Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Heizungsarbeiten | ||||
| Montage Ausdehnungsgefäss | Stk. | 102.87 CHF | - | |
| Demontage und Montage Heizkörper (komplett) | Stk. | 323.84 CHF | - | |
| Demontage Gas- / Elektrokessel | Stk. | 194.30 CHF | - | |
| Demontage Warmwasserspeicher | Stk. | 207.63 CHF | - | |
| Setzen und Montage Plattenheizkörper | Stk. | - | ||
| Montage Badezimmer-Handtuchheizkörper | Stk. | 95.25 CHF | - | |
| Verlegung Systemplatte für Fussbodenheizung | m² | 6.67 CHF | - | |
| Fussbodenheizungsrohr verlegen | m | 12.38 CHF | - | |
| Montage Verteiler Fussbodenheizung | Stk. | - | ||
| Montage Gas-Brennwertkessel | Stk. | - | ||
| Montage Thermostatventil und Thermostatkopf | Stk. | 36.20 CHF | - | |
| Erdung / Potentialausgleich der Anlage | Stk. | - | ||
| Austausch Thermostatventil | Stk. | 36.20 CHF | - | |
| Austausch Rücklaufventil | Stk. | 36.20 CHF | - | |
| Montage Umwälzpumpe | Stk. | - | ||
| Vorbereitung für Smart-Thermostat-Anschluss | Stk. | - | ||
| Montage und Anschluss hydraulische Weiche | Stk. | - | ||
| Montage der Zirkulationsleitungen | Stk. | - | ||
| Montage Brauchwasser-Zirkulationspumpe | Stk. | - | ||
| Gewindeschneiden am Rohr | Stk. | 19.05 CHF | - | |
| Autogenschweissen von Metallrohren | Stk. | 38.10 CHF | - | |
| Druckprüfung der Heizungsanlage | Std. | 76.20 CHF | - | |
| Heizungsanlage entleeren | Stk. | - | ||
| Befüllen, Entlüften und hydraulischer Abgleich | Std. | 76.20 CHF | - | |
| Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpern | lfm | 17.14 CHF | - | |
| Spülen und Reinigen der Altanlage | Std. | 85.72 CHF | - | |
| Rohr einfrieren | Stk. | 64.77 CHF | - | |
| Heizkörperanschluss blind verschliessen | Stk. | 123.82 CHF | - | |
| Heizungsanlage befüllen | Stk. | - | ||
| Heizrohre im Boden einlassen | lfm | 45.72 CHF | - | |
| Heizrohre im Boden einbetonieren | lfm | 12.38 CHF | - | |
| Montage Heizkörperhalter | Stk. | 32.38 CHF | - | |
| Montage Heizkörperventile | Stk. | 32.38 CHF | - | |
| Heizkörper befüllen und entlüften | Stk. | 26.67 CHF | - | |
Wie das Gefäss funktioniert und wann es ersetzt werden muss
Ein übliches Expansionsgefäss für geschlossene Heizungen hat einen Stahlmantel und innen eine Gummimembrane. Auf der einen Seite der Membrane ist Heizungswasser, auf der anderen ein Gaspolster, meist Luft oder Stickstoff. Erwärmt sich das Wasser, drückt es gegen die Membrane und das Gas wird zusammengepresst. Kühlt das Wasser ab, schiebt das Gas es zurück in die Leitungen. So schwankt der Druck in der Heizung nur wenig.
In älteren Häusern findet man manchmal noch ein offenes Ausdehnungsgefäss am höchsten Punkt, etwa im Estrich unter dem Dach. Es hat Kontakt zur Luft, Wasser verdunstet, und Sauerstoff gelangt ins System. Das fördert Korrosion. Bei einer Sanierung stellt man deshalb meist auf ein geschlossenes System mit Membrangefäss um.
Ein defektes Gefäss macht sich mit typischen Anzeichen bemerkbar:
- Der Druck am Manometer steigt beim Aufheizen schnell und fällt nach dem Abkühlen deutlich
- Sie müssen immer wieder Wasser nachfüllen, obwohl nirgends etwas undicht ist
- Das Sicherheitsventil tropft oder lässt Wasser ab
- Drückt man auf das Füllventil an der Gasseite des Gefässes, kommt Wasser heraus: Die Membrane ist gerissen
Warum genügt es nicht, einfach das Sicherheitsventil zu ersetzen? Das Ventil reagiert nur auf zu hohen Druck. Arbeitet das Gefäss nicht, lässt ein neues Ventil genauso Wasser ab wie das alte.
So läuft die Montage ab
Der Ablauf hängt davon ab, ob es sich um eine Neuinstallation oder einen Ersatz handelt. Grundsätzlich geht der Installateur so vor:
- Wasserinhalt der Anlage, Art der Heizung und Höhe des Hauses ermitteln und danach die Grösse des Gefässes bestimmen.
- Heizung abkühlen lassen, Wärmeerzeuger ausschalten, Druck absenken und falls nötig einen Teil des Wassers ablassen.
- Altes Gefäss demontieren, falls es ersetzt wird.
- Vor dem Anschliessen den Vordruck des neuen Gefässes passend zur Anlagenhöhe und nach Angaben des Herstellers einstellen.
- Gefäss an Wand oder Konsole montieren und über eine gesicherte Kappenventil-Absperrung anschliessen, die sich nicht versehentlich schliessen lässt.
- Anlage mit aufbereitetem Wasser füllen, Heizkörper und Heizung entlüften und den Fülldruck einstellen.
- Heizung starten, den Druck beim Aufheizen beobachten und alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
Meist wird das Gefäss am Rücklauf angeschlossen, also an der kühleren Leitung, die zurück zum Wärmeerzeuger führt. Dort leidet die Membrane weniger unter der Wärme. Die genaue Stelle gibt aber die Anleitung des Heizgeräts und die Hydraulik der Anlage vor.
Wie wird der Vordruck bestimmt? Als Anhaltspunkt dient die statische Höhe, also die Höhe vom Gefäss bis zum höchsten Heizkörper. Pro zehn Meter Höhe rechnet man ungefähr ein bar, dazu eine kleine Reserve von meist etwa 0,2 bis 0,3 bar. Im üblichen Einfamilienhaus ergibt das rund 0,8 bis 1,2 bar. Der Fülldruck der Anlage liegt dann leicht über dem Vordruck. Messen lässt sich der Vordruck nur, wenn kein Wasserdruck auf dem Gefäss lastet.
Gefässtypen und die richtige Grösse
Entscheidend sind die Art der Heizung und die Wassermenge im System. Eine Fussbodenheizung enthält viel mehr Wasser als ein paar Heizkörper und braucht deshalb ein grösseres Gefäss. Eine Holzheizung oder Wärmepumpe mit Speicher braucht nochmals mehr Reserve.
- Eingebautes Gefäss im Heizgerät: Viele wandhängende Gasheizungen haben eines im Gehäuse. Für eine kleinere Wohnung kann es reichen, bei Erweiterungen oder Fussbodenheizung ergänzt man oft ein zusätzliches Gefäss
- Separates Wandgefäss: die übliche Lösung im Einfamilienhaus, für Kontrollen gut zugänglich
- Stehendes Gefäss auf Füssen: für grosse Wassermengen, etwa bei Speichern
Achtung vor Verwechslungen: Gefässe für das Trinkwarmwasser, meist blau oder weiss, und Gefässe für Solarkreise haben andere Eigenschaften als Heizungsgefässe, die meist rot sind. Sie dürfen einander nicht ersetzen. Die Grösse sollte berechnet und nicht geschätzt werden. Ein zu kleines Gefäss macht dieselben Probleme wie ein defektes.
Muss das eingebaute Gefäss in einer Gasheizung ersetzt werden, ist das ein Eingriff ins Gerät. Das gehört in die Hände des Servicetechnikers für dieses Gerät, sonst drohen Garantieverlust und Sicherheitsrisiken. Riechen Sie Gas, verlassen Sie die Räume und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist der Ersatz eines gleichen Gefässes am gleichen Ort, wenn bereits eine Absperrung vorhanden ist. Der Installateur trennt das Gefäss ab, ohne die ganze Anlage zu entleeren, und ist vergleichsweise schnell fertig.
Mehr Aufwand bedeuten diese Situationen:
- Es fehlt eine Absperrung, und die ganze Heizung muss entleert werden
- Das Gefäss ist im Heizungsraum schlecht zugänglich oder hängt hoch unter der Decke
- Leitungen müssen angepasst oder Armaturen, Manometer oder Sicherheitsventil ergänzt werden
- Die alte Anlage ist verschlammt, und beim Entleeren wird Schmutz aufgewirbelt
- Gleichzeitig wird eine hydraulische Weiche eingebaut oder ein alter Speicher entfernt
Eine hydraulische Weiche trennt den Kreis des Wärmeerzeugers von den Heizkreisen. Sie hilft, wenn ein Haus mehrere Kreise hat, zum Beispiel Heizkörper und Fussbodenheizung. Wird die Anlage ohnehin umgebaut, lohnt es sich, Gefäss und Weiche in einem Arbeitsgang anzuschliessen.
Im Mehrfamilienhaus mit zentraler Heizung kümmert sich nicht die einzelne Partei um das Expansionsgefäss. Schwankt bei Ihnen der Druck oder wird es nicht warm, wenden Sie sich an den Hauswart, die Liegenschaftsverwaltung oder bei Stockwerkeigentum an die Verwaltung der Gemeinschaft.
Typische Fehler bei der Montage
In der Praxis liegt das Problem oft nicht am Gefäss selbst, sondern an der Montage. Diese Fehler kommen immer wieder vor:
- Der Vordruck blieb ab Werk und wurde nicht ans Haus angepasst
- Der Vordruck wurde gemessen, während Wasserdruck auf dem Gefäss lag, und das Resultat war verfälscht
- Das Gefäss ist mit einem gewöhnlichen Kugelhahn abgetrennt, den jemand schliesst, worauf die Anlage ungeschützt ist
- Das Gefäss sitzt an einer ungünstigen Stelle, wo Pumpe oder hohe Temperatur darauf wirken
- Die Grösse wurde nach Augenmass gewählt
- Das Füllventil zeigt zur Wand, und der Vordruck lässt sich nicht prüfen
Nach Herstellerangaben und den Normen SN EN für Heizungsanlagen muss das System jederzeit geschützt bleiben. Deshalb darf das Gefäss nicht mit einer gewöhnlichen, ungesicherten Armatur abtrennbar sein.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Lassen Sie sich bei der Übergabe zeigen, wie das Gefäss angeschlossen ist, und prüfen Sie diese Punkte:
- Das Gefäss ist fest montiert und das Füllventil ist zugänglich
- Der Anschluss erfolgt über eine gegen Schliessen gesicherte Absperrung
- Der Installateur hat Ihnen Vordruck und Fülldruck der Anlage genannt
- Die Verbindungen bleiben auch bei warmer Heizung trocken
- Der Druck steigt beim Aufheizen nur leicht und kehrt nach dem Abkühlen auf den Ausgangswert zurück
- Das Sicherheitsventil tropft nicht
- Die Heizkörper sind entlüftet und werden über die ganze Fläche warm
- Sie haben einen Arbeitsrapport und die Anleitung zum Gefäss erhalten
Häufige Fragen
Ist eine Absperrung vorhanden, trennt der Installateur das Gefäss ab und lässt nur wenig Wasser ab. Ohne Absperrung muss der Druck abgesenkt und meist ein Teil der Anlage entleert werden. Bei dieser Gelegenheit wird die Absperrung üblicherweise nachgerüstet.
Empfohlen wird einmal jährlich, am besten vor der Heizsaison oder zusammen mit dem Heizungsservice. Die Membrane lässt sehr langsam Gas durch, darum sinkt der Vordruck mit der Zeit auch bei einem intakten Gefäss.
Das hängt von Wasserqualität, Temperatur und richtigem Vordruck ab. In der Regel hält es mehrere Jahre. Ist die Membrane gerissen oder rostet das Gefäss, lohnt sich keine Reparatur, es wird ersetzt.
Bei einer kleineren Anlage mit Heizkörpern oft ja. Bei Fussbodenheizung, einem grösseren Haus oder nach dem Einbau zusätzlicher Heizkörper ist es häufig zu klein, und der Installateur ergänzt ein externes Gefäss. Massgebend ist die Berechnung des Wasserinhalts.
Mit einem normalen Reifendruckprüfer kann ein geschickter Laie den Vordruck messen, aber nur bei abgekühlter Heizung und ohne Wasserdruck auf dem Gefäss. Bei einer Gasheizung mit eingebautem Gefäss und bei jeder Unsicherheit überlassen Sie die Arbeit dem Heizungsinstallateur oder dem Servicetechniker des Geräts.
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