Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Deckenplatte einschalen mit Systemschalung von Doka und Peri

Beim Einschalen einer Deckenplatte baut die Partie unter der künftigen Betondecke eine tragende Hilfskonstruktion auf: Deckenstützen, Schalungsträger und Schaltafeln. Auf diese Fläche verlegen danach die Eisenbieger die Bewehrung, anschließend wird betoniert.

Aktualisiert 09/2026·10 Min. Lesezeit·23 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 16,55/ m²
Richtwert-Spanne
€ 13,24 - € 21,52
Wohnung 60 m²
€ 2483,00
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Betonarbeiten23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²€ 16,55-
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³€ 55,20-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²€ 11,05-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²€ 24,85-
Ausschalen der Deckem²€ 8,00-
Bewehrung bindent€ 483,00-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 100×100m²€ 3,75-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 150×150m²€ 4,15-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm€ 16,55-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²€ 12,40-
Maschinenestrich - Zementm²€ 14,50-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²€ 16,30-
Montage Ziegeldeckem²€ 27,60-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenabdichtungsbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm€ 6,90-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²€ 6,20-
Pumpen des Betonsm³-
Summe Arbeit
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Was vorbereitet sein muss, bevor die Partie kommt

Die Deckenplatte ist ein tragendes Bauteil. Dicke, Bewehrung, Betongüte und die Art der Unterstützung legt der Statiker fest. Ohne seinen Plan und ohne Bewehrungsplan sollte niemand mit dem Einschalen beginnen. Bei Arbeiten in einem Mehrparteienhaus, etwa beim Ausbau eines Dachgeschoßes, reden außerdem Hausverwaltung und Wohnungseigentümergemeinschaft mit.

Vor dem Einschalen sollte Folgendes erledigt sein:

  • Außen- und Innenmauerwerk bis zur Unterkante der Decke hochgezogen, ausgeglichen und ausreichend erhärtet
  • Eindeutige Höhe der Deckenunterkante, am besten am Mauerwerk angezeichnet (Meterriss oder Höhenmarke)
  • Tragfähiger, ebener Untergrund für die Stützen: Bodenplatte, Unterbeton oder verdichteter Schotter mit Pfostenunterlagen
  • Deckenplan mit Öffnungen für Stiege, Rauchfang, Installationsschächte und Durchbrüche
  • Klare Abmachung, wer die Stirnschalung am Deckenrand und an Ringbalken macht und ob Randschalsteine als verlorene Schalung verwendet werden
  • Zufahrt für die Anlieferung der Schalung und ein freier Lagerplatz

In der Praxis kommt es oft vor, dass die Partie anrückt und im Erdgeschoß noch Ziegelpaletten, ein Sandhaufen und die Mischmaschine stehen. Dann werden die Stützen zwischen Hindernissen aufgestellt, die Schalung bekommt kein regelmäßiges Raster und die Arbeit zieht sich unnötig. Eine geräumte und gekehrte Fläche spart Zeit und Nerven.

Wie die Deckenschalung Schritt für Schritt entsteht

Die Abläufe unterscheiden sich je nach System etwas, das Prinzip ist aber gleich. Die Partie arbeitet nach der Aufbauanleitung des Herstellers und nach dessen Tabellen, die für die jeweilige Deckendicke die Abstände von Stützen und Trägern vorgeben.

1. Aufmaß und Einteilung

Zuerst werden die lichten Raummaße und die Höhe vom Boden bis zur geplanten Deckenunterkante gemessen. Danach richtet sich die Länge der Stützen. Bei üblichen Raumhöhen im Einfamilienhaus kommen ausziehbare Stahlrohrstützen zum Einsatz, die sich über ein Gewinde fein nachstellen lassen.

2. Stützen, Dreibeine und Köpfe

Die ersten Stützen stehen in Dreibeinen, die sie senkrecht halten, bis die Träger aufliegen. Oben sitzt ein Stützenkopf, in den der Träger eingelegt wird. An Rändern und Ecken stehen die Stützen dichter, weil die Konstruktion dort am wenigsten stabil ist.

3. Joch- und Querträger

Beim Trägersystem kommen zuerst die unteren Jochträger in die Köpfe, quer darüber die oberen Querträger. Meist sind das Holzschalungsträger mit I-förmigem Querschnitt. Wie eng sie liegen, hängt von der Deckendicke ab: Je dicker die Decke, desto dichter das Raster. Beim Paneelsystem werden stattdessen gleich fertige Rahmen mit Schalhaut eingehängt.

4. Schalhaut

Auf die Träger kommen die Schaltafeln, meist Dreischichtplatten mit gelber oder anderer Beschichtung, ungefähr 21 oder 27 mm dick. Sie werden dicht gestoßen verlegt, die Reststreifen an den Wänden zugeschnitten. Die Fuge zwischen Tafel und Mauerwerk sollte so klein wie möglich sein, damit dort keine Zementmilch ausläuft.

5. Höhe einrichten

Ist die Fläche geschlossen, prüft die Partie die Höhe mit Nivelliergerät oder Laser und stellt die Stützen nach. Bei größeren Spannweiten gibt der Statiker manchmal eine kleine Überhöhung in Feldmitte vor, damit die Decke sich unter Last nicht sichtbar durchbiegt.

6. Ränder, Öffnungen und Absturzsicherung

Am Umfang wird die Stirnschalung gesetzt, sie bestimmt die Deckendicke am Rand. Öffnungen für Stiege und Rauchfang werden mit Seitenschalungen abgegrenzt. An allen freien Rändern kommt ein Seitenschutz hin, denn auf der Schalung arbeiten danach noch Eisenbieger und Betonierer.

7. Trennmittel

Zum Schluss wird die Schalhaut mit Schalöl oder einem anderen Trennmittel laut Hersteller eingelassen. Das erleichtert das Ausschalen, schont die Tafeln und sorgt für eine schönere Deckenuntersicht. Aufgetragen wird dünn und vor dem Verlegen der Bewehrung, damit kein Öl auf den Stahl gelangt.

Trägersystem oder Paneelsystem: was wann passt

Doka, übrigens ein Unternehmen aus Niederösterreich, und Peri bieten mehrere Deckenschalungssysteme an. Bei Einfamilienhäusern und kleineren Wohnbauten begegnen Ihnen vor allem zwei Ansätze.

Trägerschalung

Typische Beispiele sind Dokaflex oder Peri Multiflex. Sie bestehen aus Stützen, Holzträgern und losen Schaltafeln. Der Vorteil ist die Flexibilität: Unregelmäßige Grundrisse, schräge Wände, Nischen, unterschiedliche Höhen und Unterzüge sind kein Problem. Der Nachteil sind mehr Einzelteile und mehr Handarbeit beim Zuschneiden der Tafeln.

Paneelschalung

Beispiele sind Dokadek oder Peri Skydeck. Die Paneele sind fertige Rahmen, oft aus leichtem Aluminium, die die Partie rasch einhängt und hochschwenkt. Auf regelmäßigen Flächen geht das deutlich schneller, und die Untersicht wird gleichmäßig. Manche Systeme haben Fallköpfe für frühes Ausschalen: Die Paneele kommen früher weg, die Stützen bleiben unter der Decke. Bei stark gegliederten Grundrissen muss man Paneele allerdings mit Trägerschalung ergänzen.

Was das für Sie bedeutet

  • Einfaches rechteckiges Haus mit geraden Wänden: Beide Systeme funktionieren, Paneele sind meist schneller
  • Gegliederter Grundriss, Erker, Schrägen, Unterzüge: in der Regel Trägersystem
  • Mehrgeschoßiger Bau mit gleichen Geschoßen: Paneele spielen ihre Stärke beim wiederholten Einsatz aus
  • Hohe Räume, etwa Galerie oder Garage mit größerer Höhe: Unter Umständen sind längere Stützen oder Traggerüsttürme nötig

Beide Systeme zu kombinieren ist üblich und kein Fehler. Wichtig ist, dass die Partie die Lasttabellen des Herstellers für die konkrete Deckendicke einhält.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Der Quadratmeterpreis hängt davon ab, wie viel Arbeit und Material ein Quadratmeter tatsächlich braucht. Zwei Decken mit gleicher Fläche können völlig unterschiedliche Aufträge sein.

Leichter geht es mit:

  • Regelmäßigem Grundriss ohne Vorsprünge und Schrägen
  • Üblicher Raumhöhe, für die Standardstützen reichen
  • Festem, ebenem Boden im Geschoß darunter
  • Größerer zusammenhängender Fläche, auf der die Partie in einen Rhythmus kommt
  • Guter Zufahrt für Lkw oder Kran bei An- und Abtransport
  • Maßgenau gemauerten Wänden ohne größere Abweichungen

Aufwendiger wird es durch:

  • Unterzüge und Überzüge, die eigens mit Seitenschalung und eigener Unterstützung eingeschalt werden
  • Kragplatten, Balkonplatten und auskragende Teile
  • Viele Öffnungen und Durchbrüche, die abgegrenzt werden müssen
  • Größere Höhe, die längere Stützen, ein Gerüst oder Traggerüsttürme verlangt
  • Dickere Decke mit dichterem Stützen- und Trägerraster
  • Unebenen oder weichen Untergrund, der zuerst befestigt werden muss
  • Kleine Flächen mit vielen Ecken, wo viel geschnitten und angepasst wird
  • Winterbaustellen, bei denen Frostschutz und längere Unterstützung dazukommen

Klären Sie auch, ob im Preis nur das Aufstellen steckt oder auch Anlieferung, Schalungsmiete, Ausschalen, Reinigen und Rücktransport. Bei Mietschalung zählt die Zeit auf der Baustelle, eine Verzögerung bei Bewehrung oder Betonage wirkt sich also auch hier aus.

Das Einschalen einer Decke ist nichts für Laien. Es geht um ein tragendes Bauteil, um Arbeit in der Höhe und um Lasten, die bei einer üblichen Decke mehrere hundert Kilogramm pro Quadratmeter erreichen. Ein Fehler bedeutet nicht nur eine schiefe Decke, sondern im schlimmsten Fall einen Einsturz beim Betonieren.

Zusammenspiel mit den anderen Professionisten

Die Deckenschalung ist ein Knotenpunkt, an dem sich mehrere Gewerke treffen. Je besser sie sich vorher absprechen, desto weniger wird später in den fertigen Beton gebohrt.

Maurer, Baumeister und Statiker

Das Mauerwerk muss fertig und ausgeglichen sein. Der Statiker legt das Auflager der Decke, die Ringbalken und gegebenenfalls fest, wie lange die Stützen stehen bleiben. Bei Unterzügen und Kragplatten braucht die Partie seinen Bewehrungsplan.

Eisenbieger

Die Bewehrung kommt erst auf die fertige, eingeölte Schalung. Die Schalungspartie sollte wissen, wo Abstandhalter liegen und wo schwere Bereiche entstehen, etwa bei Unterzügen.

Elektrotechniker, Installateur und Lüftung

In die Decke kommen Einbaudosen für Leuchten, Leerverrohrungen und oft auch Rohre der Komfortlüftung. Die Dosen setzt ein konzessionierter Elektrotechniker direkt auf die Schaltafel. Durchbrüche für Abwasser, Rauchfang oder Lüftung werden mit Aussparungskörpern oder Seitenschalungen freigehalten. Ein vergessener Durchbruch heißt später Kernbohrung und das Risiko, die Bewehrung zu durchtrennen.

Betonwerk und Pumpe

Den Betoniertermin fixiert man erst, wenn Schalung und Bewehrung kontrolliert sind. Die Betonpumpe braucht einen Aufstellplatz, und betoniert werden sollte zügig ohne lange Pausen.

Bauleitung

Vor dem Betonieren ist es sinnvoll, dass Polier oder Bauleiter Schalung und Bewehrung kontrollieren und die Kontrolle im Bautagebuch festhalten. Später sieht das niemand mehr.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Die meisten Probleme zeigen sich erst nach dem Ausschalen, wenn sie sich nicht mehr einfach beheben lassen.

  • Stützen auf weichem Untergrund. Auf unverdichtetem Schotter, gefrorenem Boden oder ohne Unterlagen sinken die Stützen beim Betonieren ein. Die Decke biegt sich durch, im schlimmeren Fall bricht die Schalung stellenweise ein.
  • Zu weites Stützen- und Trägerraster. Wird die Herstellertabelle nicht eingehalten, hängt die Schalung zwischen den Stützen durch und die Untersicht wird wellig. Bei dickeren Decken droht Überlastung.
  • Stützen nicht lotrecht. Eine schräge Stütze trägt weniger. Fehlende Dreibeine am Rand machen die Konstruktion instabil.
  • Undichte Fugen. Durch Spalten läuft Zementmilch aus, an der Untersicht entstehen Kiesnester und scharfe Grate, die sich schwer spachteln lassen.
  • Falsche Höhe. Die Decke liegt tiefer oder höher als geplant, später passen Zargen, Stiege oder Fußbodenaufbau nicht.
  • Kein oder zu viel Trennmittel. Ohne Öl klebt der Beton, beim Ausschalen reißen Stücke der Oberfläche aus. Zu viel Öl hinterlässt Flecken und kann die Haftung des Putzes verschlechtern.
  • Vergessene Durchbrüche und Dosen. Nachträgliches Bohren in die fertige Decke ist mühsam und kann die Bewehrung beschädigen.
  • Zu frühes Ausschalen und Entfernen der Stützen. Junger Beton hat noch nicht seine volle Festigkeit. Die Decke kann sich durchbiegen oder reißen, auch wenn sie auf den ersten Blick in Ordnung aussieht.
  • Belastung der jungen Decke. Ziegelpaletten auf der frischen Platte oder zu frühes Einschalen des nächsten Geschoßes ohne Unterstützung der unteren Decke.

Bei mehrgeschoßigen Bauten wird oft vergessen, dass die frische Decke nicht nur sich selbst trägt, sondern über die Stützen auch die nächste Decke darüber. Deshalb bleiben in den unteren Geschoßen Stützen länger stehen, nach Vorgabe des Statikers.

Wie lange es dauert und wann ausgeschalt werden darf

Aufbau

Bei einem üblichen Einfamilienhaus mit regelmäßigem Grundriss schafft eine eingespielte Partie das Einschalen der Decke meist in einem bis einigen Tagen. Paneele sind auf ebener Fläche schneller, ein gegliederter Grundriss mit Unterzügen und Kragplatten dauert länger. Dazu kommen Bewehren, Kontrolle und Betonieren.

Erhärten und Ausschalen

Wann ausgeschalt werden kann, hängt von Betongüte, Deckendicke, Spannweite und vor allem von der Temperatur ab. Als grobe Orientierung:

  • Die Stirnschalung am Rand kann bei warmem Wetter meist nach einem bis drei Tagen weg
  • Bei Systemen mit Fallköpfen kommen Schaltafeln und Träger früher weg, die Stützen bleiben aber unter der Decke
  • Bei üblicher Trägerschalung wird meist nach einigen Tagen bis etwa zwei Wochen ausgeschalt, die Decke bleibt weiter unterstützt
  • Die Stützen bleiben oft mehrere Wochen, genau nach Angabe des Statikers
  • Unter etwa 5 °C erhärtet Beton deutlich langsamer, alle Fristen verlängern sich

Die geplante Festigkeit erreicht Beton in der Regel nach rund 28 Tagen. Das heißt nicht, dass bis dahin alles unterstellt sein muss, aber jedes frühere Ausschalen sollte mit Bauleiter oder Statiker abgestimmt sein. Im Sommer schützt man die frische Decke durch Benetzen oder Abdecken vor raschem Austrocknen, im Winter vor Frost.

Nachunterstützung

Wird die Schalung früher abgebaut, bleiben Stützen unter der Decke oder es werden neue gestellt, die sogenannte Nachunterstützung. Wichtig: nicht die ganze Fläche auf einmal entlasten, sondern Feld für Feld vorgehen, damit die Decke keine ruckartige Last bekommt.

Anleitung für Heimwerker: was Sie selbst vorbereiten können

Das Aufstellen der Deckenschalung gehört in die Hände einer erfahrenen Partie. Als Bauherr können Sie aber einiges beitragen, damit der Aufbau zügig und sicher läuft. Diese Schritte betreffen ausschließlich ebenerdige Vorbereitung:

  1. Erdgeschoß vollständig räumen: Paletten, Material, Werkzeug und Mischmaschine hinausbringen.
  2. Boden kehren und lose Mörtelreste entfernen.
  3. Bei Schotteruntergrund mit der Firma klären, ob verdichtet oder mit Pfosten unterlegt werden muss.
  4. Zufahrt und Lagerplatz für die Schalung freihalten, im Winter von Schnee und Eis befreien.
  5. Deckenplan, Bewehrungsplan und Elektroplan griffbereit auf der Baustelle haben.
  6. Mit Elektrotechniker, Installateur und Lüftungsplaner einen gemeinsamen Termin vor dem Bewehren vereinbaren.
  7. Gewünschte Leuchtenpositionen und Durchbrüche mit der Partie durchgehen.
  8. Nach dem Betonieren in Absprache mit der Firma die Decke im Sommer feucht halten oder abdecken.
  9. Die frische Decke nicht betreten oder belasten lassen, solange die Bauleitung das nicht freigibt.

Kontrolle vor dem Betonieren und Übernahme

Bevor Bewehrung und später Beton auf die Schalung kommen, lohnt sich ein genauer Rundgang. Sie müssen kein Fachmann sein: Vieles sehen Sie mit einem Blick von unten und von oben. Bei Unklarheiten fragen Sie den Polier oder Bauleiter.

  • Stützen stehen lotrecht auf festem Untergrund, wo nötig auf Pfostenunterlagen
  • An Rändern und Ecken sorgen Dreibeine oder andere Sicherungen für Stabilität
  • Stützen- und Trägerraster passen laut Herstellertabelle zur Deckendicke
  • Höhe der Deckenunterkante stimmt mit dem Plan überein, geprüft mit Laser oder Nivelliergerät
  • Schalhaut ist eben, ohne sichtbare Stufen zwischen den Tafeln
  • Fugen sind dicht, auch am Mauerwerk und rund um Öffnungen
  • Stirnschalung am Umfang hat die richtige Höhe und ist fest verankert
  • Öffnungen für Stiege, Rauchfang und Schächte sitzen an der richtigen Stelle und haben die richtige Größe
  • Einbaudosen und Durchbrüche sind nach Elektro- und Installationsplan gesetzt
  • Oberfläche ist sauber, ohne Sägespäne, Nägel und Abschnitte
  • Trennmittel ist gleichmäßig und dünn aufgetragen
  • An allen freien Rändern ist ein Seitenschutz montiert
  • Es ist vereinbart, wann und wie ausgeschalt wird und wie lange die Stützen bleiben
  • Die Kontrolle ist im Bautagebuch eingetragen

Schauen Sie sich nach dem Ausschalen die Untersicht an. Feine Abdrücke der Fugen sind normal und verschwinden unter Putz oder Spachtelung. Größere Kiesnester, eine Durchbiegung oder Risse zeigen Sie dem Bauleiter, bevor verputzt wird.

Häufige Fragen

Klassische Holzschalung wird noch für kleine Flächen oder ungewöhnliche Details verwendet. Systemschalung ist schneller, genauer und hat eine geprüfte Tragfähigkeit laut Herstellertabellen. Für eine ganze Decke im Einfamilienhaus greifen heute die meisten Firmen zum System, weil es den Aufbau verkürzt und Fehler unwahrscheinlicher macht.

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