Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Betonarbeiten: Preis pro m³ und m² 2026 und Ablauf

Zu Betonarbeiten gehören Schalung, Bewehrung und das Betonieren von Fundamenten, Platten und Stiegen, dazu Estrich und die Bearbeitung von Betonoberflächen. Was Sie am Ende zahlen, hängt vor allem vom Bauteil, der Schichtstärke, dem Aufwand für die Schalung und davon ab, wie der Beton an seinen Platz kommt.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
57,56 €/ m³
Richtwert-Spanne
46,00 € - 74,90 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Für das Betonieren von Streifenfundamenten in die vorbereitete Baugrube zahlen Sie laut aktueller Preisliste 57,56 € pro m³ Arbeitsleistung. Schalung, Bewehrung, das Pumpen des Betons und die Oberflächenbearbeitung kommen extra dazu, je nachdem, wie viel davon auf Ihrer Baustelle tatsächlich anfällt.

Leistungsarten und ihre Preise

57,56 €
pro m³
Streifenfundamente

Meist das erste Betonieren auf der Baustelle, der Beton kommt direkt in die vorbereitete und bewehrte Künette.

11,50 €
pro m²
Unterbeton

Dünne Ausgleichsschicht unter der Fundamentplatte oder dem Fußboden, dient als ebener Untergrund für die Abdichtung und erleichtert die weiteren Arbeiten.

25,90 €
pro m²
Schalung für Fundamente und Wände

Die Schalung bestimmt Form und Maß des Bauteils, sie muss steif genug sein, um dem Druck des Frischbetons standzuhalten.

503,65 €
pro t
Bewehrung

Der Bewehrungsstahl wird nach dem Bewehrungsplan der Statik verlegt und gibt dem Bauteil die nötige Zugfestigkeit.

3,90 €
pro m²
Baustahlgitter

Kommen bei Platten und Estrichen statt gebundener Bewehrung zum Einsatz und werden mit der vorgeschriebenen Überlappung verlegt.

10,80 €
pro m²
Maschinenestrich

Der Zementestrich wird maschinell gepumpt und verteilt, er gleicht den Untergrund für Bodenbeläge aus.

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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Betonarbeiten24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³57,56 €-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²11,50 €-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²25,90 €-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²8,35 €-
Bewehrung bindent503,65 €-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 100×100m²3,90 €-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 150×150m²4,32 €-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm11,50 €-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²11,50 €-
Maschinenestrich - Zementm²10,80 €-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²15,54 €-
Montage Ziegeldeckem²27,34 €-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenabdichtungsbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm7,20 €-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²5,76 €-
Pumpen des Betonsm³-
Sonstige Arbeiten
Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde)Std.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Beispielumfang beim Betonieren von Streifenfundamenten (15 m³)
Nur Betonieren in die Künette
15 m³ Streifenfundamente, direkt in die Erdkünette betoniert, ohne Schalung und Bewehrung
863,40 €
Betonieren mit Bewehrung
15 m³ Streifenfundamente und 0,3 t gebundene Betonstahlbewehrung
1014,50 €
Betonieren mit Bewehrung, Schalung und Pumpen
15 m³ Streifenfundamente, Bewehrung, 20 m² Schalung über Gelände und Pumpen des Betons an die Einbaustelle
ab 1532,50 €
Richtwert für die Arbeitsleistung anhand der angegebenen Mengen. Nicht enthalten sind Zufuhr und Preis des Betons selbst, diese verrechnet das Betonwerk separat.

Vorbereitung vor dem Betonieren

01
Künette prüfen und säubern

Die Sohle muss eben sein, ohne aufgelockerte Erde und ohne Schmutz. Sonst setzt sich der Beton später ungleichmäßig.

02
Schalung aufstellen

Der Betonbauer stellt die Schalung genau nach den Maßen aus dem Plan auf und stützt sie mit Streben ab, damit der frische Beton sie nicht wegdrückt.

25,90 €/m²
03
Bewehrung binden

Der Stahl liegt auf Abstandhaltern. So ist er nach dem Betonieren rundum von Beton umschlossen, wie es der Plan vorsieht.

503,65 €/t
04
Beton zuführen und pumpen

Kommt der Mischwagen nicht nah genug heran oder ist der Weg weit, bringt eine Betonpumpe den Beton bis an die Einbaustelle.

05
Beton einbringen und verdichten

Der Beton wird lagenweise eingebracht und mit dem Innenrüttler verdichtet. Das treibt die Luftblasen heraus, und der Beton umschließt die Bewehrung vollständig.

Arbeitsablauf

  1. 01Vor dem Betonieren Untergrund, Künette oder Schalung prüfen.
  2. 02Schalung nach den Maßen aus dem Plan aufstellen.
  3. 03Bewehrung aus Betonstahl binden oder Baustahlgitter verlegen.
  4. 04Beton bestellen, Zufuhr organisieren und bei Bedarf bis an die Einbaustelle pumpen.
  5. 05Beton lagenweise einbringen und mit dem Innenrüttler verdichten.
  6. 06Oberfläche mit der Latte abziehen, begehbare Flächen maschinell glätten.
  7. 07Frischen Beton beim Erhärten feucht halten oder abdecken.
  8. 08Schalung erst entfernen, wenn das Bauteil die nötige Festigkeit hat.

5 häufige Fehler

01
Betonieren ohne Kontrolle der Bewehrung

Fehlen Abstandhalter oder liegt der Stahl zu nah an der Oberfläche, rostet er schneller und an der Oberfläche bilden sich Risse.

02
Zu schwach abgestützte Schalung

Eine schwache Schalung baucht beim Betonieren aus. Das Bauteil hat dann weder das richtige Maß noch die richtige Ebenheit, und nach dem Erhärten ist eine Korrektur sehr mühsam.

03
Beton nicht gerüttelt

Im unverdichteten Beton bleiben Lufthohlräume. Er ist dann weniger fest, und Wasser dringt ins Bauteil ein.

04
Zu früh ausgeschalt

Wird die Schalung entfernt, bevor der Beton fest genug ist, verformt sich das Bauteil und bricht an den Kanten.

05
Keine Nachbehandlung nach dem Betonieren

Trocknet der Beton in Sonne oder Wind aus, ohne feucht gehalten zu werden, erreicht er nicht die geplante Festigkeit, und die Oberfläche staubt.

Wann Betonarbeiten eine statische Planung brauchen

Beton trägt die meisten Häuser: Fundamente, Decken, Rost (Ringanker), Stürze, Stiegen und Stützmauern. Bei tragenden Bauteilen zählt nicht, wie viele Jahre der Professionist schon betoniert, sondern die statische Berechnung. Fundamentmaße, Betonfestigkeitsklasse, Durchmesser und Lage der Bewehrung stehen in den Planungsunterlagen des Statikers. Auf der Baustelle setzt die Partie sie nur um. Wer dort spontan eine dickere Platte statt Bewehrung gießt oder einen Ringanker weglässt, greift in die Statik ein. Eine solche Änderung darf nur der Statiker freigeben.

Auch bei kleineren Vorhaben wie einer Garagenbodenplatte oder einer Stützmauer im Garten lohnt sich ein kurzer Blick vom Fachmann. Eine Stützmauer hält oft mehr Erddruck aus, als man ihr ansieht, und eine Bodenplatte für ein Auto braucht einen anderen Aufbau als eine Terrasse.

Betonsorte, Konsistenz und was in die Bestellung gehört

Transportbeton bestellen Sie in Österreich nach ÖNORM EN 206 in Verbindung mit ÖNORM B 4710-1. Die Bezeichnung verrät mehr als nur die Festigkeit. Eine Angabe wie C25/30 XC2 F45 GK16 besteht aus vier Teilen: Festigkeitsklasse, Umgebung des Bauteils, Fließfähigkeit des Frischbetons und Größtkorn der Gesteinskörnung. Viele Betonwerke arbeiten zusätzlich mit Kurzbezeichnungen für Betonsorten, die mehrere Umgebungsbedingungen zusammenfassen. Fragen Sie im Werk nach, welche Sorte zu Ihrem Bauteil passt.

  • Druckfestigkeitsklasse: Die erste Zahl steht für die Festigkeit eines Prüfzylinders, die zweite für die eines Prüfwürfels, beide in MPa. Für Unterbeton reicht meist eine niedrigere Klasse. Bei tragenden Bauteilen legt die Planung die Klasse fest.
  • Expositionsklasse: XC bedeutet Karbonatisierung, also dass Luft und Feuchtigkeit den Rostschutz der Bewehrung nach und nach aufbrauchen. XF steht für Frost, XD für Chloride aus Streusalz. Eine Hofeinfahrt, auf der Autos fahren und im Winter gestreut wird, braucht einen anderen Beton als ein Fundament in trockenem Boden.
  • Konsistenz: Die Klassen beschreiben, wie flüssig die Mischung ist. In Österreich bestellt man üblicherweise nach Ausbreitmaß, die Klassen tragen das Maß in Zentimetern im Namen, etwa F38, F45 oder F52. Für das Pumpen eignet sich in der Regel eine weiche Konsistenz wie F45 oder F52, steifer Beton geht schlecht durch die Pumpe.
  • Gesteinskörnung: Das Größtkorn (GK) richtet sich nach Bauteildicke und Bewehrungsdichte. Für dünne Bauteile und enge Bewehrung wählen Sie ein kleineres Korn.

In der Praxis kippt oft jemand Wasser in den Mischwagen, damit sich der Beton leichter verteilen lässt. Jeder zusätzliche Liter verschlechtert aber den Wasserzementwert, also das Verhältnis von Wasser zu Zement. Der Beton wird schwächer und hält Frost schlechter aus. Brauchen Sie eine weichere Mischung, bestellen Sie sie gleich im Werk mit Fließmittel. Heben Sie den Lieferschein jedes Fahrmischers auf. Darauf stehen Betonsorte und Mischzeitpunkt, und er ist der einzige Beleg dafür, was tatsächlich im Bauteil steckt.

Die Betonage organisieren: Menge, Transport, Zufahrt

Eine Mischmaschine lohnt sich bei Punktfundamenten, kleinen Flächen und Ausbesserungen. Bei größeren Mengen stößt sie an Grenzen. Eine Bodenplatte von 14 × 10 m mit 20 cm Dicke hat 28 m³. Das sind vier Fahrmischer zu je 7,5 m³, aber Hunderte Füllungen einer normalen Baustellenmischmaschine. Von Hand ließe sich so eine Platte weder in einem Zug noch in gleichmäßiger Qualität betonieren.

Wenn Sie Transportbeton nehmen, klären Sie vorher folgende Punkte:

  • Zufahrt für den schweren Fahrmischer: Hält der Weg das Gewicht aus, gibt es Platz zum Rangieren und Umdrehen, muss eine Straße kurz gesperrt werden?
  • Reichweite der Rutsche: Sie beträgt nur wenige Meter. Für entfernte Stellen, Decken und Arbeiten hinter dem Haus brauchen Sie eine Betonpumpe.
  • Lückenlose Lieferung: Die eingebaute Schicht darf nicht anziehen, bevor das nächste Fahrzeug da ist.
  • Genug Leute und Werkzeug zum Verteilen, Verdichten und Abziehen.
  • Verarbeitungszeit: Der Beton sollte in der Regel innerhalb von etwa 90 Minuten nach dem Mischen eingebaut sein, bei Hitze schneller.

Bestellen Sie die Menge mit einer kleinen Reserve. Die Baugrube ist selten ganz eben, und die Schalung gibt unter dem Betondruck etwas nach. Fehlt am Ende des Tages ein Kubikmeter, entsteht eine Arbeitsfuge genau dort, wo niemand sie geplant hat.

Fundamente: woran Sie vor dem ersten Kubikmeter denken sollten

Fundamente müssen bis in frostfreie Tiefe reichen, also dorthin, wo der Boden im Winter nicht gefriert. In Österreich sind das meist mindestens 0,8 m, in höheren Lagen und alpinen Regionen sowie bei manchen Böden deutlich mehr. Die genaue Tiefe und Breite legt die Planung nach der Tragfähigkeit des Baugrunds fest, oft auf Grundlage eines Bodengutachtens. Die Sohle der Baugrube sollte im gewachsenen, ungestörten Boden liegen. Hat Regen sie aufgeweicht, tragen Sie die gatschige Schicht vor dem Betonieren ab.

Einiges gehört in die Baugrube, bevor der Beton kommt, weil es sich später nur schwer oder gar nicht nachrüsten lässt:

  • Fundamenterder: ein Erdungsband aus Stahl, das nach ÖVE/ÖNORM E 8014 und der Elektroplanung in die Fundamente oder die Bodenplatte kommt. Planen, prüfen und anschließen darf ihn nur ein konzessionierter Elektrotechniker. Die Messung gehört in die Dokumentation der Elektroinstallation.
  • Leerrohre und Durchführungen: für Kanal, Wasser, Strom, Telekommunikation und gegebenenfalls Gas. Eine spätere Kernbohrung durch das fertige Fundament ist aufwendig und schwächt das Bauteil. Bei Hauseinführungen achten Sie auf dichte Systeme, die zur Abdichtung passen.
  • Radon- und Feuchteschutz: In manchen Regionen, etwa im Mühl- und Waldviertel oder in Teilen Tirols und Kärntens, spielt Radon eine Rolle. Ob Ihr Grundstück betroffen ist, zeigt die österreichische Radonkarte. Den Aufbau der Abdichtung plant man nach Radonbelastung und Grundwasserstand. Der Unterbeton (Sauberkeitsschicht) schafft dafür eine ebene, feste Unterlage.

Schalung, verlorene Schalung und Decken

Frischbeton drückt auf die Schalung wie eine schwere Flüssigkeit: Ein Kubikmeter wiegt rund 2,4 Tonnen. Je höher und schneller Sie betonieren, desto größer der Druck. Deshalb betoniert man hohe Wände lagenweise. Konventionelle Schalung aus Brettern und Kanthölzern eignet sich für ungewöhnliche Formen, Systemrahmenschalung für Wände und wiederkehrende Bauteile. Streichen Sie die Schalflächen mit Trennmittel ein. Sonst klebt der Beton an, und beim Ausschalen reißt die Oberfläche.

Verlorene Schalung

Verlorene Schalung bleibt im Bauteil. Dazu gehören Mantelsteine aus Beton oder Polystyrol, die man bewehrt und mit Beton füllt, und Elementdecken. Eine Elementdecke ist eine dünne Fertigteilplatte mit eingebauten Gitterträgern. Sie liegt auf Montagestützen, und auf der Baustelle kommt der Aufbeton darauf. Im österreichischen Einfamilienhausbau ist sie sehr verbreitet.

Ziegeldecke

Eine Ziegeldecke besteht aus Ziegelträgern mit Gitterträgerbewehrung und dazwischen eingehängten Deckenziegeln. Sie findet sich häufig in älteren Häusern und wird auch heute noch gebaut. Die Träger liegen mit der vom Hersteller vorgegebenen Auflagerlänge auf dem Mauerwerk und werden nicht verdübelt. Montagestützen gehören unter die Träger, in den Abständen laut Hersteller, nicht mittig zwischen zwei Träger. Danach folgen Baustahlgitter, Ringanker und Aufbeton.

Stiege

Bei einer Ortbetonstiege formen senkrechte Setzstufenbretter die Stufen und bestimmen die Steigungshöhe. Die schräge Unterschalung trägt den ganzen Lauf. Alle Stufen müssen gleich hoch sein, und Sie müssen die Dicke des späteren Fußbodenaufbaus auf dem Podest und unten mit einrechnen, also Estrich und Belag. Wer sich an der ersten oder letzten Stufe um einen Zentimeter verrechnet, bekommt das nach dem Betonieren kaum noch korrigiert.

Bewehrung und Betondeckung

Warum steckt Stahl im Beton? Beton hält Druck sehr gut aus, Zug dagegen schlecht. Den Zug übernimmt der Stahl, und der Beton schützt ihn vor Rost. Das klappt nur, wenn eine ausreichend dicke Betonschicht die Bewehrung umhüllt. Diese Betondeckung liegt je nach Umgebung und Bauteil ungefähr zwischen 20 und 50 mm, bei Beton direkt gegen Erdreich deutlich mehr. Sie sichern sie mit Abstandhaltern, die obere Lage in Platten mit Unterstützungskörben.

Baustahlgitter verlegt man mit Überlappung, meist um ein bis zwei Maschen, je nach Planung. Oft sieht man Gitter, die direkt auf dem Boden liegen und beim Betonieren mit dem Rechen hochgezogen werden sollen. Meistens landen sie trotzdem unten in der Platte, wo sie kaum etwas bewirken. Bei tragenden Bauteilen nimmt die Bauleitung oder der Statiker die Bewehrung vor dem Betonieren ab und vermerkt das im Bautagebuch.

Verdichten und Oberfläche bearbeiten

Den Innenrüttler (Rüttelflasche) tauchen Sie senkrecht und in gleichmäßigen Abständen ein. Als Richtwert gilt etwa das Acht- bis Zehnfache des Flaschendurchmessers zwischen zwei Eintauchstellen. Rütteln Sie, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und sich ein dünner Zementleimfilm zeigt. Bei lagenweisem Betonieren soll die Flasche auch in die untere Lage reichen, damit beide sich verbinden. Rütteln Sie aber nicht zu lange an einer Stelle: Der Beton entmischt sich, die schweren Körner sinken ab, und oben sammelt sich Wasser mit Feinteilen.

Platten und Böden verdichten und ziehen Sie mit einer Rüttelbohle ab, die über Höhenlehren läuft. Industrieböden und befahrbare Flächen glättet man nach dem Anziehen mit Flügelglättern. Soll die Oberfläche besonders verschleißfest werden, streut man Hartstoff ein. Für diesen Schritt bleibt nur ein kurzes Zeitfenster. Glätten Sie zu früh, ziehen Sie Wasser nach oben. Zu spät schließt sich die Oberfläche nicht mehr.

Nachbehandlung, Wetter und Fugen

Beton wird nicht durch Trocknen fest, sondern durch die chemische Reaktion von Zement und Wasser. Verdunstet das Wasser an der Oberfläche zu früh, stoppt die Reaktion. Die Oberfläche bleibt weich, staubt und bekommt ein Netz feiner Risse. Halten Sie den Beton deshalb einige Tage feucht, in der Regel mindestens eine Woche: durch Besprühen, Folie, feuchtes Vlies oder ein Nachbehandlungsmittel.

  • Sommer: früh am Morgen betonieren, Untergrund und Schalung vornässen und den Beton gleich nach dem Abziehen vor Sonne und Wind schützen.
  • Kalte Jahreszeit: Ab etwa +5 °C und darunter erhärtet Beton deutlich langsamer. Trifft Frost den jungen Beton, bevor er eine gewisse Anfangsfestigkeit hat, nimmt er dauerhaft Schaden. Es helfen wärmerer Beton aus dem Werk, Beschleuniger und eine Abdeckung mit Dämmmatten.
  • Ausschalen: Seitliche Schalung an Wänden und Fundamenten kommt meist nach einigen Tagen weg. Deckenstützen bleiben deutlich länger stehen, etwa 21 bis 28 Tage oder so lange, wie der Statiker vorgibt. Decken schon nach 7 bis 14 Tagen ohne Nachweis auszuschalen, ist riskant.
  • Schwindfugen: Große Platten und Außenflächen teilt man in Felder. Die Fugen schneidet man in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden, etwa ein Viertel bis ein Drittel der Plattendicke tief. Ohne Fugen sucht sich der Beton seine Risse selbst.

Estriche: Zementestrich und Calciumsulfatestrich

Estrich trägt nicht das Haus. Er verteilt Lasten und schafft einen ebenen Untergrund für Fliesen, Parkett oder Vinyl. Ein schwimmender Zementestrich auf Dämmung ist meist um 45 bis 50 mm dick. Bei Fußbodenheizung richtet sich die Überdeckung der Rohre nach dem Systemhersteller und den einschlägigen Normen, etwa ÖNORM B 3732 und ÖNORM EN 1264. Calciumsulfat-Fließestrich, oft Anhydritestrich genannt, verläuft fast von selbst und kann dünner sein. Er eignet sich aber nicht für dauerhaft nasse Bereiche und nicht für draußen, und seine Oberfläche muss nach dem Erhärten angeschliffen werden.

Viele Reklamationen entstehen, weil der Belag auf zu feuchtem Estrich liegt. Eine alte Faustregel sagt: Zementestrich trocknet in den ersten vier Zentimetern etwa 1 cm pro Woche, dickere Schichten deutlich langsamer. Verlassen können Sie sich nur auf die Messung der Restfeuchte mit der CM-Methode. Die Grenzwerte geben der Belagshersteller und die einschlägigen ÖNORMEN vor. Bei Zementestrich liegen sie ungefähr um 2 CM-%, bei Calciumsulfatestrich um 0,5 CM-%, bei beheizten Estrichen jeweils etwas niedriger. Eine Fußbodenheizung muss vorher nach Aufheizprotokoll belegreif geheizt werden. Fliesenleger und Bodenleger fragen in der Regel nach diesem Protokoll.

Anleitung für Heimwerker: Fundament für einen Zaunsteher betonieren

Punktfundamente für Zaun, Pergola oder Gartenhütte schaffen geschickte Heimwerker meist selbst. Achten Sie beim Graben auf Leitungen im Boden. Stoßen Sie auf eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, hören Sie sofort auf, entfernen Sie sich und rufen Sie den Gasnotruf 128 an, bei akuter Gefahr zusätzlich die 112.

  1. Leitungsauskunft bei Netzbetreibern, Stadtwerken oder Gemeinde einholen und die Zaunachse mit einer Schnur abstecken.
  2. Loch bis in frostfreie Tiefe ausheben, meist mindestens 0,8 m, etwa dreimal so breit wie die Kante des Stehers.
  3. Eine Schicht Schotter einfüllen und verdichten, damit Wasser vom Fuß des Stehers abläuft.
  4. Steher oder Pfostenträger einsetzen, mit der Wasserwaage in zwei Richtungen ausrichten und mit schrägen Latten sichern.
  5. Fertigbeton aus dem Sack genau nach Packungsangabe anmischen, ohne zusätzliches Wasser, und dabei Handschuhe und Schutzbrille tragen, weil Zement Haut und Augen reizt.
  6. Beton lagenweise einfüllen, jede Lage mit einem Stab durchstochern, damit die Luft entweicht, und zwischendurch prüfen, ob der Steher noch senkrecht steht.
  7. Die Oberfläche vom Steher weg mit Gefälle abziehen, damit kein Wasser am Fuß stehen bleibt, den Beton einige Tage feucht halten und vor Frost schützen.
  8. Zaunfelder erst montieren, wenn der Beton erhärtet ist, etwa nach einer Woche, schwere Tore nach Herstellerangaben noch später.

So nehmen Sie Betonarbeiten ab

  • Die Lieferscheine passen zur Festigkeitsklasse und Expositionsklasse aus der Planung
  • Die Bewehrung wurde vor dem Betonieren abgenommen und im Bautagebuch vermerkt
  • Maße, Höhen und Lage der Durchführungen stimmen mit der Planung überein
  • Die Oberfläche zeigt keine Kiesnester, Hohlstellen oder freiliegende Bewehrung, die Kanten sind gerade
  • Die Ebenheit von Platten und Estrichen ist mit einer langen Richtlatte geprüft
  • Schwind- und Bewegungsfugen sind nach Planung geschnitten oder ausgebildet
  • Sie wissen, wie und wie lange der Beton nachbehandelt wurde, und haben eine Aufzeichnung des Wetters während der Betonage
  • Für Estriche liegen vor dem Verlegen des Belags das Protokoll der CM-Messung und bei Fußbodenheizung das Aufheizprotokoll vor

Häufige Fragen

Laut aktueller Preisliste kostet das Betonieren von Streifenfundamenten in die vorbereitete Baugrube 57,56 € pro m³ Arbeitsleistung. Schalung, Bewehrung und das Pumpen des Betons werden extra verrechnet, je nach tatsächlichem Umfang.

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.