Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Ziegeldecke montieren

Die Ziegeldecke ist in gemauerten Einfamilienhäusern in Österreich sehr verbreitet. Sie besteht aus leichten Fertigteilträgern und Deckenziegeln, die auf das Mauerwerk gelegt und anschließend mit Beton vergossen werden. Man spricht auch von Ziegel-Fertigteildecke oder Einhängedecke.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·23 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 27,60/ m²
Richtwert-Spanne
€ 22,08 - € 35,88
Wohnung 60 m²
€ 4140,00
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Betonarbeiten23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Montage Ziegeldeckem²€ 27,60-
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³€ 55,20-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²€ 11,05-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²€ 24,85-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²€ 8,00-
Bewehrung bindent€ 483,00-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 100×100m²€ 3,75-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 150×150m²€ 4,15-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm€ 16,55-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²€ 12,40-
Maschinenestrich - Zementm²€ 14,50-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²€ 16,30-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenabdichtungsbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm€ 6,90-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²€ 6,20-
Pumpen des Betonsm³-
Summe Arbeit
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Was eine Ziegeldecke ist und woraus sie besteht

Es handelt sich um eine sogenannte teilvorgefertigte Decke. Ein Teil kommt fertig aus dem Werk, der Rest entsteht direkt auf der Baustelle beim Betonieren. Am Ende haben Sie eine zusammenhängende Stahlbetonplatte mit einer Untersicht aus Ziegel.

Die wichtigsten Bestandteile

  • Ziegel-Fertigteilträger haben unten eine Ziegelschale, in die ein räumlicher Bewehrungskorb aus Stahl einbetoniert ist. Dieser Korb ragt oben heraus und verbindet den Träger nach dem Betonieren mit der Deckenplatte. Die Träger werden in verschiedenen Längen passend zur Raumspannweite gefertigt.
  • Deckenziegel sind hohle Ziegelkörper, die zwischen die Träger eingehängt werden. Es gibt sie in unterschiedlichen Höhen. Welche Höhe nötig ist, legt der Statiker nach Spannweite und Belastung fest.
  • Aufbeton ist die Betonschicht über den Deckenziegeln, meist ungefähr 4 bis 6 cm dick. Darin liegt ein Baustahlgitter. Der Beton füllt auch die Fugen über den Trägern und bildet so die tragenden Rippen.
  • Der umlaufende Rost (Ringbalken) ist ein Stahlbetonband rund um die Decke auf den tragenden Wänden. Er verbindet Decke und Mauerwerk und steift das ganze Haus aus.
  • Montagestützen sind Deckenstützen mit Jochträgern oder Kanthölzern, die die Decke tragen, bis der Beton fest genug ist.

Warum gerade Ziegel

Die Untersicht besteht aus demselben Material wie die Ziegelwände. Der Deckenputz haftet daher ähnlich gut wie an den Wänden. Die Decke ist leichter als eine massive Betonplatte gleicher Dicke, das entlastet Mauerwerk und Fundament. Die Hohlkörper verbessern auch etwas den Schallschutz gegen Luftschall aus dem Nachbarraum. Den Trittschall muss trotzdem der schwimmende Estrich lösen.

Wann die Ziegeldecke passt und wann eher nicht

Für einfache Grundrisse mit üblichen Spannweiten ist die Ziegeldecke eine gute Wahl. Die Träger sind so leicht, dass zwei Personen sie tragen und von Hand verlegen können. Auf der Baustelle reicht ein Mischer oder ein Fahrmischer mit Betonpumpe.

Vergleich mit anderen Deckensystemen

  • Eine Ortbetondecke schafft komplizierte Formen, größere Spannweiten, Auskragungen und Balkone. Sie braucht aber eine Schalung über die ganze Fläche, mehr Bewehrung und mehr Beton. Sie ist schwerer und aufwendiger.
  • Spannbeton-Hohldielen liegen schnell, oft an einem Tag, und sind sofort begehbar. Dafür brauchen Sie einen Kran, eine gute Zufahrt und sehr genau gemauerte Wände. Für unregelmäßige Grundrisse eignen sie sich weniger.
  • Elementdecken (oft Fertigteildecke genannt) sind dünne vorgefertigte Platten mit Bewehrung, auf die der Rest betoniert wird. Sie haben eine glatte Betonuntersicht und werden ebenfalls mit dem Kran versetzt.
  • Eine Holzbalkendecke ist leicht und schnell gebaut. Beim Holzbau oder über dem obersten Raum unter dem Dach ist sie sinnvoll. Sie dämpft aber Schall schlechter und ist nicht so steif wie eine Betonplatte.

Wo die Grenzen liegen

Für große offene Räume ohne Zwischenauflager rät der Statiker oft davon ab oder plant höhere Deckenziegel und engere Trägerabstände. Auskragende Balkone lassen sich mit dem System nicht direkt herstellen. In der Praxis werden sie als Ortbetonteil ausgeführt und an die Ziegeldecke angeschlossen. Wird bei einer Sanierung eine alte Holzdecke durch eine Ziegeldecke ersetzt, muss geklärt sein, ob das alte Mauerwerk die schwerere Konstruktion trägt. Ohne Beurteilung durch einen Statiker sollten Sie das nicht angehen.

Was fertig sein muss, bevor die Partie kommt

Die Decke ist ein tragendes Bauteil. Sie wird nicht nach Augenmaß verlegt, sondern nach Plan. Die meisten Probleme entstehen schon, bevor der erste Träger liegt.

Verlegeplan

Zur Decke gehört ein Verlegeplan. Er zeigt Typ und Länge der Träger, ihre Lage, die Höhe der Deckenziegel, wo doppelte Träger und Auswechslungen liegen, die Bewehrung des Rosts und die Betongüte. Den Verlegeplan erstellt der Statiker oder die technische Abteilung des Herstellers auf Basis der Einreichplanung. Ohne ihn weiß der Hersteller meist gar nicht, welche Träger er liefern soll.

In einem Mehrparteienhaus gehört die Decke zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Sprechen Sie dort jeden Eingriff vorher mit der Hausverwaltung und der Wohnungseigentümergemeinschaft ab.

Zustand der Baustelle

  • Das tragende Mauerwerk ist auf der geplanten Höhe fertig und waagrecht. Unterschiedlich hohe Wände führen zu schief liegenden Trägern und einer krummen Decke.
  • Der Boden unter der Decke (Fundamentplatte oder darunterliegende Decke) trägt die Stützen. Auf weicher Schüttung ohne Unterlage sinken die Steher ein.
  • Das Material ist geliefert und so gelagert, dass es nicht beschädigt wird. Träger liegen waagrecht auf Unterlagshölzern, nicht schräg an der Wand.
  • Es gibt genug Stützen und Jochträger. Wie viele, ergibt sich aus Spannweiten und Herstellerangaben.
  • Elektrotechniker und Installateur wissen vorher, wo Leuchten, Abwasserdurchführungen, Lüftung und Rauchfang hinkommen.

Sicherheit

Die Montage findet in der Höhe und über freiem Raum statt. Deckenränder brauchen eine Absturzsicherung, die Stiegenöffnung wird abgedeckt oder umwehrt. Elektroinstallationen auf der Baustelle, vor allem der Baustromverteiler, gehören in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers. Weil es sich um ein tragendes Bauteil handelt, gibt es hier bewusst keine Heimwerker-Anleitung. Beim Bauen mit Eigenleistung können Sie gut als Helfer mitarbeiten. Ablauf und Kontrolle sollten aber erfahrene Leute, etwa ein Polier, und die Bauaufsicht in der Hand haben.

So läuft die Montage Schritt für Schritt

Auflager ausgleichen

Auf die Mauerkrone kommt dort, wo die Träger aufliegen, ein Mörtelbett, das kleine Unebenheiten ausgleicht. Der Träger muss mit der ganzen Fläche aufliegen, nicht nur auf der Ziegelkante. Die Auflagerlänge geben Hersteller und Statiker vor, meist sind es ungefähr 12 bis 15 cm auf jeder Seite.

Stützen aufstellen

Vor oder gleich nach dem Verlegen der Träger kommen die Montagestützen darunter. Quer zu den Trägern laufen Jochträger oder Kanthölzer, die auf Deckenstützen stehen. Den Abstand bestimmt der Hersteller, üblicherweise liegt er bei ungefähr 1,5 bis 1,8 m. Bei größeren Spannweiten werden die Stützen in Feldmitte leicht überhöht, damit die Decke nach dem Belasten gerade liegt. Wie stark diese Überhöhung ist, steht im Plan und wird nicht von der Partie geschätzt.

Träger verlegen

Die Träger werden im Achsabstand passend zur Breite der Deckenziegel verlegt. Zuerst legt man zwei Träger, setzt an beiden Enden je einen Deckenziegel als Lehre dazwischen und richtet danach die weiteren aus. Unter Zwischenwänden, die quer zu den Trägern stehen, ist meist nichts zu ändern. Unter Zwischenwänden parallel zu den Trägern sieht der Plan dagegen oft doppelte Träger vor. Bei Öffnungen für Stiege, Rauchfang oder Schacht wird eine Auswechslung ausgeführt. Die Träger werden unterbrochen und ihre Last auf verstärkte Nachbarträger oder einen Ortbetonbalken übertragen.

Deckenziegel einhängen

Die Deckenziegel werden trocken, ohne Mörtel, dicht aneinander zwischen die Träger gelegt. Die Randziegel am Rost werden verschlossen, damit kein Beton in die Hohlräume läuft. Beschädigte Ziegel mit gebrochener Unterseite haben in der Decke nichts verloren, sie könnten später samt Putz herunterfallen. Auf die Ziegel selbst steigt man nicht. Die Arbeiter legen Pfosten oder Bretter auf, die das Gewicht auf die Träger verteilen.

Schalung und Bewehrung des Rosts

Außen wird der Rost eingeschalt, oder man verwendet Rostschalungsziegel mit eingelegter Wärmedämmung dahinter. Die Dämmung verhindert eine Wärmebrücke an dieser Stelle. In den Rost kommt die Bewehrung laut Plan, meist vier Längsstäbe mit Bügeln. Auf die Deckenziegel wird das Baustahlgitter auf Abstandhaltern gelegt, damit es im Beton liegt und nicht ganz unten.

Leitungen und Durchführungen

Jetzt ist die letzte Gelegenheit für Deckendosen, die in die Ziegel gesetzt werden, für Leerrohre im Aufbeton und für Aussparungen oder Rohre für Durchführungen. Was hier vergessen wird, muss später in die fertige Decke gebohrt werden. Bohren in bewehrte Rippen ist immer ein Risiko.

Kontrolle vor dem Betonieren

Bevor betoniert wird, prüfen Bauaufsicht oder Statiker die Bewehrung und die Auflager. Halten Sie diese Prüfung im Bautagebuch fest. Nach dem Betonieren lässt sich nichts mehr korrigieren.

Betonieren

Kurz vor dem Betonieren werden die Deckenziegel gründlich mit Wasser angenässt. Trockener Ziegel würde dem Beton das Wasser entziehen und der Beton in den Rippen könnte nicht richtig erhärten. Der Beton in der geplanten Güte wird gleichmäßig verteilt, nicht auf einen Haufen geschüttet. Verdichtet wird mit dem Innenrüttler, vor allem in den Rippen und im Rost, wo leicht Luftnester bleiben. Danach zieht man die Oberfläche mit der Latte eben ab.

Nachbehandlung

Die ersten Tage nach dem Betonieren entscheiden über die Qualität. Die Oberfläche bleibt feucht, durch Besprühen oder Abdecken mit Folie, meist mindestens eine Woche, bei Hitze und Wind länger. Unter ungefähr 5 °C wird ohne Winterbaumaßnahmen nicht betoniert.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Der Aufwand kann sich von Baustelle zu Baustelle deutlich unterscheiden, auch wenn die Deckenfläche gleich groß ist.

Das macht es leichter

  • Ein einfacher rechteckiger Grundriss mit gleichen Spannweiten und einem einzigen Trägertyp
  • Genau gemauerte, waagrechte Wände ohne Nacharbeit
  • Eine gute Zufahrt für Fahrmischer und Betonpumpe
  • Rechtzeitig geliefertes Material, das nahe beim Haus lagert
  • Ein fertiger Verlegeplan und klare Lage aller Leitungen

Das macht es schwerer

  • Ein verwinkelter Grundriss, schräge Wände und viele verschiedene Trägerlängen
  • Viele Durchführungen, Auswechslungen und doppelte Träger
  • Hohe Geschoße, für die längere Stützen und ein Gerüst nötig sind
  • Kombination mit Ortbetonteilen wie Balkon oder Unterzug
  • Ein enges oder steiles Grundstück, auf das der Beton nur umständlich kommt
  • Eine Sanierung, bei der die Decke in altes Mauerwerk kommt, oft mit unebener Mauerkrone und Abbrucharbeiten
  • Ungünstiges Wetter, Hitze oder Kälte, das zusätzliche Nachbehandlung verlangt

Wenn Sie Angebote vergleichen, klären Sie, was eine Position pro m² genau umfasst. Manchmal ist nur das Verlegen von Trägern und Deckenziegeln enthalten, manchmal auch Stützen, Rost, Bewehrung und Betonieren. Der Unterschied im Leistungsumfang ist meist größer, als er auf den ersten Blick wirkt.

Abstimmung mit den anderen Professionisten

An der Decke treffen viele Gewerke zusammen. Je besser sie sich vorher abstimmen, desto weniger muss später in die fertige Konstruktion gestemmt werden.

  • Der Maurer mauert die Wände genau auf die geplante Höhe. Die Deckenhöhe bestimmt Stiege, Raumhöhe und Fensterhöhe im Obergeschoß mit.
  • Der Statiker erstellt den Verlegeplan und prüft die Bewehrung vor dem Betonieren.
  • Der Elektrotechniker setzt Deckendosen und Leerrohre vor dem Betonieren.
  • Der Installateur markiert Durchführungen für Abwasser, Wasser und Heizung, damit später nicht gebohrt werden muss.
  • Der Rauchfangkehrer oder Kaminbauer gibt die Größe der Öffnung und die Abstände zu brennbaren Baustoffen vor.
  • Das Betonwerk liefert Beton in der richtigen Güte und Konsistenz zum vereinbarten Termin. Die Partie zum Betonieren muss bereitstehen, bevor der Fahrmischer kommt.
  • Nach der Decke folgen das nächste Geschoß oder der Dachstuhl, später Estrich und Deckenputz. Der Putz kommt direkt auf den Ziegel, eine ebene Decke spart dem Verputzer also Arbeit.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

In der Praxis wiederholen sich immer dieselben Fehler. Die meisten entstehen aus Zeitdruck oder weil an den Stützen gespart wird.

  • Zu wenige Stützen oder zu große Abstände. Die Träger biegen sich unter dem frischen Beton durch und die Decke bleibt dauerhaft durchgebogen. Sie sehen das an einer unebenen Untersicht und an Rissen im Putz.
  • Zu kurzes oder unebenes Auflager. Der Träger kann sich verdrehen oder die Mauerkante abbrechen. Später zeigen sich Risse in der Ecke zwischen Wand und Decke.
  • Trockene Deckenziegel beim Betonieren. Der Beton in den Rippen verliert Wasser, erhärtet schlecht und bleibt weniger fest. An der Oberfläche entstehen Haarrisse.
  • Baustahlgitter ganz unten. Ohne Abstandhalter sinkt das Gitter auf die Ziegel und bringt nichts. Die Deckenoberfläche kann dann reißen.
  • Nicht verdichteter Beton. In Rippen und Rost bleiben Kiesnester und Hohlräume. Die Konstruktion ist schwächer und die Bewehrung kann rosten.
  • Offene Randziegel. Der Beton läuft in die Hohlräume, die Decke wird unnötig schwer und der Beton fehlt dort, wo er gebraucht wird.
  • Zu frühes Ausschalen oder Belasten. Paletten mit Ziegeln auf der jungen Decke oder Stützen, die nach wenigen Tagen entfernt werden, führen zu Durchbiegung und Rissen.
  • Vergessene Durchführungen. Nachträgliches Bohren kann die Bewehrung in einer Rippe durchtrennen. Bei größeren Öffnungen braucht es eine Beurteilung durch den Statiker.
  • Zwischenwand parallel zu den Trägern ohne Verstärkung. Der Träger gibt unter der Last der Wand mit der Zeit nach, in der Wand erscheint ein Riss.

Wie lange es dauert und wann die Stützen weg dürfen

Das Verlegen von Trägern und Deckenziegeln geht schnell. Bei einem üblichen Einfamilienhaus schafft eine erfahrene Partie ein Geschoß meist in ein bis zwei Tagen. Schalung und Bewehrung des Rosts, Baustahlgitter und Leitungen brauchen ein bis zwei weitere Tage. Betoniert ist ein Geschoß in der Regel an einem Tag.

Am längsten dauert das Warten. Beton erreicht seine Planfestigkeit nach ungefähr 28 Tagen. Dann werden die Stützen üblicherweise entfernt, sofern Statiker oder Hersteller nichts anderes vorgeben. Manche Verfahren erlauben ein schrittweises früheres Lösen, aber nur nach den Vorgaben im Plan. Bei Kälte erhärtet der Beton langsamer und die Zeit verlängert sich. Vorsichtig begehen können Sie die Decke schon nach wenigen Tagen. Schweres Material lagern Sie aber erst darauf, wenn die Bedingungen aus der Statik erfüllt sind.

Wollen Sie gleich das nächste Geschoß mauern, fragen Sie den Statiker, ab wann das geht und ob die Stützen stehen bleiben müssen. Auf einer gestützten Decke weiterzumauern ist üblich, muss aber abgesprochen sein.

Prüfung und Abnahme der fertigen Decke

Konzentrieren Sie sich bei der Abnahme auf Dinge, die sich später schwer reparieren lassen. Ein Teil der Prüfung findet vor dem Betonieren statt, ein Teil nach dem Ausschalen. Holen Sie dazu nach Möglichkeit die Bauaufsicht dazu.

  • Typ, Länge und Lage der Träger entsprechen dem Verlegeplan
  • Die Auflagerlänge stimmt und die Träger liegen im Mörtelbett
  • Doppelte Träger und Auswechslungen sitzen dort, wo der Plan sie vorsieht
  • Die Deckenziegel sind unbeschädigt, dicht verlegt und die Randziegel verschlossen
  • Rostbewehrung und Baustahlgitter liegen laut Plan auf Abstandhaltern
  • Die Kontrolle der Bewehrung vor dem Betonieren steht im Bautagebuch
  • Deckendosen und Durchführungen sind an den vereinbarten Stellen
  • Der Lieferschein bestätigt die vorgeschriebene Betongüte
  • Die Oberfläche des Aufbetons ist eben, ohne größere Risse und Kiesnester
  • Die Untersicht ist nach dem Ausschalen eben und ohne sichtbare Durchbiegung
  • Am Übergang zwischen Decke und Wänden gibt es keine Risse
  • Die Stützen wurden erst zum Termin laut Plan oder Statiker entfernt

Häufige Fragen

Beim Bauen mit Eigenleistung arbeiten Bauherren oft mit, die Decke bleibt aber ein tragendes Bauteil. Sie brauchen einen Verlegeplan vom Statiker, eine erfahrene Partie, die Stützen aufstellen und Bewehrung verlegen kann, und eine Kontrolle durch die Bauaufsicht vor dem Betonieren. Ohne Erfahrung sollten Sie die Leitung dieser Arbeit nicht übernehmen.

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