Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Rohre für die Bodenheizung verlegen

Die Rohre einer Bodenheizung sieht man nur kurz. Sobald der Unterlagsboden eingebracht ist, verschwinden sie für Jahrzehnte. Der Heizungsinstallateur verlegt sie auf der Wärmedämmung in genau geplanten Schlaufen, schliesst sie am Heizkreisverteiler an und prüft sie vor dem Einbringen des Unterlagsbodens mit Druck.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 9.10/ m
Richtwert-Spanne
CHF 7.28 - CHF 11.83
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Fussbodenheizungsrohr verlegenmCHF 9.10-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.CHF 363.25-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.CHF 222.00-
Demontage WarmwasserspeicherStk.CHF 219.95-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.CHF 242.15-
Verlegung Systemplatte für Fussbodenheizungm²CHF 7.05-
Montage Verteiler FussbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.CHF 38.35-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.CHF 38.35-
Austausch RücklaufventilStk.CHF 38.35-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefässStk.CHF 109.00-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.CHF 111.00-
Autogenschweissen von MetallrohrenStk.CHF 40.35-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.CHF 262.35-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.CHF 141.25-
Rohrverteilung Heizung zu den HeizkörpernlfmCHF 18.15-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.CHF 100.90-
Rohr einfrierenStk.CHF 100.90-
Heizkörperanschluss blind verschliessenStk.CHF 131.20-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfmCHF 48.45-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfmCHF 13.10-
Montage HeizkörperhalterStk.CHF 34.30-
Montage HeizkörperventileStk.CHF 34.30-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.CHF 24.20-
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So läuft die Verlegung auf der Baustelle ab

Das eigentliche Verlegen der Rohre ist nur ein Teil der Arbeit. Ein gutes Ergebnis hängt am vorbereiteten Untergrund, an der richtigen Reihenfolge der Schichten und an einer sauberen Druckprobe vor dem Einbringen des Unterlagsbodens.

Die Schichten unter den Rohren

Auf einen ebenen, sauberen Untergrund kommt zuerst die Wärmedämmung, meist EPS-Platten in einer Festigkeit, die für Böden geeignet ist. Über Erdreich oder über einem unbeheizten Keller ist die Dämmung deutlich dicker als zwischen zwei beheizten Geschossen. Sonst würde ein Teil der Wärme unnötig nach unten verloren gehen. Entlang aller Wände, um Stützen und an Türzargen klebt der Installateur einen Randdämmstreifen. Er trennt den Unterlagsboden von den Wänden, damit dieser sich beim Aufheizen ausdehnen kann, ohne zu reissen.

Je nach System folgt auf die Dämmung eine Folie, eine Noppenplatte oder Klemmschienen, in denen das Rohr festgehalten wird.

Die Heizkreise legen

Das Rohr wird direkt ab der Rolle verlegt, idealerweise mit einem Abroller, damit es sich nicht verdreht oder knickt. Jeder Heizkreis beginnt am Verteiler, läuft nach Plan durch den Raum und kehrt zum Verteiler zurück. Dabei hält der Installateur den Verlegeabstand ein, den die Planung vorgibt, meist etwa 10 bis 20 cm. Entlang von Aussenwänden mit grossen Fenstern legt man oft eine dichtere Randzone, weil dort die Kälte am stärksten spürbar ist.

Es gibt zwei grundlegende Verlegearten:

  • Schnecke (bifilar): Vor- und Rücklauf liegen abwechselnd nebeneinander, dadurch wird der Boden gleichmässiger warm. In Wohnräumen ist das heute die übliche Lösung
  • Mäander: Das Rohr läuft in parallelen Bahnen hin und her. Das ist einfacher bei kleinen und schmalen Flächen, am Anfang des Kreises ist der Boden aber wärmer als am Ende

Verteiler, Schutzrohre und Beschriftung

Beim Verteiler laufen viele Rohre dicht nebeneinander zusammen. Dort führt man sie meist in Schutzrohren oder mit Dämmhülsen, damit der Boden vor dem Verteiler nicht überhitzt. Schutzrohre gehören auch dorthin, wo ein Rohr eine Bewegungsfuge im Unterlagsboden kreuzt oder unter einer Türschwelle in den nächsten Raum führt. Jeder Kreis wird am Verteiler beschriftet, damit klar ist, welches Rohrpaar zu welchem Raum gehört.

Druckprobe und Unterlagsboden

Vor dem Einbringen des Unterlagsbodens wird die ganze Anlage mit Wasser gefüllt, entlüftet und unter Druck gesetzt. Prüfdruck und Dauer legen der Systemhersteller und die Planung fest. Zeigt das Manometer keinen Druckabfall, kommt das Ergebnis ins Protokoll. Danach wird der Unterlagsboden eingebracht, während die Rohre weiter unter Druck stehen. Wird ein Rohr dabei beschädigt, merkt man es sofort und nicht erst, wenn die Platten liegen.

Verlegesysteme und wann welches passt

Bodenheizung ist nicht gleich Bodenheizung. Das System bestimmt, wie schnell gearbeitet wird, wie hoch der Bodenaufbau wird und wie gut das Rohr beim Einbringen des Unterlagsbodens an seinem Platz bleibt.

Nasssysteme im Unterlagsboden

  • Tackersystem: Auf der Dämmung liegt eine Folie mit aufgedrucktem Raster, das Rohr wird mit Kunststoffhaltern und einem Tackergerät befestigt. Das geht schnell und passt sich unregelmässigen Grundrissen gut an. Sind die Halter schlecht gesetzt, kann das Rohr im flüssigen Anhydrit aber aufschwimmen
  • Noppenplatte: Das Rohr wird zwischen die Noppen gedrückt und hält von selbst. Die Abstände ergeben sich fast automatisch, und das Rohr schwimmt nicht auf. Die Platte ist steifer, bei verwinkelten Grundrissen fällt mehr Zuschnitt an
  • Klemmschienen: Kunststoffschienen mit Rillen werden auf der Dämmung befestigt, das Rohr wird eingeklickt. Das eignet sich eher für grosse, einfache Flächen

Trocken- und Dünnschichtsysteme

Bei Sanierungen fehlt oft die Höhe für einen klassischen Aufbau mit Unterlagsboden. Dann kommen Trockensysteme in Frage: Das Rohr liegt in Rillen von Dämm- oder Gipsfaserplatten, Wärmeleitbleche aus Aluminium verteilen die Wärme, darauf kommen Trockenestrichplatten. Weitere Möglichkeiten sind Dünnschichtsysteme mit kleinerem Rohrdurchmesser oder das Einfräsen von Rillen in einen bestehenden, festen Unterlagsboden. Diese Lösungen sind leicht und niedrig, verlangen aber genaue Arbeit und reagieren schneller auf Temperaturänderungen.

Zement- oder Anhydrit-Unterlagsboden

Zement-Unterlagsboden verträgt Feuchtigkeit gut und passt auch ins Bad. Über dem Rohr liegen in der Regel etwa 45 mm oder mehr. Ein Anhydrit-Fliessunterlagsboden (auf Calciumsulfatbasis) umschliesst das Rohr vollständig, leitet die Wärme besser und kann je nach Hersteller dünner ausfallen. Er ist jedoch empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, und vor dem Verlegen von Platten muss die Restfeuchte sorgfältig gemessen werden. Bei Anhydrit ist eine feste Befestigung der Rohre besonders wichtig.

Welche Rohre in den Boden gehören

In den Boden gehören nur Rohre, die für Flächenheizungen bestimmt sind und eine Sauerstoffsperre haben. Ohne diese Sperre dringt Sauerstoff ins Heizwasser, mit der Zeit rosten Metallteile in Wärmeerzeuger, Pumpe oder Verteiler, und es bildet sich Schlamm.

  • PE-X (vernetztes Polyethylen): Sehr verbreitet, beständig gegen Temperatur und Druck. Die Varianten PE-Xa, PE-Xb und PE-Xc unterscheiden sich in der Herstellung. Ein geknicktes PE-Xa-Rohr lässt sich laut vielen Herstellern mit Heissluft wieder in Form bringen
  • PE-RT: Flexibler und leichter zu biegen, bei Niedertemperatursystemen beliebt
  • Mehrschichtverbundrohr PE-RT/Al/PE-RT: Die Aluminiumschicht hält die Form, das Rohr federt nach dem Biegen nicht zurück. Gut bei vielen Bögen, aber steifer in der Verarbeitung

Üblich sind die Dimensionen 16 × 2 mm und 17 × 2 mm, bei Dünnschichtsystemen kleiner. Ein einzelner Heizkreis darf nicht beliebig lang sein. Bei 16er-Rohr liegt die Grenze meist bei etwa 100 m, die genaue Zahl geben Hersteller und Planung vor. Ist ein Kreis zu lang, hat er einen hohen Widerstand, es fliesst zu wenig Wasser durch, und der Raum wird nicht warm.

Was vor dem Eintreffen der Installateure bereit sein muss

Die meisten Probleme entstehen, wenn die Installateure auf eine Baustelle kommen, die noch nicht verlegebereit ist. Vor dem Start sollte Folgendes erledigt sein:

  • Planung oder zumindest Berechnung: Wärmebedarf der Räume, Verlegeabstände, Anzahl und Länge der Kreise. Ohne sie wird nach Gefühl verlegt, und der hydraulische Abgleich wird später fast unmöglich
  • Fenster und Verputz fertig: Der Gipser sollte innen fertig sein, damit niemand mit Gerüst und Mischer über Dämmung und Rohre muss
  • Leitungen im Boden verlegt: Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen im Boden sind fertig und bündig eingebettet, idealerweise in einer Ausgleichsschicht oder in der Dämmung
  • Ebener, sauberer Untergrund: Grössere Unebenheiten der Decke oder des Unterbetons werden vorher ausgeglichen. Sonst liegt die Dämmung nicht satt, und der Unterlagsboden wird unterschiedlich dick
  • Verteilerkasten und Verteiler montiert: Mit klarer Höhe und Lage, damit die Rohre ohne Kreuzungen herangeführt werden können
  • Bodenhöhen bekannt: Fertige Bodenhöhe, Dicke des Belags und der Anschluss an Schwellen und Türen
  • Möblierungsplan: Wo kommen Küche, Badewanne und Einbauschränke hin. Unter fest eingebaute Möbel legt man in der Regel keine Rohre

In einer Wohnung im Stockwerkeigentum oder in einer Mietliegenschaft lohnt es sich, die Technik früh mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart abzustimmen. Der Anschluss einer Bodenheizung an die zentrale Heizung des Hauses kann den Abgleich des ganzen Steigstrangsystems und die Wärmezählung beeinflussen. Ausserdem bedeutet ein höherer Bodenaufbau zusätzliches Gewicht auf der Decke. Wer im Zuge der Arbeiten auf eine Wärmepumpe umsteigt, sollte prüfen, ob über das Gebäudeprogramm oder kantonale Programme Förderbeiträge möglich sind, und das vor Baubeginn klären.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Der Aufwand unterscheidet sich stark, auch bei gleicher Fläche. Das erklärt, warum zwei Offerten für ein scheinbar gleiches Haus weit auseinanderliegen können.

Das erleichtert die Arbeit

  • Grosse, offene Räume mit einfachem Grundriss, in denen die Kreise ohne Unterbruch verlegt werden
  • Grössere Verlegeabstände in Räumen mit geringem Wärmebedarf
  • Noppenplatten, mit denen die Abstände schnell eingehalten sind
  • Ein vorbereiteter, ebener und sauberer Untergrund und ein guter Zugang zum Geschoss
  • Eine klare Planung mit Verlegeplan, damit auf der Baustelle nichts erfunden werden muss

Das erschwert die Arbeit

  • Viele kleine Räume, Korridore, Bäder mit Nischen und Dachschrägen
  • Enge Verlegung und Randzonen, also mehr Rohr und mehr Bögen
  • Sanierungen mit niedrigem Aufbau, Trockensysteme oder Einfräsen in alten Unterlagsboden
  • Kreuzende Leitungen anderer Handwerker im Boden
  • Arbeiten bei Kälte, weil das Rohr steif wird und sich schlechter biegen lässt
  • Räume weit weg vom Verteiler mit langen Zuleitungen

Abstimmung mit den anderen Handwerkern

Eine Bodenheizung ist Teamarbeit. Die Rohre liegen zwischen Rohbau und Bodenbelag, und jede Lücke in der Koordination trifft sie direkt.

  • Elektroinstallateur: Er bereitet die Kabel zu den Raumthermostaten und zur Regelung beim Verteiler vor. Stellantriebe und Regelung werden elektrisch angeschlossen, das ist Sache eines Installateurs mit Bewilligung nach NIV. Ein vergessenes Leerrohr für das Thermostatkabel bedeutet später Spitzarbeiten
  • Unterlagsbodenleger: Er muss wissen, wo Bewegungsfugen hinkommen. Diese plant man in der Regel bei grösseren Flächen, in Türdurchgängen und bei verwinkelten Formen, und sie müssen zur Aufteilung der Heizkreise passen
  • Bodenleger und Plattenleger: Der Belag muss für Bodenheizung geeignet sein. Platten leiten die Wärme gut, Parkett und Vinyl wählt man nach Wärmedurchlasswiderstand und Herstellerangaben, dicke Teppiche bremsen die Heizung deutlich
  • Installateur des Wärmeerzeugers: Ein Niedertemperaturkreis braucht eine Mischgruppe oder einen Wärmeerzeuger mit tiefer Vorlauftemperatur, etwa eine Wärmepumpe oder einen Kondensationskessel. Arbeiten an einer Gasheizung darf nur eine dafür zugelassene Fachperson ausführen

In der Praxis bewährt es sich, vor dem Einbringen des Unterlagsbodens jeden Raum mit einem ausgelegten Doppelmeter zu fotografieren. Muss später für einen Türstopper, eine Zarge oder ein WC gebohrt werden, sieht man so, wo die Rohre liegen.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Geknicktes oder gequetschtes Rohr: Der Kreis hat zu wenig Durchfluss, der Raum bleibt kühl. Unter dem Unterlagsboden ist das schwer zu beheben
  • Fehlender Randdämmstreifen: Der Unterlagsboden drückt beim Aufheizen gegen die Wand und reisst, ausserdem wird Trittschall übertragen
  • Ungleich lange Kreise ohne Planung: Kurze Kreise überheizen, lange werden nicht warm. Der Abgleich am Verteiler gleicht das nur teilweise aus
  • Rohre zu nah an der Wand oder unter der Küche: Es wird geheizt, wo sich niemand aufhält, und Lebensmittel oder Möbel können zu warm werden
  • Aufgeschwommenes Rohr im Anhydrit: Ein schlecht befestigtes Rohr steigt zur Oberfläche, die Überdeckung ist zu gering, und der Boden kann darüber reissen
  • Keine Druckprobe oder Einbringen ohne Druck: Schäden durch Schubkarre, Schaufel oder Betreten fallen erst nach Fertigstellung des Bodens auf
  • Fehlende Schutzrohre bei Fugen: Die Bewegung des Unterlagsbodens belastet das Rohr und kann es mit der Zeit beschädigen
  • Unbeschriftete Kreise: Beim Einregulieren und beim Service wird geraten, welcher Kreis zu welchem Raum gehört
  • Zu schnelles Aufheizen: Volle Heizleistung in einen jungen Unterlagsboden führt zu Rissen und hohl liegenden Platten

Wie lange es dauert und was danach kommt

Das Verlegen der Rohre ist meist der schnellste Teil der ganzen Bodenheizung. Ein eingespieltes Team schafft ein übliches Einfamilienhaus in der Regel in einem bis wenigen Tagen, je nach Fläche, Grundriss und System. Bei Trockensystemen und beim Einfräsen geht es langsamer.

Viel länger dauert, was danach kommt. Der Unterlagsboden muss aushärten, und erst dann wird nach Aufheizprotokoll schrittweise geheizt. Bei Zement-Unterlagsboden beginnt das Funktionsheizen meist nach etwa drei Wochen, bei Anhydrit früher, oft nach rund einer Woche, immer aber nach den Angaben des Herstellers. Die Vorlauftemperatur wird in kleinen Schritten erhöht, und vor dem Verlegen des Belags misst man die Restfeuchte. Wer zwei Wochen nach dem Einbringen schon Platten verlegen will, riskiert Risse und lose Platten.

Anleitung für Heimwerker: Rohre in Noppenplatten verlegen

Das Verlegen der Rohre in Noppenplatten schaffen auch geschickte und geduldige Laien, sofern ein Verlegeplan vorliegt. Den Anschluss an den Wärmeerzeuger, die elektrische Verdrahtung der Regelung und den hydraulischen Abgleich überlassen Sie aber der Fachperson. Ist eine Gasheizung im Spiel, darf daran nur eine zugelassene Fachperson arbeiten. Die Druckprobe lassen Sie vom Heizungsinstallateur bestätigen.

  1. Prüfen, ob der Untergrund eben, trocken und sauber ist und alle Leitungen im Boden fertig sind.
  2. Randdämmstreifen entlang aller Wände, um Stützen und an Zargen ankleben.
  3. Dämmung und Noppenplatten nach Herstelleranleitung verlegen, Stösse sorgfältig verbinden.
  4. Verlauf der Kreise nach Plan auf den Platten markieren, inklusive Randzonen und Flächen ohne Rohr.
  5. Rohranfang am Vorlauf des Verteilers anschliessen und das Rohr ohne Verdrehen vom Abroller abwickeln.
  6. Rohr zwischen die Noppen drücken, gleichmässig biegen und den kleinsten Biegeradius laut Hersteller einhalten.
  7. Rohre beim Verteiler und über Bewegungsfugen in Schutzrohren führen.
  8. Kreisende am Rücklauf anschliessen, Kreis beschriften und Länge anhand der Meterangaben auf dem Rohr notieren.
  9. Anlage füllen, entlüften und mit dem Installateur die Druckprobe mit Protokoll durchführen.
  10. Alle Räume mit Doppelmeter fotografieren und die Rohre während des Einbringens des Unterlagsbodens unter Druck halten.

Verbinden Sie Rohre im Boden nie ohne Not. Wird ein Rohr beschädigt, klären Sie mit dem Installateur, ob für diesen Rohrtyp ein Pressfitting zugelassen ist, das in den Unterlagsboden eingebettet werden darf.

Kontrolle und Abnahme der fertigen Arbeit

Vor dem Einbringen des Unterlagsbodens ist der letzte Moment, in dem sich alles ohne Abbrucharbeiten prüfen und korrigieren lässt. Gehen Sie bei der Abnahme diese Punkte durch:

  • Der Randdämmstreifen läuft lückenlos rundum und an allen Zargen und Stützen
  • Die Dämmung liegt satt auf, bewegt sich nicht und hat keine Fugen
  • Verlegeabstände und Randzonen entsprechen der Planung
  • Die Rohre sind nicht geknickt, gequetscht oder beschädigt, und im Boden gibt es keine unnötigen Verbindungen
  • Unter Küche und fest eingebauten Möbeln liegen keine Rohre, sofern die Planung das so vorsieht
  • Beim Verteiler und über Fugen laufen die Rohre in Schutzrohren
  • Die Kreise sind am Verteiler beschriftet, und Sie haben eine Liste der Räume mit Kreislängen
  • Sie haben ein Druckprobenprotokoll mit Druck, Dauer und Unterschrift
  • Die Anlage steht während des Einbringens des Unterlagsbodens unter Druck
  • Leerrohre für Thermostat- und Regelungskabel sind vorbereitet
  • Sie haben Fotos aller Räume mit sichtbaren Massen
  • Sie haben vom Installateur oder vom Hersteller des Unterlagsbodens ein Aufheizprotokoll erhalten

Häufige Fragen

Manchmal ja. Ist der bestehende Unterlagsboden fest und tragfähig, können Rillen eingefräst werden, alternativ kommt ein Dünnschicht- oder Trockensystem in Frage. Zu prüfen sind immer der Zustand des Untergrunds, die verfügbare Höhe und die Dämmung unter dem Boden, sonst geht ein Teil der Wärme nach unten verloren.

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