderung in Deutschland
Klären Sie bei Ihrer zuständigen Baubehörde oder Gemeinde, ob für Ihr Vorhaben eine Genehmigung oder Anzeige nötig ist. In einer Eigentümergemeinschaft brauchen Sie einen Beschluss der Eigentümer, weil Fassade, Dach und Außenflächen in der Regel Gemeinschaftseigentum sind.
Der Schall des Außengeräts muss die Immissionsrichtwerte gegenüber den Nachbarhäusern einhalten, vor allem nachts. Streit mit Nachbarn landet sonst schnell bei der Behörde, und nachträgliche Maßnahmen sind teuer. Hersteller geben deshalb die Schallleistung des Geräts und Mindestabstände an, die schon bei der Planung beachtet werden sollten.
Den elektrischen Anschluss darf nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb ausführen, der die Anlage auch beim Netzbetreiber anmeldet. Wenn ein eigener Zähler, ein Wärmepumpentarif oder eine Änderung am Hausanschluss nötig ist, sollte das frühzeitig mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden.
Für den Heizungstausch im Bestand gibt es die Heizungsförderung der Bundesförderung für effiziente Gebäude, die über die KfW läuft. Gefördert wird ein Teil der Kosten für Gerät und Montage, wenn die Wärmepumpe die technischen Mindestanforderungen erfüllt und ein Fachbetrieb die Arbeit ausführt. Der Antrag muss in der Regel vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Die Bedingungen ändern sich immer wieder, prüfen Sie daher die aktuellen Konditionen auf dem offiziellen Portal der KfW, bevor Sie den Auftrag vergeben.
So prüfen Sie die fertige Montage
Lassen Sie sich bei der Abnahme das Inbetriebnahmeprotokoll, die Garantiebedingungen und das Prüfprotokoll der Elektroinstallation geben. Gehen Sie dann diese Punkte durch:
- das Außengerät steht waagerecht, auf Schwingungsdämpfern und mit ausreichendem Abstand zum Boden,
- rund um das Gerät ist der Freiraum nach Herstelleranleitung eingehalten, die Ausblasluft zielt nicht gegen eine Wand oder zum Nachbarn,
- das Kondensat läuft in ein Kiesbett oder in die Entwässerung und nicht auf den Weg,
- die Leitungen im Freien sind vollständig gedämmt, die Dämmung ist unbeschädigt und vor Sonne geschützt,
- die Wanddurchführung ist abgedichtet, und es läuft kein Wasser hinein,
- am Zulauf zur Wärmepumpe sitzen Schmutzfänger und Absperrungen, die bei der Wartung gut erreichbar sind,
- der Druck im System fällt nach der Prüfung nicht ab, und an den Armaturen tropft nichts,
- die Regelung ist eingestellt, Sie können Temperatur und Betriebsart ändern und haben die Zugangsdaten zur App,
- die Wärmepumpe macht im Betrieb keine ungewöhnlichen Geräusche oder Vibrationen, die ins Haus übertragen werden.
Beobachten Sie im ersten Winter den Stromverbrauch und die Laufzeit des elektrischen Heizstabs. Springt er auch bei leichtem Frost häufig an, stimmt etwas mit der Einstellung oder der Auslegung nicht.
Preis der Montage und was ihn beeinflusst
Der Arbeitspreis in der NUMIQ-Preisliste liegt bei 1.824 € pro Stück für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Gemeint ist die Arbeit des Heizungsbauers einschließlich Kleinmaterial, ohne die Wärmepumpe selbst, Speicher, Pufferspeicher und weiteres Hauptmaterial. Je nach Region und Stadt kann der Preis spürbar abweichen.
Die Endsumme für die Montage hängt vor allem davon ab:
- wie weit Außen- und Innengerät auseinanderliegen und wie die Leitungen geführt werden,
- ob es ein Neubau mit vorbereiteten Leitungen ist oder ein Heizungstausch in einer alten Anlage, die gespült und umgebaut werden muss,
- wie viele Heizkreise es gibt, ob Pufferspeicher, Warmwasserspeicher oder eine Hybridschaltung mit dem alten Kessel dazukommen,
- ob der alte Kessel demontiert und entsorgt werden muss,
- wie gut die Montagestelle erreichbar ist und ob für eine Wandkonsole ein Gerüst oder eine Hebebühne nötig ist,
- welche Bauarbeiten anfallen, etwa Fundament, Wanddurchbrüche und Gräben für Leitungen.
Zugehörige Arbeiten können Sie einzeln kalkulieren, zum Beispiel die Demontage einer Gas- oder Elektrotherme, die Montage eines Ausdehnungsgefäßes oder das Verlegen von Rohren für die Fußbodenheizung. Eine Übersicht aller Positionen finden Sie unter Heizungsarbeiten.
Häufige Fragen
In einem vorbereiteten Neubau schafft ein erfahrenes Team die hydraulische Montage meist in ein bis zwei Tagen. Beim Heizungstausch im Altbau, mit Spülen der Anlage und Demontage des Kessels, kann es länger dauern. Die Inbetriebnahme durch den Werkskundendienst wird manchmal als eigener Termin geplant.
Ja, wenn die Heizkörper das Haus mit niedrigerer Vorlauftemperatur warm halten. Das wird per Berechnung geprüft oder im Winter getestet, indem der alte Kessel auf eine niedrigere Temperatur eingestellt wird. Reicht es nicht, helfen größere Heizkörper in einzelnen Räumen, eine Dämmung oder eine Hybridlösung.
Die Leistung ergibt sich aus der Heizlastberechnung und dem Warmwasserbedarf. Die Wohnfläche ist nur ein grober Anhaltspunkt. Ein gedämmter Neubau braucht deutlich weniger Leistung als ein ungedämmtes Haus aus den Achtzigerjahren mit gleicher Fläche.
Viele Hersteller verlangen das für die volle oder verlängerte Garantie. Für die Förderung kann außerdem eine Bestätigung des Fachbetriebs nötig sein. Klären Sie vor der Bestellung, wer die Inbetriebnahme übernimmt und ob sie im Angebot enthalten ist.
Das hängt vom Bundesland, vom Standort und vom Umfang der baulichen Arbeiten ab, fragen Sie deshalb vorab bei Ihrer zuständigen Baubehörde nach. In einer Eigentümergemeinschaft ist ein Beschluss der Eigentümer nötig.
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