Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage Warmwasser-Zirkulationspumpe

Sie kennen das: Sie drehen im Bad im oberen Stock den Wasserhahn auf, und es läuft lange kaltes Wasser, bis endlich warmes kommt. Eine Warmwasserzirkulation löst dieses Problem. Eine kleine Pumpe hält das warme Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zwischen Boiler und Zapfstellen in Bewegung, so ist warmes Wasser fast sofort am Hahn. Mo

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
37.86 CHF/ Stk.
Orientierungsspanne
26.67 CHF - 207.63 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.323.84 CHF-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.194.30 CHF-
Demontage WarmwasserspeicherStk.207.63 CHF-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.95.25 CHF-
Verlegung Systemplatte für Fussbodenheizungm²6.67 CHF-
Fussbodenheizungsrohr verlegenm12.38 CHF-
Montage Verteiler FussbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.36.20 CHF-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.36.20 CHF-
Austausch RücklaufventilStk.36.20 CHF-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefässStk.102.87 CHF-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.19.05 CHF-
Autogenschweissen von MetallrohrenStk.38.10 CHF-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.76.20 CHF-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.76.20 CHF-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm17.14 CHF-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.85.72 CHF-
Rohr einfrierenStk.64.77 CHF-
Heizkörperanschluss blind verschliessenStk.123.82 CHF-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfm45.72 CHF-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm12.38 CHF-
Montage HeizkörperhalterStk.32.38 CHF-
Montage HeizkörperventileStk.32.38 CHF-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.26.67 CHF-
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Wie die Zirkulation funktioniert und wann sie sich lohnt

Bei einer üblichen Installation führt eine einzige Leitung das warme Wasser vom Boiler zu den Armaturen. Wird kein Wasser gezapft, kühlt es in der Leitung ab. Bei einer Zirkulation kommt eine zweite Leitung dazu, die Rücklaufleitung. Sie führt das Wasser von der entferntesten Zapfstelle zurück zum Boiler. Die Pumpe in dieser Rücklaufleitung bewegt das Wasser langsam im Kreis, und die Leitungen bleiben warm.

Sinnvoll ist das vor allem, wenn:

  • Bad oder Küche weit vom Boiler entfernt liegen
  • das Haus mehrere Stockwerke oder mehrere Bäder hat
  • Sie im Alltag oft lange Wasser laufen lassen, bis es warm wird
  • die Leitungen ohnehin erneuert werden und sich eine Rücklaufleitung einfach ergänzen lässt

In einer kleineren Wohnung mit kurzen Leitungen bringt eine Zirkulation meist wenig. In Mehrfamilienhäusern und im Stockwerkeigentum gehört eine zentrale Warmwasserversorgung zu den gemeinsamen Anlagen. Hier kümmern sich Liegenschaftsverwaltung oder Hauswart darum, an den gemeinsamen Steigleitungen wird nicht auf eigene Faust gearbeitet.

So läuft die Montage ab

Im Neubau plant der Sanitärinstallateur die Zirkulation gleich zusammen mit den übrigen Leitungen. Bei einer nachträglichen Montage klärt er zuerst, ob und wo sich eine Rücklaufleitung überhaupt führen lässt. Der übliche Ablauf sieht so aus:

  1. Bestehende Leitungen prüfen: Verlauf, Durchmesser, Zustand und ob der Boiler einen Anschluss für die Zirkulation hat.
  2. Den Weg der Rücklaufleitung und den Platz für die Pumpe festlegen, meist im Technikraum beim Boiler.
  3. Wasser abstellen, den betroffenen Leitungsabschnitt entleeren und die Wassererwärmung ausschalten.
  4. Rücklaufleitung verlegen und an die letzten Zapfstellen oder an das Ende der Warmwasserleitung anschliessen.
  5. Pumpe mit Absperrventilen auf beiden Seiten und einem Rückschlagventil einbauen, bei längeren oder verzweigten Leitungen zusätzlich Strangregulierventile.
  6. Warmwasser- und Rücklaufleitung dämmen.
  7. Anlage füllen, entlüften und eine Druckprobe auf Dichtheit machen.
  8. Pumpe elektrisch anschliessen und die Steuerung einstellen.
  9. Die Funktion mit echtem Wasserbezug in allen Bädern und in der Küche prüfen.

Der reine Ersatz einer Pumpe ist meist in wenigen Stunden erledigt. Muss bei einer Renovation eine Rücklaufleitung neu verlegt werden, kann das einen ganzen Tag oder länger dauern, je nachdem, wie viel gespitzt und wieder ausgebessert werden muss.

Welche Pumpe und welche Steuerung passt

Ein Punkt, den viele nicht wissen: Eine Pumpe für Trinkwarmwasser ist nicht dasselbe wie eine Heizungspumpe. Durch die Zirkulation fliesst sauerstoffhaltiges Trinkwasser. Das Pumpengehäuse muss deshalb aus einem für Trinkwasser geeigneten Material sein, in der Regel Bronze oder Edelstahl. Eine Heizungspumpe mit Graugussgehäuse würde in diesem Kreislauf schnell rosten.

Bei der Leistung reicht für ein Einfamilienhaus meist eine kleine, sparsame Pumpe. Eine zu starke Pumpe bringt keinen zusätzlichen Komfort, dafür mehr Geräusche, höhere Wärmeverluste und schnelleren Verschleiss der Leitungen.

Für die Steuerung gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Zeitsteuerung: Die Pumpe läuft zum Beispiel morgens und abends, wenn am meisten Warmwasser gebraucht wird
  • Temperatursteuerung: Die Pumpe schaltet ein, wenn das Wasser im Rücklauf unter einen eingestellten Wert abkühlt
  • Kombination aus Zeit und Temperatur, die sich in der Praxis oft bewährt
  • Start bei Bedarf per Taster oder über eine Smart-Home-Steuerung

Warum die Pumpe nicht einfach dauernd laufen lassen? Weil dann der ganze Kreislauf ständig Wärme verliert und der Boiler laufend nachheizen muss. Eine gute Steuerung erhält den Komfort und spart viel unnötige Laufzeit. Das gilt besonders bei einer Wärmepumpe, die bei hohen Warmwassertemperaturen weniger effizient arbeitet.

Zum Boiler gehören ausserdem ein Sicherheitsventil und oft ein Ausdehnungsgefäss, das für Trinkwasser zugelassen ist. Es fängt die Ausdehnung des Wassers beim Erwärmen auf und schont Leitungen und Armaturen.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Der Aufwand hängt vor allem davon ab, ob die Rücklaufleitung nur an vorbereitete Leitungen angeschlossen wird oder ganz neu verlegt werden muss.

  • Einfacher wird es mit einem Boiler mit Zirkulationsanschluss, gut zugänglichen Leitungen im Technikraum und Leitungen in Schächten oder abgehängten Decken
  • Aufwendiger wird es bei Leitungen in Wänden und Böden, wo Schlitze gespitzt und danach Verputz oder Plattenbelag ausgebessert werden müssen
  • Mehr Arbeit bedeutet auch ein Haus mit mehreren Strängen, die mit Ventilen einreguliert werden müssen
  • Bei alten verzinkten Stahlleitungen zeigt sich manchmal, dass sie verkalkt oder korrodiert sind und ein Teil ersetzt werden muss

Der feste elektrische Anschluss der Pumpe oder die Verbindung mit der Heizungssteuerung gehört in die Hände eines Elektroinstallateurs mit Bewilligung nach NIV. Muss an einem Gasheizkessel gearbeitet werden, darf das nur eine dafür ausgebildete Servicefachperson tun. Riechen Sie Gas, verlassen Sie das Haus und rufen Sie die Notrufnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an.

Typische Fehler bei der Zirkulation

In der Praxis sieht man immer wieder dieselben Fehler:

  • Fehlendes oder falsch eingebautes Rückschlagventil, sodass das Wasser in die falsche Richtung fliesst und sich vermischt
  • Eine Heizungspumpe statt einer Trinkwasserpumpe
  • Ungedämmte Rücklaufleitung, die im Grunde die Wände heizt
  • Pumpe ohne Steuerung, die rund um die Uhr läuft
  • Pumpe so eingebaut, dass man für den Service kaum herankommt
  • Zu tiefe Wassertemperatur im Kreislauf, was das Risiko für Legionellen erhöht

Zum letzten Punkt: Lauwarmes Wasser, das ständig zirkuliert, bietet Bakterien ideale Bedingungen. Deshalb wird empfohlen, die Temperatur im Zirkulationskreislauf ungefähr bei 55 °C oder darüber zu halten und das Wasser, wenn der Wärmeerzeuger das kann, regelmässig aufzuheizen. Die genauen Werte richten sich nach den Angaben des Boilerherstellers und den einschlägigen SIA-Normen.

Die fertige Arbeit prüfen

Achten Sie bei der Abnahme auf Folgendes:

  • Warmes Wasser kommt auch am entferntesten Hahn fast sofort
  • Die Pumpe läuft leise, ohne Brummen und Vibrationen
  • Alle Verbindungen sind trocken und eine Druckprobe wurde gemacht
  • Die Pumpe hat Absperrventile auf beiden Seiten und ein Rückschlagventil
  • Warmwasser- und Rücklaufleitung sind gedämmt
  • Die Steuerung ist auf Ihren Tagesablauf eingestellt und Sie wissen, wie Sie sie selbst ändern
  • Die Temperatur im Kreislauf ist nicht unnötig tief
  • Sie haben Bedienungsanleitung, Garantieschein und eine Beschreibung des Anschlusses erhalten

Häufige Fragen

Die Pumpe selbst braucht wenig Strom. Mehr ins Gewicht fallen die Wärmeverluste im Kreislauf. Mit guter Dämmung und Zeit- oder Temperatursteuerung bleiben sie klein, und Sie sparen gleichzeitig das Wasser, das Sie sonst ungenutzt laufen lassen würden.

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