Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Luft-Wasser-Wärmepumpe montieren

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Aussenluft Wärme und gibt sie an das Heizungswasser und an den Warmwasserspeicher ab. In der Schweiz ist sie heute im Neubau von Einfamilienhäusern die häufigste Heizung und ersetzt beim Heizungsersatz immer öfter alte Öl- und Gasheizungen. Das Gerät allein macht aber noch keine gute Anlage.

Aktualisiert 09/2026·9 Min. Lesezeit·1 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 1917.20/ Stk.
Richtwert-Spanne
CHF 1533.76 - CHF 2492.36
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Luft-Wasser-Wärmepumpe montieren

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Heizung und Klimatechnik1 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Kúrenárske práce
Montage Luft-Wasser-WärmepumpeStk.CHF 1’917.20 / Stk.Stk.Menge eingeben-
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Was die Montage einer Wärmepumpe umfasst

Unter Montage versteht die Preisliste die Arbeit des Heizungsinstallateurs beim Aufstellen und Anschliessen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Typisch sind diese Arbeitsschritte:

  • Aufstellen des Aussengeräts auf dem vorbereiteten Fundament, Sockel oder einer Wandkonsole, mit Ausrichten und Schwingungsdämpfern,
  • Montage des Innengeräts, des Hydraulikmoduls oder einer Kompakteinheit mit integriertem Speicher,
  • hydraulische Verbindung von Aussen- und Innenteil sowie Anschluss an den Heizkreis und die Warmwasseraufbereitung,
  • Montage der zugehörigen Armaturen, etwa Schmutzfänger, Absperrungen, Sicherheitsventil und Entlüftung,
  • Ableitung des Kondensats vom Aussengerät,
  • Füllen, Entlüften und Druckprobe des Kreislaufs,
  • Inbetriebnahme, Grundeinstellung der Regelung und Instruktion der Eigentümer.

Nicht enthalten sind in der Regel: die Wärmepumpe selbst, Speicher, Pufferspeicher, das Betonfundament, Grabarbeiten für Leitungen, die Elektrozuleitung und die Kontrolle der Elektroinstallation. Den elektrischen Anschluss übernimmt ein Elektroinstallateur mit Installationsbewilligung, der am Schluss den Sicherheitsnachweis ausstellt. Bei einer Split-Anlage, bei der auf der Baustelle Kältemittelleitungen verbunden werden, darf den Kältekreis nur Fachpersonal mit Fachbewilligung für den Umgang mit Kältemitteln öffnen und füllen. Bei einem Monoblock ist das Kältemittel ab Werk im Aussengerät eingeschlossen, zwischen den Geräten fliesst nur Wasser.

Die Inbetriebnahme übernimmt bei vielen Herstellern wie CTA, Hoval, Stiebel Eltron, Viessmann oder NIBE der Werkservice oder ein autorisierter Partner. Davon hängt oft eine verlängerte Garantie ab. Viele Installateure bieten zudem Anlagen mit dem Wärmepumpen-System-Modul an, einem Branchenstandard für Planung, Ausführung und Inbetriebnahme. Klären Sie vor der Unterschrift, wer die Inbetriebnahme macht und ob sie in der Offerte enthalten ist.

Wann montiert wird und was vorher bereit sein muss

Im Neubau wird die Wärmepumpe meist nach Verputz und Unterlagsboden montiert, wenn das Haus geschlossen ist und die Heizungsleitungen liegen. Bei einer Sanierung wird die Wärmepumpe oft an bestehende Heizkörper angeschlossen. Dann sollte zuerst geprüft werden, ob die Heizkörper das Haus auch mit tieferer Vorlauftemperatur warm bekommen. Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit tiefer Vorlauftemperatur, ideal mit Bodenheizung. Alte Radiatoren, die auf 70 bis 80 °C ausgelegt sind, reichen an sehr kalten Tagen, etwa in höheren Lagen, unter Umständen nicht aus.

Bevor das Montageteam kommt, sollten diese Punkte erledigt sein:

  • Heizlastberechnung des Hauses. Ohne sie wird die Leistung nur geschätzt. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig, eine zu kleine läuft im Winter lange mit dem elektrischen Heizeinsatz.
  • Fundament oder Konsole für das Aussengerät. Streifen- oder Punktfundament oder ein Sockel, in einer Höhe über der am Standort üblichen Schneehöhe.
  • Wanddurchführung. Kernbohrung oder Schutzrohr für Leitungen und Kabel, ideal schon im Rohbau vorgesehen.
  • Kondensatableitung. Sickerpackung, Kiesbett oder Anschluss an die Meteor- oder Schmutzwasserleitung. Ein Aussengerät gibt im Winter nach Herstellerangaben bis zu mehrere Dutzend Liter Kondensat am Tag ab.
  • Stromversorgung. Eine eigene, abgesicherte Zuleitung nach Herstellervorgaben und die Anmeldung beim lokalen Elektrizitätswerk, das bei Wärmepumpen oft Sperrzeiten oder einen eigenen Tarif vorsieht.
  • Platz für das Innengerät. Ein Technikraum mit Zugang zu den Leitungen, einem Abfluss für das Sicherheitsventil und Platz für den Service.

Ablauf der Montage Schritt für Schritt

Standort des Aussengeräts

Die wichtigste Entscheidung der ganzen Montage. Das Gerät braucht freie Luftzufuhr, und die ausgeblasene kalte Luft darf nicht wieder angesaugt werden. Hersteller raten von Ecken und engen Nischen zwischen zwei Wänden ab, weil Reflexionen den Schall verstärken. Ungünstig sind auch Plätze unter einem Schlafzimmerfenster, beim Sitzplatz oder direkt an der Grundstücksgrenze. Wo Schnee oder Eis vom Dach rutschen kann, braucht das Gerät ein Vordach. Beim Kältemittel R290, das viele neuere Monoblöcke nutzen, legt der Hersteller einen Schutzbereich um das Gerät fest, in dem zum Beispiel keine Schächte, Lichtschächte, Lüftungsöffnungen oder Kellerabgänge liegen dürfen.

Aufstellen auf Fundament oder Konsole

Das Gerät wird auf ein Betonfundament, einen Sockel oder eine tragfähige Wandkonsole gestellt. Es muss im Wasser stehen, unter den Füssen gehören Schwingungsdämpfer. Eine Wandkonsole ist ein Kompromiss. Sie spart Platz, kann aber bei leichten Wänden oder an einer Schlafzimmerwand Körperschall ins Haus übertragen. Die meisten Installateure bevorzugen deshalb ein eigenes Fundament am Boden.

Hydraulischer Anschluss

Zwischen Aussen- und Innengerät werden gedämmte Leitungen verlegt. Draussen braucht die Dämmung Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung. An den Anschlüssen werden flexible Schläuche gegen Vibrationen und ein Schmutzfänger montiert, der den Wärmetauscher vor Schmutz aus dem System schützt. Beim Anschluss an eine alte Anlage lohnt es sich, das Heizsystem vorher zu spülen und einen Schlammabscheider mit Magnet einzubauen. Schlamm aus alten Heizkörpern ist eine häufige Störungsursache.

Anschluss an Heizung und Warmwasser

Je nach Planung wird die Wärmepumpe direkt an den Heizkreis angeschlossen oder über einen Pufferspeicher oder eine hydraulische Weiche. Für das Warmwasser werden ein Umschaltventil und ein Speicher mit genügend grossem Wärmetauscher verwendet. Ein üblicher Boiler für einen Heizkessel hat oft einen zu kleinen Wärmetauscher, das Wasser wird dann mit dem Heizeinsatz nachgeheizt. Hersteller geben ausserdem ein Mindestvolumen im System und einen Mindestdurchfluss vor, der immer gesichert sein muss, auch wenn die Thermostatventile geschlossen sind.

Kondensat und Frostschutz

Das Kondensat wird in eine Sickerpackung unterhalb der Frostgrenze, in die Meteorwasserleitung oder über einen Siphon in die Hauskanalisation geleitet. Der Teil der Leitung im Freien braucht Frostschutz, oft ein Heizband. Wird die Hydraulik draussen nicht gegen Frost geschützt und bleibt die Wärmepumpe bei einem Stromausfall oder einer langen Sperrzeit stehen, kann das Wasser im Wärmetauscher einfrieren. Abhilfe schaffen Frostschutzmittel, Frostschutzventile oder eine Systemtrennung nach Herstellervorgabe.

Füllen, Druckprobe und Inbetriebnahme

Der Kreislauf wird mit aufbereitetem Heizungswasser gefüllt, entlüftet und einer Druckprobe unterzogen. Der Elektroinstallateur schliesst die Stromversorgung an, danach nimmt der Techniker die Wärmepumpe in Betrieb. Eingestellt werden die Heizkurve, also die Abhängigkeit der Vorlauftemperatur von der Aussentemperatur, die Warmwasseraufbereitung, die Legionellenschaltung und die Zeitprogramme. Zum Schluss wird das Inbetriebnahmeprotokoll ausgefüllt.

Monoblock oder Split und weitere Varianten

Monoblock

Der gesamte Kältekreis sitzt im Aussengerät. Ins Haus führen nur Wasserleitungen. Die Montage ist einfacher, und eine Fachbewilligung für Kältemittel ist nicht nötig. Nachteil: Die Wasserleitungen im Freien müssen gegen Frost geschützt werden, und der Abstand zwischen den Geräten ist begrenzt.

Split

Der Verdichter steht draussen, der Wärmetauscher zwischen Wasser und Kältemittel drinnen. Zwischen den Geräten verlaufen Kältemittelleitungen, die nicht einfrieren. Der Kreis wird aber auf der Baustelle verbunden, evakuiert und gefüllt, und das darf nur zertifiziertes Fachpersonal. Split-Anlagen werden oft gewählt, wenn das Aussengerät weiter vom Haus entfernt steht.

Innen aufgestellte Wärmepumpe

Eine Variante, die in der Schweiz häufiger anzutreffen ist als anderswo: Das ganze Gerät steht im Keller, die Luft wird über Kanäle und Lichtschächte angesaugt und ausgeblasen. Das hält den Garten frei und reduziert den Schall nach aussen, erfordert aber grosse Wanddurchbrüche und eine sorgfältige Planung der Luftführung.

Die Gerätepreise unterscheiden sich stark nach Leistung und Marke. Für übliche Einfamilienhausleistungen liegen sie im Bereich von mehreren tausend Franken, dazu kommen Speicher, Pufferspeicher und Zubehör. Eine genaue Summe ergibt erst eine Offerte für das konkrete Haus.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Leistung nach Schätzung. In der Praxis wird die Wärmepumpe oft nach Wohnfläche oder nach der Leistung des alten Heizkessels ausgewählt. Alte Kessel sind meist deutlich überdimensioniert, und ein gedämmtes Haus braucht viel weniger Wärme.
  • Aussengerät am falschen Platz. Unter dem Schlafzimmerfenster, in der Ecke zwischen zwei Wänden oder gegenüber dem Sitzplatz des Nachbarn. Der Schall wird dann nachträglich und teurer gelöst.
  • Kondensat einfach auf den Boden. Das Wasser gefriert im Winter, unter dem Gerät wächst Eis, das den Verdampfer oder den Weg beschädigen kann.
  • Aussengerät ohne Abstand zum Boden. Schnee blockiert die Ansaugung oder den Kondensatablauf, die Wärmepumpe tut sich beim Abtauen schwer.
  • Alte Anlage nicht gespült. Schlamm und Magnetit setzen Schmutzfänger und Wärmetauscher schon in der ersten Saison zu.
  • Zu kleiner Wärmetauscher im Boiler. Das Warmwasser braucht lange, der Heizeinsatz heizt nach, der Stromverbrauch steigt.
  • Thermostatventile in jedem Raum ohne Überströmung. Die Wärmepumpe hat keinen gesicherten Mindestdurchfluss und meldet Störungen.
  • Werkseinstellungen. Die Heizkurve bleibt unnötig hoch, und die Wärmepumpe läuft mit schlechterer Jahresarbeitszahl als möglich.

Bewilligung, Regeln und Förderung in der Schweiz

Klären Sie bei Ihrer Gemeinde ab, ob für Ihr Vorhaben ein Baugesuch oder eine Meldung nötig ist. Im Stockwerkeigentum brauchen Sie einen Beschluss der Eigentümerversammlung, weil Fassade, Dach und Umgebung in der Regel gemeinschaftliche Teile sind.

Der Schall des Aussengeräts muss die Belastungsgrenzwerte gegenüber den Nachbarliegenschaften einhalten, vor allem nachts. Viele Gemeinden verlangen dafür einen Lärmschutznachweis, der mit den Angaben des Herstellers zur Schallleistung und zum Abstand erstellt wird. Nachträgliche Schallschutzmassnahmen sind teuer, deshalb gehört diese Prüfung schon in die Planung.

Den elektrischen Anschluss darf nur ein Elektroinstallateur mit Installationsbewilligung ausführen, der die Anlage beim Elektrizitätswerk anmeldet und einen Sicherheitsnachweis übergibt. Wenn ein eigener Zähler, ein Wärmepumpentarif oder eine Verstärkung des Hausanschlusses nötig ist, sollte das frühzeitig mit dem Elektrizitätswerk abgestimmt werden.

Für den Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung durch eine Wärmepumpe gibt es Förderbeiträge der Kantone im Rahmen des Gebäudeprogramms, teilweise ergänzt durch Gemeinden und Energieversorger. Das Gesuch muss in der Regel vor Baubeginn eingereicht werden, und oft wird eine Anlage mit Wärmepumpen-System-Modul verlangt. Höhe und Bedingungen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton, prüfen Sie daher die aktuellen Konditionen auf dem offiziellen Portal Ihres Kantons, bevor Sie den Auftrag vergeben.

So prüfen Sie die fertige Montage

Lassen Sie sich bei der Abnahme das Inbetriebnahmeprotokoll, die Garantiebedingungen und den Sicherheitsnachweis der Elektroinstallation geben. Gehen Sie dann diese Punkte durch:

  • das Aussengerät steht im Wasser, auf Schwingungsdämpfern und mit genügend Abstand zum Boden,
  • rund um das Gerät ist der Freiraum nach Herstelleranleitung eingehalten, die Ausblasluft zielt nicht gegen eine Wand oder zum Nachbarn,
  • das Kondensat läuft in die Sickerpackung oder in die Entwässerung und nicht auf den Weg,
  • die Leitungen im Freien sind vollständig gedämmt, die Dämmung ist unbeschädigt und vor Sonne geschützt,
  • die Wanddurchführung ist abgedichtet, und es läuft kein Wasser hinein,
  • am Zulauf zur Wärmepumpe sitzen Schmutzfänger und Absperrungen, die beim Service gut erreichbar sind,
  • der Druck im System fällt nach der Prüfung nicht ab, und an den Armaturen tropft nichts,
  • die Regelung ist eingestellt, Sie können Temperatur und Betriebsart ändern und haben die Zugangsdaten zur App,
  • die Wärmepumpe macht im Betrieb keine ungewöhnlichen Geräusche oder Vibrationen, die ins Haus übertragen werden.

Beobachten Sie im ersten Winter den Stromverbrauch und die Laufzeit des elektrischen Heizeinsatzes. Schaltet er sich auch bei leichtem Frost häufig ein, stimmt etwas mit der Einstellung oder der Auslegung nicht.

Preis der Montage und was ihn beeinflusst

Der Arbeitspreis in der NUMIQ-Preisliste liegt bei CHF 1917 pro Stück für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Gemeint ist die Arbeit des Heizungsinstallateurs einschliesslich Kleinmaterial, ohne die Wärmepumpe selbst, Speicher, Pufferspeicher und weiteres Hauptmaterial. Je nach Kanton, Region und Stadt kann der Preis spürbar abweichen.

Die Endsumme für die Montage hängt vor allem davon ab:

  • wie weit Aussen- und Innengerät auseinanderliegen und wie die Leitungen geführt werden,
  • ob es ein Neubau mit vorbereiteten Leitungen ist oder ein Heizungsersatz in einer alten Anlage, die gespült und umgebaut werden muss,
  • wie viele Heizgruppen es gibt und ob Pufferspeicher, Boiler oder eine Kombination mit dem alten Kessel dazukommen,
  • ob der alte Heizkessel und ein Öltank demontiert und entsorgt werden müssen,
  • wie gut die Montagestelle erreichbar ist und ob für eine Wandkonsole ein Gerüst oder eine Hebebühne nötig ist,
  • welche Bauarbeiten anfallen, etwa Fundament, Wanddurchbrüche und Gräben für Leitungen.

Zugehörige Arbeiten können Sie einzeln kalkulieren, zum Beispiel die Demontage eines Gas- oder Elektroheizkessels, die Montage eines Expansionsgefässes oder das Verlegen von Rohren für die Bodenheizung. Eine Übersicht aller Positionen finden Sie unter Heizungsarbeiten.

Häufige Fragen

In einem vorbereiteten Neubau schafft ein erfahrenes Team die hydraulische Montage meist in ein bis zwei Tagen. Beim Heizungsersatz im Altbau, mit Spülen der Anlage und Demontage des Kessels, kann es länger dauern. Die Inbetriebnahme durch den Werkservice wird manchmal als eigener Termin geplant.

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