Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Heizungsrohre im Boden einschlitzen

Beim Einschlitzen von Heizungsrohren schneidet man eine schmale Rinne in den Boden, legt darin die Leitung zum Heizkörper und füllt die Rinne wieder auf. Das braucht es meistens, wenn ein Heizkörper an einen anderen Platz kommt, wenn alte Stahlleitungen durch Kunststoffrohre ersetzt werden oder wenn niemand mehr Rohre sichtbar an der Wand

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
45.72 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
36.55 CHF - 59.52 CHF
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Heizrohre im Boden einlassenlfm45.72 CHF-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.323.84 CHF-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.194.30 CHF-
Demontage WarmwasserspeicherStk.207.63 CHF-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.95.25 CHF-
Verlegung Systemplatte für Fussbodenheizungm²6.67 CHF-
Fussbodenheizungsrohr verlegenm12.38 CHF-
Montage Verteiler FussbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.36.20 CHF-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.36.20 CHF-
Austausch RücklaufventilStk.36.20 CHF-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefässStk.102.87 CHF-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.19.05 CHF-
Autogenschweissen von MetallrohrenStk.38.10 CHF-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.76.20 CHF-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.76.20 CHF-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm17.14 CHF-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.85.72 CHF-
Rohr einfrierenStk.64.77 CHF-
Heizkörperanschluss blind verschliessenStk.123.82 CHF-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm12.38 CHF-
Montage HeizkörperhalterStk.32.38 CHF-
Montage HeizkörperventileStk.32.38 CHF-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.26.67 CHF-
Summe Arbeit
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So läuft die Arbeit ab

Ein gutes Ergebnis beginnt bei der Planung. Zuerst klärt der Heizungsinstallateur, wie der Boden aufgebaut ist. In einer üblichen Wohnung liegt auf der tragenden Betondecke eine Trittschalldämmung, darüber der Unterlagsboden und zuoberst Platten, Parkett oder ein anderer Belag. Der Schlitz gehört in den Unterlagsboden, nicht in die tragende Decke.

  1. Die Leitungsführung direkt auf dem Boden anzeichnen, nach Plan oder vereinbarter Skizze. Der Weg soll möglichst kurz sein und wenige Bögen haben.
  2. Mit einem Ortungsgerät prüfen, ob im Verlauf Elektrokabel, Wasserleitungen oder eine bestehende Bodenheizung liegen.
  3. Den Bodenbelag im Streifen über dem Verlauf entfernen, zum Beispiel die Platten herausnehmen.
  4. Mit einer Mauernutfräse oder einem Winkelschleifer mit Diamantscheibe zwei parallele Schnitte setzen und das Material dazwischen herausspitzen.
  5. Den Schlitz von Staub und Bruchstücken reinigen.
  6. Das Rohr mit Isolation einlegen und befestigen, damit es sich beim Vergiessen nicht verschiebt.
  7. Eine Druckprobe machen, den Verlauf fotografieren und die Abstände zu den Wänden ausmessen.
  8. Den Schlitz mit Reparaturmörtel schliessen und nach dem Austrocknen den Bodenbelag wieder einbauen.

Warum die Druckprobe vor dem Vergiessen? Eine undichte Stelle findet man danach nur schwer, und eine Reparatur heisst: den Boden wieder aufspitzen. Die Fotos mit den gemessenen Abständen sind Jahre später Gold wert, wenn jemand in den Boden bohrt oder die Platten erneuert.

Rohre und Varianten der Leitungsführung

Im Boden verlegt man heute meist Kunststoffrohre, typischerweise Mehrschichtverbundrohre (Kunststoff mit Aluminiumeinlage), PE-X oder PB. Sie werden möglichst am Stück verlegt, im Idealfall ohne Verbindung vom Verteiler oder Steigstrang bis zum Heizkörper. Auch Kupferrohre kommen vor. Im Boden brauchen sie aber eine Isolation oder Schutzhülle, damit sie nicht direkt im Mörtel liegen.

Die Rohrisolation ist nicht nur gegen Wärmeverluste da. Das Rohr dehnt sich beim Aufheizen aus, und die weiche Hülle gibt ihm Platz. Ohne sie kann der Mörtel über dem Schlitz reissen, und die Leitung knackt hörbar.

Einschlitzen ist nicht die einzige Lösung. Kommt sowieso ein neuer Unterlagsboden, lassen sich die Rohre oft in der Dämmschicht darunter verlegen, ganz ohne Spitzarbeit. Manchmal reicht auch eine Führung in der Wand, hinter einer Vorsatzschale aus Gipskarton oder in einer speziellen Sockelleiste. Es lohnt sich, das vor dem Entscheid zu vergleichen.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Den Aufwand und damit auch den Preis oben auf der Seite beeinflussen vor allem diese Punkte:

  • Material des Bodens: harter, armierter Beton lässt sich nur langsam und mit leistungsstarkem Werkzeug schneiden, ein älterer oder weicherer Unterlagsboden geht leichter
  • Stärke des Unterlagsbodens: ist er dünn, passt der Schlitz kaum hinein, und es braucht einen anderen Verlauf
  • Bodenbelag: Platten herausnehmen und neu verlegen gibt deutlich mehr Arbeit als ein blanker Unterlagsboden im Rohbau
  • Länge und Form der Leitung: jeder Bogen und jeder Durchgang unter einer Schwelle oder durch eine Wand bremst die Arbeit
  • Zugang und Möblierung: ein bewohnter, eingerichteter Raum heisst abdecken, Möbel verschieben und gründlicher putzen
  • Abtransport des Bauschutts: ohne Lift muss alles über die Treppe getragen werden

Mehrfamilienhaus und Stockwerkeigentum

In vielen Mehrfamilienhäusern liegt unter einem eher dünnen Unterlagsboden direkt die Stahlbetondecke. In sie wird nicht geschlitzt. Wer die Armierung anschneidet, schwächt die Tragkonstruktion, und die gehört im Stockwerkeigentum allen Eigentümern gemeinsam. Reicht der Unterlagsboden für den Schlitz nicht aus, braucht es eine andere Leitungsführung oder den Rat eines Bauingenieurs.

Melden Sie sich vor Arbeitsbeginn beim Hauswart oder bei der Liegenschaftsverwaltung. Die Zentralheizung im Haus ist ein gemeinsames System: Wasser ablassen, Arbeiten am Steigstrang oder das Anschliessen neuer Leitungen lassen sich nur mit ihnen zusammen planen. Lärmige Arbeiten richten sich nach der Hausordnung, deshalb ist es anständig, die Nachbarn vorher zu informieren. Anschluss an die Heizung und Druckprobe gehören in die Hände eines Heizungsinstallateurs, der für die Arbeit geradesteht.

Typische Fehler

  • Zu flacher Schlitz, über dem Rohr bleibt nur eine dünne Mörtelschicht, und die Platten reissen später
  • Rohr ohne Isolation, das sich bei Temperaturwechseln bewegt und den Mörtel sprengt
  • Verbindung im Boden vergossen, obwohl der Hersteller das Formstück dafür nicht vorsieht
  • Vergiessen ohne Druckprobe
  • Angeschnittenes Elektrokabel oder Wasserrohr, weil der Verlauf vorher nicht geprüft wurde
  • Querung einer Dilatationsfuge ohne Schutzrohr
  • Eingriff in die tragende Betondecke
  • Keine Fotos und Masse vom Verlauf, sodass nach ein paar Jahren niemand mehr weiss, wo die Leitung liegt

Beim Schneiden von Beton entsteht feiner, quarzhaltiger Staub, der die Lunge schädigt. Fachleute schneiden deshalb mit Absaugung über einen Staubsauger mit Feinfilter oder nass und tragen eine Atemschutzmaske. Möbel und Türen zu anderen Räumen gehören mit Folie abgedeckt.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Achten Sie bei der Abnahme vor allem auf das, was nach dem Vergiessen nicht mehr sichtbar ist. Am besten sind Sie deshalb dabei, bevor der Schlitz geschlossen wird.

  • Das Rohr liegt auf ganzer Länge isoliert und fest im Schlitz
  • Im Boden gibt es keine unnötige Verbindung, und falls doch, ist es ein Formstück, das zum Einbetten zugelassen ist
  • Die Druckprobe wurde gemacht, und der Druck ist während der Probe nicht gesunken
  • Sie haben Fotos vom Verlauf mit gemessenen Abständen zu den Wänden
  • Der Schlitz ist bündig verfüllt, und der Mörtel zeigt keine Risse
  • Kabel und andere Leitungen in der Umgebung sind unbeschädigt
  • Der Heizkörper wird nach dem Füllen und Entlüften gleichmässig warm, und die Anschlüsse sind trocken
  • Der Raum ist geputzt und der Bauschutt abgeführt

Häufige Fragen

Meistens ja, sofern der Schlitz im Unterlagsboden Platz hat und die Betondecke nicht berührt. Sprechen Sie die Arbeiten vorher mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart ab, weil die Heizung ein gemeinsames System ist.

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