Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Stiege betonieren inklusive Schalung

Betonstiegen findet man in österreichischen Einfamilienhäusern sehr oft. Sie verbinden Erdgeschoß und Obergeschoß, führen als Eingangsstufen zur Haustür oder überwinden ein paar Höhenmeter im Garten und bei der Terrasse.

Aktualisiert 09/2026·9 Min. Lesezeit·23 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 165,60/ m³
Richtwert-Spanne
€ 132,48 - € 215,28
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Betonarbeiten23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Treppe betonieren inkl. Schalungm³€ 165,60-
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³€ 55,20-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²€ 11,05-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²€ 24,85-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²€ 8,00-
Bewehrung bindent€ 483,00-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 100×100m²€ 3,75-
Verlegen und Binden Baustahlgitter 150×150m²€ 4,15-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm€ 16,55-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²€ 12,40-
Maschinenestrich - Zementm²€ 14,50-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²€ 16,30-
Montage Ziegeldeckem²€ 27,60-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenabdichtungsbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm€ 6,90-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²€ 6,20-
Pumpen des Betonsm³-
Summe Arbeit
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Was vorbereitet sein muss, bevor die Partie kommt

Die meisten Probleme mit Stiegen entstehen nicht beim Betonieren, sondern schon bei der Vorbereitung. Bevor die Firma anfängt, sollten diese Punkte geklärt sein:

  • Plan und Statik: Bei der Innenstiege brauchen Sie einen Plan mit Stufenanzahl, Stufenhöhe und Auftrittsbreite, der Lage des Podests und der Bewehrung laut Statiker.
  • Höhen der fertigen Fußböden: Das ist die häufigste Fehlerquelle. Gemessen wird von Fertigfußboden unten bis Fertigfußboden oben. Man muss den Bodenaufbau an beiden Enden kennen (Estrich, Dämmung, Fliesen oder Parkett) und auch die Stärke des späteren Stufenbelags.
  • Endgültige Oberfläche: Kommen auf die Stufen Naturstein, Fliesen oder Holz, oder bleibt der Beton sichtbar? Davon hängt ab, wie viel tiefer betoniert wird.
  • Geländerbefestigung und Leitungen: Wird das Geländer seitlich oder von oben befestigt, und soll es eine Stufenbeleuchtung geben? Leerverrohrungen für Kabel müssen vor dem Betonieren eingelegt werden.
  • Zufahrt für den Beton: Kommt der Fahrmischer bis zum Haus, braucht es eine Betonpumpe, oder muss der Beton mit Kübeln und Scheibtruhe getragen werden?
  • Wasser und Strom auf der Baustelle für Mischmaschine, Rüttler und das Feuchthalten des Betons.

Bei einem Neubau ist die Stiege Teil der Gesamtplanung, und Baumeister sowie Statiker stimmen sie mit den Decken ab. Wird eine Stiege nachträglich an ein bestehendes Haus angebaut, sollte vorher jemand mit Erfahrung den Untergrund und die Anschlussstellen anschauen, damit klar ist, woran die neue Stiege befestigt werden kann.

Wie eine Stiege Schritt für Schritt betoniert wird

Stufen berechnen und anreißen

Zuerst wird die Gesamthöhe zwischen den fertigen Fußböden so geteilt, dass alle Stufen gleich hoch werden. Im Einfamilienhaus liegt die Stufenhöhe meist bei etwa 15 bis 18 cm. Die Auftrittsbreite ergibt sich aus der bekannten Schrittmaßregel: zweimal die Stufenhöhe plus die Auftrittsbreite sollen ungefähr 60 bis 65 cm ergeben, das entspricht einem normalen Schritt. Danach wird das Stiegenprofil direkt an die Wand oder auf die seitliche Schalwange gezeichnet. Ein erfahrener Professionist misst jede Stufe noch einmal von den fertigen Höhen aus nach, nicht nur vom Rohbau.

Schalung

Bei einer Stiege zwischen den Geschoßen wird zuerst die schräge Unterschalung gebaut, also die spätere Untersicht des Laufs. Sie wird mit Stützen und Trägern abgestützt, die das Gewicht des frischen Betons ohne Durchbiegung tragen müssen. Dann kommen die seitlichen Wangen mit dem Zahnprofil und die Setzstufenbretter. Die Stirnbretter werden an der Unterkante meist leicht abgeschrägt, damit man den Beton darunter glätten kann und die Luft entweichen kann. Die Schalung muss dicht sein. Sonst rinnt durch die Fugen Zementleim heraus und an der Oberfläche bleiben Kiesnester. Vor dem Betonieren wird die Schalung mit Trennmittel eingestrichen.

Bewehrung

In die Schalung kommt die Bewehrung laut Statik: Hauptstäbe in Laufrichtung, Verteilerstäbe quer dazu und bei größeren Stiegen auch eine eigene Stufenbewehrung. Die Bewehrung liegt auf Abstandhaltern, damit sie rundum von Beton umschlossen ist. Die Betondeckung beträgt innen meist rund 2 bis 3 cm, außen mehr. Der Anschluss an Decke oder Podest erfolgt über eingebundene Anschlussstäbe. Fehlt dieser Anschluss, ist der Lauf nicht richtig gelagert.

Betonieren

Betoniert wird von unten nach oben, Stufe für Stufe. Verdichtet wird mit dem Innenrüttler, bei kleinen Stufen auch durch Klopfen an der Schalung und Stochern. Zu flüssiger Beton fließt zwar gut, quillt aber unter den Setzstufen heraus und verliert Festigkeit. Zu steifer Beton füllt die Ecken nicht aus. Die Trittflächen werden mit der Latte abgezogen und mit der Glättkelle geglättet. Außen bekommen die Stufen ein leichtes Gefälle nach vorne, damit kein Wasser stehen bleibt.

Nachbehandlung und Ausschalen

Frischer Beton muss vor Sonne, Wind und Frost geschützt und feucht gehalten werden. Üblich ist, ihn etwa 5 bis 7 Tage zu befeuchten oder mit Folie abzudecken. Setzstufenbretter und Wangen können früher weg, oft nach ein bis drei Tagen. Unterschalung und Stützen unter einem freitragenden Lauf bleiben länger stehen, meist zwei bis vier Wochen, je nach Temperatur und Vorgabe des Statikers. Seine volle Festigkeit erreicht Beton nach etwa 28 Tagen.

Wie lange das dauert

Schalung und Bewehrung eines geraden Laufs im Einfamilienhaus brauchen meist ein bis drei Tage, bei gewendelten Stiegen oder mit Podest länger. Das Betonieren selbst ist eine Sache von Stunden. Am längsten dauert das Warten: Vorsichtig begehen lässt sich die Stiege meist nach einigen Tagen, belasten und ausschalen erst später. Fliesen oder Stein werden erst verlegt, wenn der Beton ausreichend trocken ist, so wie es der Hersteller des Klebers verlangt.

Schalung, Beton und Bewehrung: welche Möglichkeiten es gibt

Schalungsarten

  • Bretterschalung aus Schnittholz: günstiges Material, an jede Form anpassbar. Die Betonoberfläche wird aber rauer und zeigt Brettabdrücke. Passt gut, wenn die Stiege später belegt wird.
  • Schalungsplatten mit Filmbeschichtung: glatte Oberfläche und scharfe Kanten. Sinnvoll, wenn der Beton sichtbar bleibt oder wenn Sie sich Spachtelarbeit sparen wollen.
  • Systemschalung und Deckenstützen: schnelleres und stabileres Abstützen, vor allem bei großen Höhen und langen Läufen.
  • Verlorene Schalung: Bei Außenstiegen werden die Wangen manchmal aus Schalsteinen oder Randsteinen hergestellt, die Teil der Stiege bleiben.

Beton

Bei einer tragenden Stiege richtet sich die Betonfestigkeit nach der Statik, im Einfamilienhaus begegnet einem oft C25/30. Außenstiegen brauchen Beton, der Frost und Tausalz aushält. Das wird bei der Bestellung im Betonwerk über die Expositionsklasse nach ÖNORM EN 206 und ÖNORM B 4710-1 geregelt. Es genügt, dem Werk zu sagen, dass es sich um Außenstufen mit Frost und Streusalz handelt, dort schlägt man die passende Sorte vor. Transportbeton aus dem Fahrmischer hat gleichbleibende Qualität. Selbst mischen lohnt sich bei kleinen Außenstufen, dann aber mit genauem Mischungsverhältnis und ohne Wasser „nach Gefühl“.

Bewehrung

Eine tragende Stiege wird mit Betonstahlstäben laut Bewehrungsplan bewehrt. Bei Stufen auf gewachsenem Boden reicht oft eine Baustahlgittermatte oder ein paar Stäbe gegen Risse, entscheidend ist aber die konkrete Situation. Ganz ohne Bewehrung macht man nur sehr kleine Stufen auf tragfähigem Untergrund.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der Aufwand und damit auch der Preis beim Stiegenbetonieren kann sehr unterschiedlich sein. Leichter wird die Arbeit durch:

  • Einen geraden Lauf ohne Podest mit einfacher Auflagerung
  • Gute Zufahrt für Fahrmischer oder Pumpe
  • Genau vorgegebene Fußbodenhöhen und einen fertigen Plan
  • Stufen, die später belegt werden, sodass die Oberfläche nicht perfekt sein muss

Schwerer wird sie durch:

  • Gewendelte, gekrümmte oder abgewinkelte Stiegen mit verzogenen Stufen, bei denen jede Stufe anders ist
  • Große Abstützhöhen und beengte Platzverhältnisse im Rohbau
  • Beton, der von Hand durchs Haus oder über ein Gerüst getragen werden muss
  • Sichtbeton, bei dem die Schalung absolut sauber und dicht sein muss und die Kanten exakt
  • Betonieren bei Kälte oder Hitze, das zusätzlichen Schutz verlangt
  • Nachträgliche Stiegen am Bestand, wo Anker in alte Bauteile gebohrt und Anschlüsse gelöst werden müssen

An welche Gewerke die Stiege anschließt und was abzustimmen ist

Die Stiege ist eine Kreuzung mehrerer Gewerke. Wird nicht rechtzeitig abgestimmt, stemmt man später oft fertige Stufen wieder auf.

  • Baumeister und Decken: Der Anschluss des Laufs an Decke und Podest muss schon beim Deckenbetonieren vorbereitet sein, etwa mit herausstehender Anschlussbewehrung.
  • Schallschutz: Soll die Stiege leise sein, wird sie mit elastischen Lagern oder einer Fuge von Wand und Decken getrennt. Das muss vor dem Betonieren entschieden werden, später geht es nicht mehr.
  • Elektrik: Leerrohre für Stufenbeleuchtung oder Schalter werden in die Schalung eingelegt. Leitungen verlegen und anschließen darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker.
  • Schlosser oder Tischler: Anker oder Hülsen für das Geländer werden einbetoniert, oder es wird festgelegt, wo wegen der Bewehrung nicht gebohrt werden darf.
  • Fliesenleger, Steinmetz, Bodenleger: Sie brauchen exakte Stufenhöhen und ebene Flächen. Bei Holzstufen misst der Tischler meist erst den fertigen Beton auf.
  • Abdichtung und Fassade: Außenstufen am Haus werden von Wärmedämmung und Sockelabdichtung getrennt, damit kein Wasser zur Mauer rinnt.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Ungleiche Stufen: Meist ist es die erste oder letzte Stufe, weil der Bodenaufbau bei der Berechnung vergessen wurde. Man stolpert dort, und die Korrektur ist mühsam.
  • Durchgebogene Schalung: Zu schwache Stützen geben unter dem Beton nach, die Untersicht wird wellig und die Stufen schief.
  • Bewehrung ohne Deckung: Liegt der Stahl direkt auf der Schalung, rostet er später, der Beton platzt ab und an der Untersicht zeigen sich Roststreifen.
  • Schlecht verdichtet: Kiesnester an Kanten und Setzstufen, die nachgebessert werden müssen.
  • Zu früh ausgeschalt: Risse im Lauf oder Durchbiegung. So etwas sollte ein Statiker beurteilen.
  • Kein Gefälle außen: Wasser bleibt stehen, im Winter bildet sich Eis und der Frost zerstört den Beton.
  • Außenstufen starr mit dem Haus verbunden: Setzt sich der Unterbau, reißt die Stiege von der Fassade ab und Wasser dringt zum Sockel.
  • Mangelhafte Nachbehandlung: In der Sonne trocknet der Beton zu schnell, die Oberfläche staubt und es entstehen Haarrisse.

Anleitung für Heimwerker: kleine Außenstufen auf gewachsenem Boden

Eine tragende Stiege zwischen den Geschoßen ist keine Arbeit für Laien. Sie ist ein statisches Bauteil und gehört nach Plan in die Hände einer Fachfirma. Zwei bis vier Stufen im Garten oder zur Terrasse auf tragfähigem Untergrund, die nichts anderes tragen, können Sie dagegen selbst schaffen. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:

  1. Gesamten Höhenunterschied messen und auf gleich hohe Stufen aufteilen, Auftrittsbreite nach der Schrittmaßregel berechnen.
  2. Erdreich bis in frostfreie Tiefe ausheben oder zumindest den Humus abtragen und ein Schotterbett lagenweise verdichten.
  3. Seitliche Wangen aus Brettern oder Schalungsplatten mit aufgezeichnetem Stufenprofil aufstellen und mit Pflöcken gut abstützen.
  4. Setzstufenbretter montieren, ihre Höhe kontrollieren und auf den Stufen ein leichtes Gefälle nach vorne vorsehen.
  5. Schalung mit Schalöl einstreichen und eine Baustahlgittermatte auf Abstandhaltern einlegen.
  6. Stufen mit einem Dämmstreifen von der Hausfassade trennen.
  7. Frostbeständigen Beton mischen oder bestellen, beim Mischen das Mischungsverhältnis einhalten und kein unnötiges Wasser zugeben.
  8. Von der untersten Stufe aus betonieren, Beton stochern und an die Schalung klopfen, damit die Luft entweicht.
  9. Trittflächen mit der Latte abziehen, mit der Glättkelle glätten und Kanten mit der Kantenkelle abrunden.
  10. Beton mit Folie abdecken, einige Tage befeuchten und vor Frost und praller Sonne schützen.
  11. Wangen und Setzstufen meist nach zwei bis drei Tagen entfernen, die Stufen erst nach einigen Wochen voll belasten.

Tragen Sie beim Betonieren Handschuhe und Schutzbrille, Zementleim reizt Haut und Augen.

Kontrolle und Abnahme der fertigen Stiege

Nehmen Sie zur Abnahme Maßband, Wasserwaage und bei der Innenstiege auch den Plan mit. Gehen Sie jede Stufe einzeln durch, nicht nur den Gesamteindruck. Prüfen Sie:

  • Gleiche Höhe aller Stufen unter Berücksichtigung von künftigem Fußboden und Belag
  • Gleiche Auftrittsbreite und waagrechte Trittflächen, außen ein leichtes Gefälle nach vorne
  • Gerade Untersicht des Laufs ohne Durchbiegung und ohne sichtbare Bewehrung
  • Saubere Kanten und Setzstufen ohne Kiesnester und größere Löcher
  • Keine Risse, vor allem beim Anschluss an Decke und Podest
  • Leerrohre, Geländeranker und Fugen wie vereinbart
  • Trennung der Außenstufen von Fassade und Sockel
  • Auskunft der Firma, wann die Stützen weg dürfen und wann der Belag verlegt werden kann

Häufige Fragen

Vorsichtig begehen lässt sie sich meist nach zwei bis drei Tagen, wenn der Beton gut nachbehandelt wurde und es nicht kalt war. Schweres Material tragen und die Stützen unter dem Lauf entfernen sollten Sie erst später, je nach Temperatur und Vorgabe des Statikers, in der Regel nach einigen Wochen.

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