Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Österreich. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonarbeiten | ||||
| Dehnfugen schneiden | lfm | € 6,90 | - | |
| Betonieren der Streifenfundamente in den Aushub | m³ | € 55,20 | - | |
| Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschicht | m² | € 11,05 | - | |
| Betonieren Bodenplatte 100 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 150 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 200 mm | m² | - | ||
| Schalung für Fundamente und Wände herstellen | m² | € 24,85 | - | |
| Deckenschalung (System Doka/Peri) | m² | - | ||
| Ausschalen der Decke | m² | € 8,00 | - | |
| Bewehrung binden | t | € 483,00 | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlgitter 100×100 | m² | € 3,75 | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlgitter 150×150 | m² | € 4,15 | - | |
| Treppe betonieren inkl. Schalung | m³ | - | ||
| Treppenschalung montieren | lfm | - | ||
| Treppenschalung ausbauen | lfm | € 16,55 | - | |
| Handverlegter Bodenestrich bis 7 cm | m² | € 12,40 | - | |
| Maschinenestrich - Zement | m² | € 14,50 | - | |
| Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend) | m² | € 16,30 | - | |
| Montage Ziegeldecke | m² | € 27,60 | - | |
| Bitumen-Voranstrich | m² | - | ||
| Verlegung Bitumenabdichtungsbahn | m² | - | ||
| Maschinelles Glätten der Betonoberfläche | m² | € 6,20 | - | |
| Pumpen des Betons | m³ | - | ||
Warum Beton reißt und was der Schnitt dagegen tut
Frischer Beton enthält mehr Wasser, als der Zement zum Erhärten braucht. Das überschüssige Wasser verdunstet nach und nach, und die Platte schwindet. Dabei hält sie der Untergrund von unten fest, am Rand halten sie Wände und Stützen. So entsteht Zugspannung, und Beton, der auf Zug wenig aushält, reißt irgendwo auf. Ein Schnitt in den oberen Teil der Platte schwächt sie genau an dieser Stelle. Der Riss bildet sich dann direkt unter dem Schnitt, gerade und versteckt.
Schnittfuge ist nicht gleich Dehnfuge
Im Alltag nennt man jede Fuge im Beton Dehnfuge. Fachleute unterscheiden drei Arten, und es hilft, sie zu kennen, wenn Sie mit dem Baumeister oder der Betonfirma sprechen:
- Schwind- oder Scheinfugen werden in den jungen Beton geschnitten und reichen nur in einen Teil der Plattendicke. Um sie geht es in diesem Beitrag.
- Dehn- oder Bewegungsfugen trennen die Platte über die ganze Dicke von Wänden, Stützen, Stiegen oder anderen Bauteilen. Sie entstehen vor dem Betonieren durch einen Randdämmstreifen aus PE-Schaum oder ein Fugenprofil, nicht durch Schneiden.
- Arbeitsfugen entstehen dort, wo das Betonieren unterbrochen und am nächsten Tag fortgesetzt wird.
Die Position in der Preisliste betrifft Schnitte in den jungen, gerade erhärteten Beton und wird nach Laufmetern Schnitt abgerechnet. Randfugen an den Wänden, das Einlegen von Profilen und das spätere Verfüllen der Fugen mit Dichtstoff sind eigene Leistungen.
Wo und in welchem Abstand geschnitten wird
Die Fugenteilung gehört in die Planung, bei Industrieböden und tragenden Platten legt sie immer der Statiker fest. Bei Garage, Terrasse oder Hof halten sich erfahrene Betonierer an einige bewährte Regeln.
Größe und Form der Felder
- Ein Feld zwischen den Fugen soll möglichst quadratisch sein. Das Seitenverhältnis sollte in der Regel etwa 1 : 1,5 nicht überschreiten, lange schmale Streifen reißen quer durch.
- Je dünner die Platte, desto kleiner die Felder. Als Richtwert gilt eine Feldlänge vom etwa 25- bis 30-Fachen der Plattendicke, bei 15 cm Dicke also Felder um die 4 m.
- Außenflächen, die Sonne und Frost abbekommen, teilt man kleiner als Böden im Inneren.
- Stahlfaser- oder Kunststofffaserbeton und dicht bewehrte Platten erlauben größere Felder, aber immer nach Planung oder Empfehlung des Betonlieferanten.
Stellen, an denen eine Fuge nicht fehlen darf
Warum reißt ein Boden fast immer von einer Stützenecke oder einem Mauerknick weg? In jeder Innenecke sammelt sich Spannung. Deshalb soll eine Fuge von Stützenecken ausgehen, von Knicken in L- oder T-förmigen Grundrissen, von Ecken bei Schächten, Abläufen und Entwässerungsrinnen und von den Kanten der Türöffnungen. Rund um Stützen dreht man die Felder meist zu einer Raute, damit die Fugen genau auf die Ecken zulaufen.
Die Fugen müssen aneinander anschließen. Ein Schnitt, der mitten im Feld endet, wird vom Riss einfach verlängert. Kommen später Fliesen auf den Boden, lohnt es sich, die Schnitte auf das Fliesenformat abzustimmen, damit der Fliesenleger die Fuge im Untergrund in eine Fliesenfuge übernehmen kann.
Der richtige Zeitpunkt: ein Fenster, das sich nicht verschieben lässt
Beim Fugenschneiden zählt nicht der Tag, sondern die Stunde. Wird zu früh geschnitten, reißt die Scheibe Gesteinskörner heraus und die Fugenkanten bröckeln. Wird zu spät geschnitten, ist der Beton schon auf eigene Faust gerissen, und der Schnitt bringt nichts mehr. In der Praxis kommt es oft vor, dass eine an einem heißen Sommertag betonierte Platte schon vor dem nächsten Morgen erste Haarrisse zeigt.
Wovon der Zeitpunkt abhängt
- Luft- und Untergrundtemperatur: Im Sommer öffnet sich das Fenster deutlich früher, bei kühlem Wetter verschiebt es sich um viele Stunden.
- Zementart und Betonrezeptur, Zusatzmittel, die das Erstarren beschleunigen oder verzögern.
- Wind und Sonne, die die Oberfläche austrocknen.
- Plattendicke und Art der Nachbehandlung nach dem Betonieren.
Mit einem üblichen Fugenschneider wird in der Regel etwa 6 bis 24 Stunden nach dem Betonieren geschnitten, bei Wärme eher am unteren Ende. Es gibt auch leichte Geräte für das sogenannte Frühschneiden, die schon nach wenigen Stunden arbeiten. Sie schneiden allerdings flacher, und nicht jede Firma hat sie.
Wie man das Fenster vor Ort erkennt
Ein erfahrener Fugenschneider verlässt sich nicht auf die Uhr. Zuerst ritzt er die Oberfläche mit einem Nagel oder Schlüssel: Bleibt die Rille flach und lösen sich keine Körner, ist der Beton bereit. Dann folgt ein kurzer Probeschnitt am Rand der Fläche. Sind die Kanten sauber und zieht die Scheibe keine Steinchen heraus, kann es losgehen. Deshalb muss die Firma die genaue Betonierzeit kennen und bereit sein, auch am Abend, in der Nacht oder am Wochenende zu kommen.
So läuft das Fugenschneiden auf der Baustelle ab
Was vor dem Eintreffen des Fugenschneiders bereit sein muss
- Ein Fugenplan, idealerweise im Grundriss mit Maßen eingezeichnet
- Bei Fußbodenheizung der Verlegeplan der Rohre oder zumindest Fotos der Rohre mit Maßen, aufgenommen vor dem Betonieren
- Angaben zur Plattendicke und zur Lage der Bewehrung
- Freier Zugang für die Maschine, freie Ränder an den Wänden
- Ein Wasseranschluss zum Kühlen der Scheibe und eine Stelle, wohin der Schneidschlamm abfließen kann
- Bei elektrischem Fugenschneider im Innenraum ein Stromanschluss mit ausreichender Absicherung
- Beleuchtung, falls nach Einbruch der Dunkelheit geschnitten wird
Ablauf Schritt für Schritt
- Der Fugenschneider prüft den Beton durch Anritzen und einen Probeschnitt.
- Die Fugenlinien werden mit einer Farbschnur auf die Oberfläche übertragen, bei Fußbodenheizung auch die Rohrverläufe.
- An der Maschine wird die Schnitttiefe passend zur Plattendicke eingestellt.
- Jede Linie wird in einem Zug durchgeschnitten, ohne Halt in der Mitte, damit der Schnitt keine Stufen hat und die Kanten nicht ausbrechen.
- An den Wänden, wo der große Fugenschneider nicht hinkommt, wird mit einer Handmaschine oder einem Winkelschleifer mit Diamantscheibe nachgeschnitten.
- Der Schneidschlamm wird sofort abgespült oder abgesaugt. Trocknet er auf der Oberfläche an, bleiben Flecken und die Fuge setzt sich zu.
- Nach dem Schneiden wird die Platte weiter nachbehandelt, also feucht gehalten oder mit Folie abgedeckt. Der Schnitt ändert nichts daran, dass Beton Feuchtigkeit braucht.
Nass oder trocken schneiden
Die meisten Fugenschneider arbeiten mit Wasserkühlung. Das Wasser schont die Scheibe und bindet vor allem den Staub. Trocken mit Industriesauger schneidet man in Innenräumen, wo Wasser und Schlamm Probleme machen, etwa bei einem bestehenden Boden in einem bewohnten Haus. Betonstaub enthält feinen Quarz, der die Lunge schädigt, darum wird nie ohne Absaugung oder Wasser geschnitten. Benzingeräte haben in geschlossenen Räumen nichts verloren, die Abgase sind gefährlich.
Tiefe, Breite und Verfüllen der Fugen
Wie tief geschnitten wird
Der Schnitt muss die Platte so weit schwächen, dass sie genau dort reißt. Bei Betonplatten schneidet man in der Regel etwa ein Drittel der Dicke tief ein. Beim Frühschneiden mit leichtem Gerät darf der Schnitt flacher sein, sofern Maschinenhersteller und Planung das zulassen. Auch bei Zement- und Anhydritestrich rechnet man mit etwa einem Drittel der Dicke. Ein zu flacher Schnitt ist der häufigste Grund, warum der Riss ein paar Zentimeter neben der Fuge entsteht.
Bei bewehrten Platten muss die Lage des Baustahlgitters bekannt sein. Es soll im unteren oder mittleren Bereich der Platte liegen, dann berührt es der Schnitt in der Regel nicht. Trifft die Scheibe das Gitter, liegt es zu hoch, ein Zeichen dafür, dass die Bewehrung nicht richtig verlegt wurde. Ob die Bewehrung in den Fugen getrennt wird, entscheidet der Statiker, nicht der Fugenschneider.
Breite des Schnitts
Der Grundschnitt mit der Scheibe ist in der Regel etwa 3 bis 5 mm breit. Soll die Fuge später mit dauerelastischem Dichtstoff verfüllt werden, wird sie oft nach einigen Wochen mit einem zweiten Schnitt erweitert, damit der Dichtstoff genug Platz hat und arbeiten kann. Das Verhältnis von Breite zu Tiefe der Füllung gibt der Hersteller des Dichtstoffs vor.
Womit die Fugen verfüllt werden
- Polyurethan- oder Hybriddichtstoff ist die übliche Wahl für Garagen, Terrassen und Höfe. Er folgt den Bewegungen elastisch und schützt die Fuge vor Wasser und Schmutz.
- Halbstarre Epoxid- oder Polyurea-Füllungen kommen in Hallen und Lagern zum Einsatz, wo Stapler mit harten Rädern fahren. Weicher Dichtstoff würde die Kanten dort nicht stützen, und sie würden ausbrechen.
- Ohne Füllung bleiben Fugen in Estrichen und Unterböden, die noch abgedeckt werden. Der Schnitt muss dann aber in den Belag übernommen werden.
Vor dem Abdichten wird in tiefere Fugen eine Rundschnur aus Schaum eingelegt, damit der Dichtstoff nicht am Fugengrund klebt und sich frei dehnen kann. Die Flanken werden nach Herstellerangabe vorgestrichen. Verfüllt wird erst, wenn der Beton den Großteil seines Schwindens hinter sich hat, in der Regel frühestens nach einigen Wochen. Eine zu früh verfüllte Fuge öffnet sich weiter, und der Dichtstoff reißt von einer Flanke ab.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht und wie sie mit anderen Gewerken zusammenhängt
Was über den Aufwand entscheidet
- Gesamtlänge der Schnitte und Plattendicke: Ein tieferer Schnitt geht langsamer und nutzt die Scheibe stärker ab.
- Härte der Gesteinskörnung: Beton mit hartem Flusskies oder Stahlfasern schneidet sich langsamer als Beton mit weicherem Kalkstein.
- Termin: Schneiden in der Nacht, am Wochenende oder auf kurzfristigen Anruf ist für die Firma aufwendiger.
- Gliederung der Fläche: Viele kurze Schnitte, Ecken und Nachschnitte an Wänden kosten mehr Zeit als einige lange, gerade Linien.
- Zugang und Umgebung: Innenräume ohne Wasserabfluss, Trockenschnitt mit Absaugung, Transport der Maschine über die Stiege.
- Schneiden von bestehendem Altbeton, was langsamer geht und oft erst nach dem Auftreten von Rissen gemacht wird.
- Fußbodenheizung in der Platte, die genaues Ausmessen und viel Vorsicht verlangt.
Abstimmung mit den Betonierern
Der Fugenschneider muss wissen, wann das Betonieren beginnt und endet und wann das Glätten fertig ist. Sinnvoll ist es, ihn gleich zusammen mit der Betonfirma zu beauftragen oder zu klären, ob die Betonierer das Schneiden selbst übernehmen. Wird in mehreren Abschnitten betoniert, hat jeder Abschnitt sein eigenes Schneidfenster.
Fußbodenheizung
Bei Heizestrichen plant man die Fugen gemeinsam mit den Heizkreisen. Grenzen zwischen Heizkreisen, Türdurchgänge und große Flächen werden schon beim Einbringen des Estrichs mit einem Fugenprofil getrennt. Geschnitten werden nur ergänzende Scheinfugen, und zwar nur dort, wo kein Rohr liegt. Ein angeschnittenes Heizungsrohr bedeutet Estrich aufstemmen und eine aufwendige Reparatur durch den Installateur. Ohne verlässlich markierte Rohrverläufe wird über einer Fußbodenheizung daher nicht geschnitten.
Bodenleger und Fliesenleger
Eine Fuge im Untergrund muss auch im fertigen Boden wieder auftauchen. Bei geklebten Fliesen bleibt über dem Schnitt eine elastische Fuge, die mit Silikon verfüllt wird, oder es kommt ein Bewegungsfugenprofil hinein. Werden die Fliesen durchgehend über die Fuge verlegt, wandert der Riss aus dem Untergrund früher oder später in die Fliesen. Bei schwimmend verlegten Böden richtet man sich nach den Vorgaben des Bodenherstellers. Bei geklebtem Parkett werden Fugen im Estrich manchmal vor dem Verkleben mit Harz kraftschlüssig geschlossen, aber erst, wenn klar ist, dass sie sich nicht mehr bewegen.
Wohnungen und Mehrparteienhäuser
Das Schneiden von bestehendem Beton in einer Wohnung oder in Allgemeinflächen ist laut und staubig. Den Termin stimmen Sie sinnvollerweise mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft ab und informieren die Nachbarn rechtzeitig. Das übliche Fugenschneiden in einen neuen Boden ist kein Eingriff in die tragende Konstruktion. Soll jedoch in eine Decke oder eine andere tragende Platte geschnitten werden, entscheidet der Statiker, ob und wie das geht.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Zu spät geschnitten: Wilde Risse sind entstanden, bevor der Fugenschneider kam. Die Platte hat dann Schnitte und daneben trotzdem Risse.
- Zu früh geschnitten: Ausgefranste Kanten mit herausgerissenen Körnern, die unter Belastung weiter ausbrechen.
- Zu flacher Schnitt: Der Riss umgeht die Fuge und entsteht ein paar Zentimeter daneben.
- Zu große oder lang gestreckte Felder: Querrisse mitten im Feld, typisch bei langen Einfahrten.
- Fehlende Fuge aus einer Innenecke: Schräger Riss von der Ecke einer Stütze, eines Schachts oder eines Mauerknicks.
- Schnitt endet mitten in der Fläche: Der Riss läuft in Schnittrichtung bis zum Rand weiter.
- Schneidschlamm nicht abgespült: Graue Flecken auf der Oberfläche und Fugen voller angetrocknetem Schlamm.
- Nachbehandlung nach dem Schneiden beendet: Die Oberfläche trocknet aus, es bildet sich ein Netz aus Haarrissen und ein absandender Belag.
- Zu früh abgedichtet: Der Dichtstoff löst sich mit der Zeit von einer Flanke, und Wasser dringt in die Fuge.
- Fliesen über die Fuge verlegt: Gesprungene Fliesen in einer geraden Linie genau über dem Schnitt, oft erst nach der ersten Heizperiode.
Die meisten dieser Fehler lassen sich nicht vollständig beheben. Risse kann man mit Harz verfüllen oder nachschneiden und mit Dichtstoff schließen, so sauber wie eine Platte mit gut getakteten Schnitten sieht sie danach aber nicht mehr aus.
Anleitung für Heimwerker: Fugen in einer kleinen Außenfläche schneiden
Wenn Sie eine kleinere Terrasse, einen Gehweg oder den Boden eines Gartenhauses betonieren, können Sie die Fugen mit einem geliehenen Fugenschneider mit Wasserkühlung selbst schneiden. Rechnen Sie damit, dass der Beton den Termin bestimmt, nicht der Kalender, und reservieren Sie die Maschine rechtzeitig. Tragende Platten, Böden mit Fußbodenheizung und große Flächen überlassen Sie besser einem Professionisten. Tragen Sie bei der Arbeit Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe, feste Schuhe und eine Atemschutzmaske.
- Vor dem Betonieren den Fugenplan zeichnen: Felder möglichst quadratisch, Fugen aus jeder Innenecke.
- Fugenschneider mit Diamantscheibe für jungen Beton für den Betoniertag und den Folgetag reservieren.
- Die Lage jeder Fuge an der Schalung markieren, damit die Linien nach dem Betonieren schnell übertragen werden können.
- Nach dem Betonieren und Glätten die Oberfläche beobachten und einige Stunden nach dem Erstarren durch Anritzen prüfen.
- Die Linien mit einer Farbschnur zwischen den Markierungen an der Schalung auftragen.
- Die Schnitttiefe auf etwa ein Drittel der Plattendicke einstellen.
- Einen kurzen Probeschnitt am Rand machen und prüfen, ob die Kanten ausbrechen.
- Wasser auf die Scheibe geben und jede Linie in einem Zug von Rand zu Rand schneiden, ohne in der Mitte anzuhalten.
- Die Maschine langsam und gerade führen, nicht mit Kraft nach vorne drücken.
- Randbereiche, die die Maschine nicht erreicht, mit Winkelschleifer, Diamantscheibe und Führungslatte nachschneiden.
- Schneidschlamm sofort von der Oberfläche und aus den Fugen spülen.
- Die Platte wieder mit Folie abdecken oder je nach Wetter einige Tage feucht halten.
- Nach einigen Wochen die Fugen reinigen, Rundschnur einlegen und mit elastischem Dichtstoff nach Herstellerangabe verfüllen.
Kontrolle der fertigen Arbeit und Abnahme
Den Schnitt selbst kann man gleich nach dem Ende prüfen, das eigentliche Ergebnis zeigen aber erst die folgenden Tage. Erscheint nach einiger Zeit unter dem Schnitt ein feiner Haarriss, arbeitet die Fuge genau so, wie sie soll. Problematisch sind Risse außerhalb der Fugen. Bei der Abnahme lohnt es sich, die ganze Fläche abzugehen und Folgendes zu prüfen:
- Die Fugenteilung entspricht dem vereinbarten Plan oder der Planung
- Die Fugen sind gerade, durchgehend und laufen von Rand zu Rand oder in eine andere Fuge
- Von jeder Innenecke, Stütze, jedem Schacht und jeder Türöffnung geht eine Fuge aus
- Die an mehreren Stellen gemessene Schnitttiefe entspricht der Vereinbarung
- Die Schnittkanten sind sauber, ohne herausgerissene Körner und abgebrochene Stücke
- Bei Fußbodenheizung ist kein Rohr beschädigt, was eine Druckprobe oder eine Kontrolle der Heizkreise bestätigt
- Oberfläche und Fugen sind frei von Schneidschlamm und angetrockneten Resten
- Auf der Fläche gibt es keine wilden Risse außerhalb der Fugen
- Die Platte wird nach dem Schneiden weiter nachbehandelt
- Es ist vereinbart, wer die Fugen wann und mit welchem Material verfüllt
- Bei einem Boden unter Fliesen haben Sie die Lage der Fugen für den Fliesenleger eingezeichnet
Häufige Fragen
Wenn der Beton fest genug ist, dass die Scheibe keine Körner herausreißt, aber noch nicht gerissen ist. Mit einem üblichen Fugenschneider ist das in der Regel etwa 6 bis 24 Stunden nach dem Betonieren, im Sommer früher, bei Kälte später. Den genauen Moment bestimmen Anritzen und ein Probeschnitt.
Schneiden lässt sich das schon, aber Spannung, die der Beton bereits durch eigene Risse abgebaut hat, holt der Schnitt nicht zurück. Ein nachträglicher Schnitt ist sinnvoll bei großen Feldern, die noch nicht gerissen sind, oder um bestehende Risse vor dem Verfüllen sauber aufzuschneiden. Altbeton schneidet sich langsamer, und die Kanten sollten mit Dichtstoff geschlossen werden.
Im Freien und in der Garage ja. In eine offene Fuge rinnt Wasser, das im Winter gefriert und die Kanten absprengt, außerdem sammelt sich Schmutz darin. In Estrichen, die noch einen Belag bekommen, bleiben die Fugen offen, sie müssen aber in den fertigen Boden übernommen werden.
Bei größeren Flächen, verwinkelten Grundrissen und in Türdurchgängen in der Regel ja, auch wenn Anhydrit weniger schwindet als Zementestrich. Die Fugenteilung empfiehlt der Estrichhersteller. Über einer Fußbodenheizung wird nur dort geschnitten, wo kein Rohr liegt.
Meistens war der Schnitt zu flach oder kam zu spät, als der Beton schon gerissen war. Ursache kann auch eine Fuge sein, die mitten in der Fläche endet, oder ein zu großes Feld. Den Riss sollten Sie reinigen und mit Harz oder Dichtstoff verfüllen lassen, damit kein Wasser eindringt.
Gemessen wird die tatsächliche Länge aller Schnitte, einschließlich der Nachschnitte an den Wänden und der kurzen Schnitte aus den Ecken. Die Schnitttiefe wird gesondert vereinbart, weil die Arbeit bei dickeren Platten aufwendiger ist. Das Verfüllen der Fugen und die Randdämmstreifen sind eigene Positionen.
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